Das Glas Die tollste Erfindung seit der Entdeckung

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Das Glas Die tollste Erfindung seit der Entdeckung des Rades!!!

Das Glas Die tollste Erfindung seit der Entdeckung des Rades!!!

Inhaltsverzeichnis 1. Geschichte von Glas 2. Glas im Alltag und seine Bedeutung → Demonstration

Inhaltsverzeichnis 1. Geschichte von Glas 2. Glas im Alltag und seine Bedeutung → Demonstration 1 3. Was ist Glas? → Versuch 1 4. Herstellung in der Schule → Demo. 2 und 3 5. Eigenschaften von Glas → Versuch 2, 3, 4, 5, 6, 7 6. allgemeine Schulrelevanz 7. Zusammenfassung 8. Literatur

1. Geschichte von Glas

1. Geschichte von Glas

Geschichte von Glas • genauso alt wie die Erde • entsteht bei hohen Temperaturen

Geschichte von Glas • genauso alt wie die Erde • entsteht bei hohen Temperaturen – Meteoriteneinschlag – Blitzschlag – Eruption eines Vulkans • auf dem Mond gibt es Glas → Besatzung der Apollo-14 brachte glashaltige Gesteine mit Obsidian: ein natürlich vorkommendes, vulkanisches Gesteinsglas (auch „Islandisches Agaat“)

Geschichte von Glas • Benutzung in der Jungsteinzeit als Pfeilund Speerspitze, und Schneidewerkzeug •

Geschichte von Glas • Benutzung in der Jungsteinzeit als Pfeilund Speerspitze, und Schneidewerkzeug • verschiedene Angaben über Zeitpunkt der Entdeckung nach Historiker Pliny (23 -79 n. Chr. ): Phönizische Händler „kochten“ um 5. 000 v. Chr. an einem Strand, wobei durch die hohe Temperatur der Sand zu einem glasartigen „Stein“ schmolz.

Geschichte von Glas • bewusste Herstellung und Bearbeitung begann ca. 3. 500 v. Chr.

Geschichte von Glas • bewusste Herstellung und Bearbeitung begann ca. 3. 500 v. Chr. → nicht mehr ausschließlich Nutzgegenstand (Schmuck wie Glasperlen, Vasen, . . . ) • bis 9. Jhd. v. Chr. Auflebung des Glasmachens in Mesopotamien

Geschichte von Glas • älteste Beschreibung zur Herstellung von Glas stammt aus der Bibliothek

Geschichte von Glas • älteste Beschreibung zur Herstellung von Glas stammt aus der Bibliothek des Assyrischen Königs Ashurbanipal (669 -626 v. Chr. ). „Nimm 60 Teile Sand, 180 Teile Asche aus Meerespflanzen, 5 Teile Kreide – und du erhältst Glas. “ • um das Jahr 0: Technik zum Blasen von Glas in Syrien • Blasrohr hat sich kaum verändert

Geschichte von Glas • 11. Jhd. n. Chr. : Technik zur Produktion von Glasplatten

Geschichte von Glas • 11. Jhd. n. Chr. : Technik zur Produktion von Glasplatten → große Bedeutung für Bequemlichkeit im Mittelalter (Luxus!!!) • 17. Jhd. n. Chr. : Idee zur Verspiegelung von Glas unter König Ludwig (Louis) XIV in Frankreich • 19. Jhd. n. Chr. : Industrialisierung der Glasherstellung (Friedrich Siemens)

2. Glas im Alltag und seine Bedeutung

2. Glas im Alltag und seine Bedeutung

Glas im Alltag und seine Bedeutung • Bedeutung von Glas in der heutigen Gesellschaft:

Glas im Alltag und seine Bedeutung • Bedeutung von Glas in der heutigen Gesellschaft: Man stelle sich vor, es gäbe kein Glas. . . – keine Fenster an Gebäuden, Fahrzeugen, . . . → dunkel und warm, oder hell und kalt – – – keine Spiegel kein Geschirr und keine Behälter aus Glas kein Schmuck und keine Verzierungen aus Glas keine Brillen keine Kameras, Mikroskope, Lupen und nichts, was mit Linsen funktioniert – keine Fernseher (Bildröhre) –. . .

Demonstration 1: verspiegelter Objektträger

Demonstration 1: verspiegelter Objektträger

Demonstration 1: Verspiegelung eines Objektträgers • Reaktion wie „Silberspiegel“ • seit 1856: nasschemische Glasversilberung

Demonstration 1: Verspiegelung eines Objektträgers • Reaktion wie „Silberspiegel“ • seit 1856: nasschemische Glasversilberung (Justus von Liebig) • vorher: Verreiben von Zinnamalgam auf Glasplatten (Handarbeit)

Demonstration 1: verspiegelter Objektträger für die Schule: • Ergebnis ist sehr abhängig von der

Demonstration 1: verspiegelter Objektträger für die Schule: • Ergebnis ist sehr abhängig von der Sauberkeit der Durchführung! • Dauer: ca. 40 Minuten (eine Schulstunde) • Einsatz: Schülerversuch ab der Sek. II • Themengebiete: Glas, Silber, Zucker, Aldehyde/Ketone, . . .

3. Was ist Glas?

3. Was ist Glas?

Was ist Glas? • Glas ist amorph – griech. : amorphos = gestaltlos –

Was ist Glas? • Glas ist amorph – griech. : amorphos = gestaltlos – amorphe Stoffe werden als fest empfunden, ihre Atome folgen jedoch keiner regelmäßigen Ordnung (keine Fernordnung, nur Nahordnung) • ohne Kristallisation erstarrte Schmelze von Metallen, Polymermaterialien, Metalloxiden, etc.

Was ist Glas? • Hauptbestandteil: Si. O 2(s) • Nebenbestandteile: – – – –

Was ist Glas? • Hauptbestandteil: Si. O 2(s) • Nebenbestandteile: – – – – B 2 O 3(s) Al 2 O 3(s). . . Na 2 O(s) K 2 O(s) Ca. O(s). . .

Was ist Glas? • Hauptbestandteil: Si. O 2(s) • Nebenbestandteile: – – – –

Was ist Glas? • Hauptbestandteil: Si. O 2(s) • Nebenbestandteile: – – – – B 2 O 3(s) Al 2 O 3(s). . . Na 2 O(s) K 2 O(s) Ca. O(s). . . Netzwerkbildner Trennstellenbildner

Was ist Glas? • Netzwerkbildner (Glasbildner): – saure Oxide – bilden molekulare Grundstruktur (ungeordnetes,

Was ist Glas? • Netzwerkbildner (Glasbildner): – saure Oxide – bilden molekulare Grundstruktur (ungeordnetes, dreidimensionales Netzwerk) – können ohne Zusätze ein Glas erzeugen (z. B. Quarzglas ist reines Si. O 2) • Trennstellenbildner (Netzwerkwandler): – basische Oxide – können nur zusammen mit Netzwerk. Glas bilden – verursachen „Lücken“ in der Struktur bildnern

Was ist Glas? Quarzgitter schmelzen und abkühlen (oft) + Ca. O/Na 2 O/. .

Was ist Glas? Quarzgitter schmelzen und abkühlen (oft) + Ca. O/Na 2 O/. . . Quarzglas „Normalglas“

Versuch 1: Reduktion von „Glas“ mit Aluminium

Versuch 1: Reduktion von „Glas“ mit Aluminium

Versuch 1: Reduktion von „Glas“ mit Aluminium • Auswertung: – Aluminium reduziert das Silicium

Versuch 1: Reduktion von „Glas“ mit Aluminium • Auswertung: – Aluminium reduziert das Silicium in der Glasstruktur +4 0 +3 Silicium – dabei wird das Aluminium oxidiert (Reduktionsmittel) 0

Versuch 1: Reduktion von „Glas“ durch Aluminium für die Schule: • Ergebnis ist zuverlässig

Versuch 1: Reduktion von „Glas“ durch Aluminium für die Schule: • Ergebnis ist zuverlässig • Dauer: ca. 10 Minuten • Einsatz: Schülerversuch ab der Sek. I • Themengebiete: Glas, Redox-Reaktionen, Metalle, . . .

Was ist Glas? • Glas ≠ Glas !!! – Natron-Kalk-Gläser (Normalglas) 75, 5 Si.

Was ist Glas? • Glas ≠ Glas !!! – Natron-Kalk-Gläser (Normalglas) 75, 5 Si. O 2(s); 12, 9 Na 2 O(s); 11, 6 Ca. O(s) → gewöhnliches Gebrauchsglas, Fensterglas – Kali-Kalk-Gläser (Böhmisches Kristallglas) 76 Si. O 2(s); 14, 1 K 2 O(s); 6, 7 Ca. O(s); 2, 3 Na 2 O(s); 0, 5 As 2 O 5(s); 0, 1 Al 2 O 3(s); 0, 3 SO 3(s) → Gläser für feingeschliffene Gegenstände – Bor-Tonerde-Gläser (Jenaer Glas oder Duran-Glas) 74, 5 Si. O 2(s); 8, 5 Al 2 O 3(s); 4, 6 B 2 O 3(s); 7, 7 Na 2 O(s); 3, 9 Ba. O(s); 0, 8 Ca. O(s); 0, 1 Mg. O(s) → gegen Chemikalien und große Temp. -Differenzen beständig – Kali-Blei-Gläser (Bleikristallglas) 56 Si. O 2(s); 32 Pb. O(s); 11, 4 K 2 O(s); 0, 1 Al 2 O 3(s); 0, 5 As 2 O 5(s) → Gläser und Linsen mit starkem Lichtbrechungsvermögen

Was ist Glas? • Glas ≠ Glas !!! – Natron-Kalk-Gläser (Normalglas) 75, 5 Si.

Was ist Glas? • Glas ≠ Glas !!! – Natron-Kalk-Gläser (Normalglas) 75, 5 Si. O 2(s); 12, 9 Na 2 O(s); 11, 6 Ca. O(s) → gewöhnliches Gebrauchsglas, Fensterglas – Kali-Kalk-Gläser (Böhmisches Kristallglas) 76 Si. O 2(s); 14, 1 K 2 O(s); 6, 7 Ca. O(s); 2, 3 Na 2 O(s); 0, 5 As 2 O 5(s); 0, 1 Al 2 O 3(s); 0, 3 SO 3(s) → Gläser für feingeschliffene Gegenstände – Bor-Tonerde-Gläser (Jenaer Glas oder Duran-Glas) 74, 5 Si. O 2(s); 8, 5 Al 2 O 3(s); 4, 6 B 2 O 3(s); 7, 7 Na 2 O(s); 3, 9 Ba. O(s); 0, 8 Ca. O(s); 0, 1 Mg. O(s) → gegen Chemikalien und große Temp. -Differenzen beständig – Kali-Blei-Gläser (Bleikristallglas) 56 Si. O 2(s); 32 Pb. O(s); 11, 4 K 2 O(s); 0, 1 Al 2 O 3(s); 0, 5 As 2 O 5(s) → Gläser und Linsen mit starkem Lichtbrechungsvermögen

4. Herstellung in der Schule

4. Herstellung in der Schule

Demonstration 2: selbst hergestelltes Glas

Demonstration 2: selbst hergestelltes Glas

Demonstration 2: selbst hergestelltes Glas • Simon-Müller-Ofen auf 1. 000 °C vorheizen • in

Demonstration 2: selbst hergestelltes Glas • Simon-Müller-Ofen auf 1. 000 °C vorheizen • in einer Porzellanschale werden gemischt: – – – 26, 7 g H 3 BO 3(s) 8, 2 g K 2 CO 3(s) 4, 5 g Na 2 CO 3(s) 4, 2 g Ca. CO 3(s) 2, 5 g Seesand 1 Spatelspitze Mn. O 2(s) (Borsäure) (Kaliumcarbonat) (Natriumcarbonat) (Calciumcarbonat) (enthält Si. O 2(s)) (Braunstein) • Porzellanschale in den Simon-Ofen stellen und ca. 2 h 1. 000 °C glühen Müller lang bei

Demonstration 2: selbst hergestelltes Glas Das sieht dann so aus: Gemisch Simon-Müller-Ofen Schmelze

Demonstration 2: selbst hergestelltes Glas Das sieht dann so aus: Gemisch Simon-Müller-Ofen Schmelze

Demonstration 2: selbst hergestelltes Glas für die Schule: • Ergebnis ist berechenbar, variabel, trotzdem

Demonstration 2: selbst hergestelltes Glas für die Schule: • Ergebnis ist berechenbar, variabel, trotzdem zuverlässig • Dauer: ca. 180 Minuten • Einsatz: Schülerversuch ab der Sek. II • Themengebiete: Glas, Schmelzen, . . .

Demonstration 3: Borax- und Phosphorsalzperlen

Demonstration 3: Borax- und Phosphorsalzperlen

Demonstration 3: Borax- und Phosphorsalzperlen • Magnesiastäbchen + Borax + Cr 2 O 3(s)

Demonstration 3: Borax- und Phosphorsalzperlen • Magnesiastäbchen + Borax + Cr 2 O 3(s) → grüne Perle • Magnesiastäbchen + Phosphorsalz + Co 2 O 3(s) → blaue Perle • Magnesiarinne + Phosphorsalz + Cr 2 O 3(s) → grüne Glasfläche

Demonstration 3: Borax- und Phosphorsalzperlen Färben von Gläsern (eine Methode): – Cobalt-Oxide: blau –

Demonstration 3: Borax- und Phosphorsalzperlen Färben von Gläsern (eine Methode): – Cobalt-Oxide: blau – Eisen(III)-Oxide: braun – Chrom(III)-Oxide: grün – Mangan(II)-Oxide: weiß → Vorsicht: R-/S-Sätze und Gefahrensymbole/-hinweise beachten

Demonstration 3: Borax- und Phosphorsalzperlen für die Schule: • Ergebnis ist abhängig von individuellen

Demonstration 3: Borax- und Phosphorsalzperlen für die Schule: • Ergebnis ist abhängig von individuellen Geschick • Dauer: sehr variabel • Einsatz: Schülerversuch ab der Sek. I (II) • Themengebiete: Glas, Pigmente, Metalloxide, . . .

5. Eigenschaften von Glas

5. Eigenschaften von Glas

Eigenschaften von Glas • mechanische Eigenschaften: – zug- und druckfest – „unbiegsam“ • elektrische

Eigenschaften von Glas • mechanische Eigenschaften: – zug- und druckfest – „unbiegsam“ • elektrische Eigenschaften → elektrisch hoch isolierend

Eigenschaften von Glas • Tg: = Schmelzbereich statt Schmelzpunkt • unterhalb von Tg: starr

Eigenschaften von Glas • Tg: = Schmelzbereich statt Schmelzpunkt • unterhalb von Tg: starr • oberhalb von Tg: plastisch („verformbar“) • allgemein gilt: (auch Transformationstemperatur, Erweichungstemperatur oder Glaspunkt genannt) Je mehr Trennstellen, desto niedriger Tg.

Versuch 2: Bearbeiten von Glas

Versuch 2: Bearbeiten von Glas

Versuch 2: Bearbeiten von Glas • Auswertung: – Vorsicht: Heißes Glas sieht aus wie

Versuch 2: Bearbeiten von Glas • Auswertung: – Vorsicht: Heißes Glas sieht aus wie kaltes Glas! – Glas kann als unterkühlte Schmelze betrachtet werden

Versuch 2: Bearbeiten von Glas – mit Annäherung an den Schmelzbereich fällt die Viskosität

Versuch 2: Bearbeiten von Glas – mit Annäherung an den Schmelzbereich fällt die Viskosität

Versuch 2: Bearbeiten von Glas für die Schule: • Ergebnis ist abhängig vom Geschick

Versuch 2: Bearbeiten von Glas für die Schule: • Ergebnis ist abhängig vom Geschick der Schüler/innen • Dauer: sehr variabel • Einsatz: Schülerversuch ab der Sek. I • Themengebiete: Glas, Schmelzen“ „unterkühlte

Eigenschaften von Glas Thermische Gespanntheit von Glas ist Bestandteil der heutigen Gesellschaft: Mehrschicht. Verbundglas

Eigenschaften von Glas Thermische Gespanntheit von Glas ist Bestandteil der heutigen Gesellschaft: Mehrschicht. Verbundglas Sicherheitsglas besondere Verwendung

Versuch 3: thermisch gespanntes Glas

Versuch 3: thermisch gespanntes Glas

Versuch 3: thermisch gespanntes Glas • Auswertung: – Spannung entsteht, weil zunächst die Wärme

Versuch 3: thermisch gespanntes Glas • Auswertung: – Spannung entsteht, weil zunächst die Wärme im äußeren Bereich der Träne vom Wasser abgeführt wird → schlechte Wärmeleitfähigkeit von Glas – dadurch verringert sich außen das Volumen, innen nicht → Spannung entsteht – durch Abkneifen des „Schwänzchens“ werden diese Spannungen freigesetzt

Versuch 3: thermisch gespanntes Glas für die Schule: • Herstellung der Tränen sehr unsicher

Versuch 3: thermisch gespanntes Glas für die Schule: • Herstellung der Tränen sehr unsicher • Dauer: ca. 5 Minuten (ohne Tränenherstellung) • Einsatz: Schülerversuch ab der Sek. I • Themengebiete: Glas und in der Physik

Eigenschaften von Glas ist ein schlechter Wärmeleiter: • wirkt wärmeisolierend • Infrarot-Strahlung wird „gespeichert“

Eigenschaften von Glas ist ein schlechter Wärmeleiter: • wirkt wärmeisolierend • Infrarot-Strahlung wird „gespeichert“ → keine (sehr geringe) Wärmeleitfähigkeit

Versuch 4: Absorption von IRStrahlung

Versuch 4: Absorption von IRStrahlung

Versuch 4: Absorption von IR-Strahlung • Auswertung: – durch die schlechte Wärmeleitfähigkeit dauert es

Versuch 4: Absorption von IR-Strahlung • Auswertung: – durch die schlechte Wärmeleitfähigkeit dauert es lange, bis die einzelnen „Schichten“ durchgewärmt sind – aus dem gleichen Grund dauert es ebenfalls lange, bis die erwärmten „Schichten“ wieder abkühlen

Versuch 4: Absorption von IR-Strahlung für die Schule: • Ergebnis abhängig von der Gleichheit

Versuch 4: Absorption von IR-Strahlung für die Schule: • Ergebnis abhängig von der Gleichheit der Thermometer und der Heizplatten • Dauer: ca. 30 Minuten • Einsatz: Schülerversuch ab der Sek. I • Themengebiete: Glas, Leitfähigkeiten (Elektrochemie), . . .

Eigenschaften von Glas Chemische Resistenz von Glas: • – Säureangriff: Ionenaustausch: Metallionen gegen H+(aq)

Eigenschaften von Glas Chemische Resistenz von Glas: • – Säureangriff: Ionenaustausch: Metallionen gegen H+(aq) – Bildung einer Kieselgelschicht zum Schutz vor weiteren Protonen – auch Wasser wirkt so

Eigenschaften von Glas Basen-/Laugenangriff: – Herauslösen von silikatischen Strukturelementen – es entsteht keine schützende

Eigenschaften von Glas Basen-/Laugenangriff: – Herauslösen von silikatischen Strukturelementen – es entsteht keine schützende Schicht

Versuch 5: Ätzen von Glas

Versuch 5: Ätzen von Glas

Versuch 5: Ätzen von Glas Chemi- Summen. Gefahren. R-Sätze Schule kalie formel symbol Calciumfluorid

Versuch 5: Ätzen von Glas Chemi- Summen. Gefahren. R-Sätze Schule kalie formel symbol Calciumfluorid (Flussspat) Schwefelsäure (konz. ) Fluorwasserstoffsäure (Flusssre. ) Siliciumtetrafluorid Ca. F 2(s) keine alle H 2 SO 4(aq) 35 26 -30 -45 C: ätzend Sek. II 1/2 -7/926/27/2826 -36/3735 45 T+: sehr giftig C: ätzend Lehrer T: giftig C: ätzend Lehrer HF(aq) Si. F 4(g) 23 -35 9 -26 -2645

Versuch 5: Ätzen von Glas • Auswertung: – Abzug und Handschuhe! – aus den

Versuch 5: Ätzen von Glas • Auswertung: – Abzug und Handschuhe! – aus den zunächst „harmlosen“ Stoffen entsteht eine sehr giftige Verbindung → keine Redox-Reaktion – Flusssäure greift die Oberfläche des Objektträgers an → Reaktion ist reversibel (Si. O 2(s) als Niederschlag am Objektträger)

Versuch 5: Ätzen von Glas für die Schule: • Ergebnis ist zuverlässig und lässt

Versuch 5: Ätzen von Glas für die Schule: • Ergebnis ist zuverlässig und lässt sich spannend variieren • Dauer: ca. 25 Minuten • Einsatz: Lehrerversuch! • Themengebiete: Glas, Oberflächen, Säuren-Base-Chemie, . . .

Versuch 6: Wasserbeständigkeit

Versuch 6: Wasserbeständigkeit

Versuch 6: Wasserbeständigkeit • Chemikalien Chemi- Summen. Gefahren. R-Sätze Schule kalie formel symbol Phenolphthalein

Versuch 6: Wasserbeständigkeit • Chemikalien Chemi- Summen. Gefahren. R-Sätze Schule kalie formel symbol Phenolphthalein C 20 H 14 O 4(l) keine alle

Versuch 6: Wasserbeständigkeit • Auswertung: – Wasserangriff wie Säureangriff – Metallionen im Glas werden

Versuch 6: Wasserbeständigkeit • Auswertung: – Wasserangriff wie Säureangriff – Metallionen im Glas werden durch Protonen des Wassers ausgetauscht

Versuch 6: Wasserbeständigkeit für die Schule: • Ergebnis ist zuverlässig und lässt sich gut

Versuch 6: Wasserbeständigkeit für die Schule: • Ergebnis ist zuverlässig und lässt sich gut über die Feinheit des „Glasgrießes“ regulieren • Dauer: ca. 30 Minuten • Einsatz: Schülerversuch ab der Sek. I • Themengebiete: Glas, Redox. Reaktionen, . . .

Versuch 7: Oberfläche von Glas

Versuch 7: Oberfläche von Glas

Versuch 7: Oberfläche von Glas • Auswertung: – Gläser bilden an Phasengrenze zu Wasserstoffbrückenbindungen

Versuch 7: Oberfläche von Glas • Auswertung: – Gläser bilden an Phasengrenze zu Wasserstoffbrückenbindungen → keine Blasenbildung möglich – Verunreinigungen (z. B. Fett) schirmen die Oberfläche ab → keine WBB möglich → Blasenbildung – auch Kratzer oder andere Unregelmäßigkeiten haben diesen Effekt

Versuch 7: Oberfläche von Glas für die Schule: • Ergebnis ist sehr schön und

Versuch 7: Oberfläche von Glas für die Schule: • Ergebnis ist sehr schön und deutlich zu sehen • Dauer: ca. 10 Minuten • Einsatz: Schülerversuch ab der Sek. I • Themengebiete: Glas, Wasser, Oberflächenchemie, WBB, . . .

6. Allgemeine Schulrelevanz

6. Allgemeine Schulrelevanz

Allgemeine Schulrelevanz • Jahrgang 12, 2. Halbjahr → Werkstoffe → natürliche und synthetische Makromoleküle

Allgemeine Schulrelevanz • Jahrgang 12, 2. Halbjahr → Werkstoffe → natürliche und synthetische Makromoleküle und Feststoffgitter → Glas (Geschichte, Herstellung, Struktur): keramische Werkstoffe • keine Änderungen bei Umstellung auf G 8 • sehr alltagsbezogen • fachübergreifender Unterricht mit den Fächern Physik, Kunst, . . .

7. Zusammenfassung

7. Zusammenfassung

Zusammenfassung • Glas Luxus im Mittelalter, heute selbstverständlich mit hoher Bedeutung • Glas ist

Zusammenfassung • Glas Luxus im Mittelalter, heute selbstverständlich mit hoher Bedeutung • Glas ist eine nicht-kristalline, „unterkühlte“ Schmelze • Glas leitet keinen Strom und ist wärmeisolierend • besitzt einen Schmelzbereich (Tg) • Glas wird merklich angegriffen von Flusssäure und starken Laugen • Glas ist säure- und wasserbeständig • Glas wird verformbar, wenn man es erwärmt (Viskosität fällt) • und: Heißes Glas sieht aus wie kaltes Glas!

Danke für die Aufmerksamkeit!!!

Danke für die Aufmerksamkeit!!!

8. Literatur [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] GESTIS-Stoffdatenbank SOESTER

8. Literatur [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] GESTIS-Stoffdatenbank SOESTER Liste www. chids. de (02. 12. 2008) http: //www. kultusministerium. hessen. de (01. 12. 2008 http: //vision 2 form. nl/glas_geschichte. html (30. 11. 2008) http: //benjamin. stangltaller. at/REISEN/BAERNBACH 96/Baernbach. Blaeser. jpg (01. 12. 2008) http: //www. chemieunterricht. de (01. 12. 2008) http: //www. otterstedt. de/atm/silvering. html (01. 12. 2008) http: //www. solarserver. de/l 8 mimages/wacker_silizium. jpg (31. 11. 2008) http: //www. glaskunstwerkstatt. at/images/aetzung-detail. jpg (10. 12. 2008)