Herausforderungen im Zusammenhang mit der Mosel und den

















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Herausforderungen im Zusammenhang mit der Mosel und den Hitzeperioden CLI-Sitzung vom 7. November 2019
Geografischer Kontext • Aufgrund der Lage des Standorts, etwa 3 km von der Mosel entfernt, sind zur Kühlung der Blöcke aus Sicherheitsgründen zwei Wasserversorgungen vorgesehen: – eine über die Mosel, – und eine über den hierzu geschaffenen Mirgenbach-Stausee in der Nähe des Standorts
Wofür wird Wasser benötigt? Produktion V max. 3 m³/s Sicherheit / Wärmepuffer Vieux Pré: Einrichtung für EDF GEH + KKW und Agence de l’eau (Unterstützung) V Mirgenbach: für das KKW geschaffener Stausee Produktion + Sicherheit Mosel
Illustration der Funktionsweise mit der Mosel als Wärmesenke Funktionsweise mit dem Mirgenbach-Stausee als Wärmesenke
Funktionsweise im geschlossenen Kreislauf • Um die Wasserentnahmen und den Wärmeeintrag in die Flüsse zu begrenzen, arbeiten die meisten an Flüssen errichteten KKW mit einem geschlossenen Kreislauf und Kühltürmen. Dies ist auch beim KKW Cattenom der Fall. • Jeder Block ist mit einem Kühlturm verbunden, über den die im Wasser des Kühlkreislaufs vorhandene Wärme abgeführt und zum Großteil in Form von Wasserdampf an die Atmosphäre abgegeben wird. • Außerdem wird das Spülwasser der Kühltürme im Fall des KKW Cattenom vor der Einleitung in die Mosel in den Mirgenbach-Stausee geleitet. • Diese Konfiguration ist eine Besonderheit des KKW Cattenom und findet sich bei keiner anderen Anlage des französischen Kernkraftwerkparks.
Illustration des Funktionsprinzips
Mirgenbach-Stausee - Entstehung • Im Jahr 1985 geschaffenes künstliches Gewässer • Ziele: • Kühlen des Spülwassers der Kühltürme vor der Einleitung in die Mosel • Not-Wärmesenke bei Ausfall der Pumpen zur Wasserentnahme aus der Mosel • Ein Sicherheitselement, Funktionsprinzips ist. das integrierender Bestandteil des • Fläche: 95 ha, Volumen: 7. 300. 000 m³, Tiefe: 7, 7 m, tiefste Stelle 20 m, Umfang 6 km. • Durchschnittliche Dauer des Verbleibs des Spülwassers aus den Kühlkreisläufen im Stausee: ca. 2 Wochen
Mirgenbach-Stausee - Nutzungen • Der Stausee ist für eine technische Nutzung im Zusammenhang mit der Sicherheit bestimmt. • Zweitrangige Nutzung: Der Kraftwerk Cattenom hat beschlossen, am Ufer bestimmte Freizeitaktivitäten (Angeln und Segeln) zu tolerieren. Hierzu wurde zwischen EDF und dem eingetragenen Fischfang- und Gewässerschutzverein „La Fraternelle Pays des 3 Frontières“, der Gemeinde Cattenom und dem Verein „Nauticat“ eine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Diese Vereinbarung sieht insbesondere ein Bade- und Campingverbot vor. Fischen ist nur mit Zurücksetzen des Fangs (No-Kill) zulässig. • Das Baden ist verboten.
Beschränkung des Zugangs zum Stausee • In Betriebsregeln sind die Fälle festgelegt, in denen der Zugang zum Stausee unter besonderen Bedingungen eingeschränkt werden muss. • Bei Niedrigwasser der Mosel (niedriger Durchfluss unter 18, 5 m³ im Tagesmittel oberhalb des Kraftwerks während einer Dauer von mehr als 6 zusammenhängenden Tagen) wird der Zugang zum Stausee eingeschränkt. • Das Fischen, die Wassersport-Aktivitäten und der Zugang zum Stausee werden in diesem Fall ausgesetzt. • Sobald es die Betriebsbedingungen gestatten (nachhaltiger Anstieg der Durchflussmenge der Mosel) wird die Einschränkung wieder aufgehoben.
Warum ist eine Einschränkung des Zugangs vorgesehen? Eine vorbeugende Maßnahme • Die geringere Durchflussmenge der Mosel, durch die der Stausee gespeist wird, könnte nach der Durchleitung durch den Kühlkreislauf des Kraftwerks zu einer vorübergehend überhöhten Konzentration bestimmter chemischer Verbindungen wie Chloriden, Natrium oder Sulfaten führen. • Diese Verbindungen stammen aus Verfahren, durch die Ausbreitung bestimmter Mikroorganismen in den Kühlkreisläufen verhindert werden soll. Diese Verfahren richten sich genau nach den Entscheidungen der ASN aus dem Jahr 2014, deren Einhaltung von den Mitarbeitern des Kraftwerks regelmäßig geprüft wird; die entsprechenden Jahresdaten sind öffentlich. • Darüber hinaus überwacht ein kompetentes externes Labor die Wasserflora und -fauna.
Welche Kommunikation erfolgt bei einer Einschränkung des Zugangs? • Information der Partnervereine und der Bürgermeister der nahe gelegenen Gemeinden sowie der Behörden. • Vom Kraftwerk Cattenom installierte Barrieren und Schilder mit Absperrungen an den Zugangsstellen zur Information über die Beschränkung des Zugangs und die industrielle Nutzung des Stausees.
Die Vieux-Pré-Reserve Die EDF-Wasserkraftanlage Vieux-Pré bestehend aus mehreren, sich ergänzenden Anlagen: • Eine große, ca. 70 m hohe Staumauer, durch die ein oberer Stausee, genannt „Lac de Pierre Percée“, angestaut wird. • Ein unteres Becken zur Wasserversorgung, genannt „Lac de La Plaine“. Dieser See, der über eine kleinere Staumauer verfügt, ist mit dem Fluss La Plaine verbunden, der in die Meurthe, einen Nebenfluss der Mosel, fließt. • Ein Wasserkraftwerk am Ufer des Lac de La Plaine, das über eine unterirdische Leitung mit dem Lac de Pierre Percée verbunden ist.
Die Vieux-Pré-Stauseen - Aufgaben • Ausgleich der Wasserverdampfung in den Kühltürmen des Kernkraftwerks Cattenom, dieses Wasser wird während des Betriebs der Kraftwerksblöcke aus der Mosel entnommen. • Diese Stauseen erfüllen keine Aufgaben für die Sicherheit der Anlagen. • Bei Niedrigwasser der Mosel – d. h. beim niedrigsten mittleren Wasserstand – und wenn die mittlere Durchflussmenge der Mosel oberhalb des Kraftwerks weniger als 26 m³/s beträgt, wird die Wasserverdampfung in den Kühltürmen des Kraftwerks durch Wasser aus den Vieux-Pré-Stauseen ausgeglichen. • Garantie der natürlichen Durchflussmenge der Mosel an der luxemburgischen Grenze. • Der Anteil der Vieux-Pré-Reserve, der vom Kraftwerk zum Ausgleich der Durchflussmenge der Mosel verwendet werden kann, ist durch eine dreiseitige Vereinbarung zwischen dem Kraftwerk, der Groupe d’Exploitation Hydraulique und der Agence de l’eau geregelt. • Sollte die Wassermenge der Reserve nicht mehr ausreichen, ist das Kraftwerk Cattenom in der Lage, seine Produktion zu drosseln, um die Verdampfungsmenge in den Kühltürmen und somit die aus der Mosel entnommene Wassermenge zu reduzieren.
Die Vieux-Pré-Stauseen - Kontrolle • Jährliches Treffen für das Rhein-Maas-Becken mit Anwesenheit von Vertretern der Groupe d’Exploitation Hydraulique Rhin, des Kernkraftwerk Cattenom und der Engineeringabteilung von EDF, um: - die hydrologische Situation des Beckens anzusprechen und seine Wasserreserven im Hinblick auf die winterliche Niederschlagsmenge auszuwerten - eine Prognose auf der Grundlage von Statistiken, die insbesondere auf historischen Daten beruhen, vorzunehmen. • Abhängig von den Prognosen für die Wasserreserven muss das Kraftwerk Cattenom gegebenenfalls bei Bedarf seine Produktionsplanung in Verbindung mit dem Strombedarf anpassen.
Bei Hitzeperioden Die Erwärmung der Mosel darf einen durch Ministerialverordnung festgelegten Grenzwert nicht überschreiten. Prüfung dieser Anforderung: Die Erwärmung der Mosel wird laufend berechnet und registriert. Nach den geltenden Vorschriften darf die Temperatur der Mosel an der Abwassereinleitung nicht mehr als 1, 5 °C über der Oberlauftemperatur liegen. Außerdem ist unabhängig von der Oberlauftemperatur der Mosel keine Einleitung von Wasser mit mehr als 28 °C zulässig. Die Frage der Drosselung der Produktion des Kraftwerks Cattenom stellt sich, wenn die Temperatur des Mirgenbach-Stausees oder Mosel oberhalb des KKW mehr als 28 °C beträgt.
Kurz gesagt: eine anpassbare Produktion Um klimatischen Extremsituationen wie Hitzewellen standzuhalten, sind Annahmen in Bezug auf die maximalen Wassertemperaturen bereits in die Planung des Kraftwerks Cattenom eingeflossen. Darüber hinaus wurden spezielle betriebliche Verfahren eingeführt: Möglichkeit zur Drosselung der Produktion, sofern notwendig

















