Vom Kernlehrplan zum Hauscurriculum Schritt fr Schritt Anleitung

















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Vom Kernlehrplan zum Hauscurriculum Schritt – für – Schritt – Anleitung für die Fachkonferenzen 1 Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius
Einarbeitung in den Kernlehrplan Orientierung im Aufbau des neuen KLP Klärung der didaktischen Grundlagen und grundlegender Begriffe Schaffung einer Verständigungsbasis für gemeinsame Absprachen aller weiteren Aktivitäten, die innerhalb der Fachkonferenzen erfolgen sollen 2 Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius
Orientierung am Output Mit der Generation der Kernlehrpläne findet ein Wechsel von der Inputorientierung zur Outputorientierung statt. Es wird nicht mehr im Detail vorgeschrieben, was im Unterricht durchzunehmen ist, sondern was am Ende eines Lernabschnitts bei den Schülerinnen und Schülern an Wissen und Können erwartet wird. Diese Erwartungen werden in Form von überprüfbaren Kompetenzerwartungen konkretisiert. ØWelche Kompetenzen sollen bis zum Ende des Bildungsabschnitts erworben werden? ØWelcher Inhalt ist geeignet, um diese Kompetenzen zu entwickeln? ØWie muss auf dieser Grundlage die Lernsituation gestaltet sein? 3 Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius
Obligatorik und Freiraum Obligatorik der KLP: • deutliche Reduktion fachlicher Vorgaben • Festlegung von fachlichen Kompetenzen Einbindung der Fachkonferenzen: • Überprüfbarkeit tatsächlich erreichter Ergebnisse • Rechenschaftslegung und Verantwortung Freiraum: • Gestaltungsspielraum bei der didaktischen und methodischen Umsetzung der Vorgaben 4 Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius
Kompetenzerwartungen • Kompetenzen sind immer wissensbasiert. • F. E. Weinert hat 2001 die heute in Deutschland meistzitierte Variante einer Definition von Kompetenzen formuliert. Danach sind Kompetenzen „die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können“ 5 Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius
Globalkompetenz Das oberste Leitziel des Fachunterrichts ist die Ausbildung einer Globalkompetenz. Der Erwerb der fachlichen Globalkompetenz ist gleichbedeutend mit der Entwicklung von Handlungsfähigkeit in fachlichen Belangen. 6 Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius
Aufgaben der Fachkonferenz Die Aufgaben der Fachkonferenz sind im Schulgesetz § 70 (3 und 4) festgelegt: (3) Die Fachkonferenz berät über alle das Fach oder die Fachrichtung betreffenden Angelegenheiten einschließlich der Zusammenarbeit mit anderen Fächern. Sie trägt Verantwortung für die schulinterne Qualitätssicherung und -entwicklung der fachlichen Arbeit und berät über Ziele, Arbeitspläne, Evaluationsmaßnahmen und -ergebnisse und Rechenschaftslegung. (4) Die Fachkonferenz entscheidet in ihrem Fach insbesondere über 1. Grundsätze zur fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit, 2. Grundsätze zur Leistungsbewertung, 3. Vorschläge an die Lehrerkonferenz zur Einführung von Lernmitteln. 7 Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius
Aufgabe des Hauscurriculums Auf der Grundlage des Kernlehrplans verfasst die Fachkonferenz ein schulinternes Hauscurriculum. Dabei dient das Hauscurriculum der fiktiven Schule, das im Lehrplannavigator exemplarisch angelegt wurde, als Orientierung. 8 Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius
Der Weg der Erarbeitung Erfassung und Beschreibung der Ausgangssituation im Fach an der Schule vor Ort Zusammentragen von bewährten Unterrichtsvorhaben jeder/s Fachlehrerin/s Abgleich der Unterrichtsvorhaben mit allen Vorgaben des Kernlehrplans Vereinbarungen über • die Zuordnung der Unterrichtsvorhaben und Kompetenzerwartungen zu den Jahrgangsstufen • die Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit • die Grundsätze der Leistungsbewertung • die Lehr- und Lernmittel • fach- und unterrichts-übergreifende Fragen • Qualitätssicherung und Evaluation Formulierung des Haus-Curriculums 9 Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius
1. Erfassung und Beschreibung der Ausgangssituation im Fach • Abgleich der Unterrichtsverteilung Sek. I vor Ort mit der Stundentafel im Schulgesetz • Ressourcen – Personale Ressourcen • Welche Lehrkräfte stehen mit wie viel Arbeitszeit zur Verfügung? • Wie hoch ist der Anteil fachfremden Unterrichts? – Räumliche und mediale Ressourcen • Wie viele Fachräume mit welcher Ausstattung stehen zur Verfügung? – Institutionelle Ressourcen • Welche Kooperationen mit anderen Institutionen bestehen? • Welche besonderen fachlichen Einrichtungen sind vorhanden (AGBereich, Profilklasse)? 10 Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius
2. Zusammentragen der Unterrichtsvorhaben 11 • Sichtung der Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans • Orientierung in den Inhaltsfeldern des Kernlehrplans • Sammlung von bewährten Unterrichtsvorhaben jeder/s Fachlehrerin/s, die geeignet erscheinen, die Vorgaben des Kernlehrplans zu erfüllen Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius
3. Zuordnung der Kompetenzerwartungen zu den Unterrichtsvorhaben In Form von Karteikarten ausgedruckt, lassen sich die Kompetenzerwartungen leicht zuordnen oder verschieben. Textiles unter selbst entwickelten Fragestellungen analysieren und dabei ihre Kenntnisse der Form- und Farbgestaltung, Material und Verwendung mit einbeziehen textile Gegenstände unter einer leitenden, differenziert angelegten Aufgabenstellung aus den Bereichen der Form- und Farbgestaltung, Material und Verwendung entwerfen und realisieren sachbezogene Kriterien zur Bewertung von Gestaltungsund Präsentationsergebnissen selbstständig entwickeln und Ergebnisse unter Anwendung der Fachsprache sachbezogen und differenziert darstellen prüfen 12 Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius
Abgleich mit den Vorgaben des Kernlehrplans Jedes Inhaltsfeld und alle inhaltlichen Schwerpunkte müssen durch die gesammelten Unterrichtsvorhaben abgedeckt sein! Alle konkretisierten Kompetenzerwartungen müssen im Hauscurriculum aufgegriffen werden! „Blinde Flecken“, also noch nicht ins Hauscurriculum eingearbeitete Vorgaben, werden gefüllt. Dazu müssen noch zusätzlich Unterrichtsvorhaben entwickelt werden, die offen gebliebene Vorgaben abdecken. 13 Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius
4. Weitere Vereinbarungen und Festlegungen der Fachkonferenz 14 • Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit • Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung • Lehr- und Lernmittel • Entscheidungen zu fach- und unterrichts-übergreifenden Fragen • Qualitätssicherung und Evaluation Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius
5. Formulierung des Haus-Curriculums 15 Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius
Evaluation • regelmäßige Evaluation der getroffenen Vereinbarungen (z. B. jährlich in einer Fachkonferenz) – Sind die angestrebten Kompetenzen mit den Unterrichtsvorhaben erreichbar? – Ist der kontinuierliche Aufbau von Fachkompetenzen (bezogen auf Fachbegriffe, Fachmethoden, Fähigkeiten und Fertigkeiten) abgesichert? – Sind Jahrgänge unterrichtlich überfrachtet oder unterfordert? – Bleiben im Curriculum ausreichend Freiräume? 16 Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius
Denken vom Ergebnis her: Kompetenzorientierung als zentrales Steuerungsprinzip und didaktisches Prinzip 17 Peter Dobbelstein Arne Prasse Axel Sohnius

















