Die Mythologie der Menschpfung Religionsgeschichtlicher Vergleich mit Mesopotamien












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Die Mythologie der Menschöpfung Religionsgeschichtlicher Vergleich mit Mesopotamien
Das Enuma elisch Die Erschaffung der Menschen erfolgt auf Geheiß des Gottes Marduk („Als Marduk die Rede der Götter hörte, bekam er den Wunsch, kunstvolle Dinge zu schaffen. . . ‚Ich will Blut zusammenbringen und Knochen formen, ich will den Lullu ins Leben rufen, dessen Name „Mensch“ sein soll. ‘) Die Erschaffung der Menschen erfolgt dann durch das Blut des Gottes Kingu, der auf diese Weise für einen Akt der Rebellion bestraft wird.
Das Atrachasisepos „Als die Götter (auch noch) Mensch waren“ Die Erschaffung des Menschen Motivation: Der höchste Gott Enlil kann sich nur mit Mühe einem Aufstand der niederen Götter (Igigu) erwehren, die nicht mehr bereit sind, „den Tragkorb zu schleppen. “ Dem will Enlil nun Abhilfe schaffen, indem er die Menschen erschafft. In gewisser Weise sind Menschen damit ein Untergeschlecht der Götter. Durchführung: Die Anthropogonie vereint eine ganze Reihe von Motiven unterschiedlicher Art; dazu gehören: die Rolle der Muttergottheit Mami („der Mutterleib“); der Gott Enki soll den Lehm bereitstellen, aus dem die Menschen geformt werden; weiterhin ersinnt Enki den konkreten Plan: eine Gottheit soll geschlachtet werden, mit deren Fleisch und Blut der Lehm übergossen wird, dieser Gott ist Geschtue, der Gott der Planungsfähigkeit; bei der Erschaffung der Menschen steuern schließlich die Igigu Speichel bei.
Die Menschöpfung nach einem Keilschriftfragment (VAT 17019/BE 13383) In Z. 7 ist von Feindschaft unter den Göttern die Rede, die Muttergottheit offenbar veranlasst, den Menschen zu schaffen. Dies geschieht, indem sie aus Lehm eine Figur formt, die sie kunstfertig ausgestaltet und deren Leib sie schmückt. Vollendet (und belebt? ) wird das neue Geschöpf, indem Enlil dessen Leibesform vollendet und es ansieht (Z. 23– 29): Ellil, der Held der großen Götter, [… ]… er ihn sah, strahlte [sein] Ge[sicht], […… in der Ver]sammlung der Götter schaute er […] von allen Seiten an, […………………] … seine Leibesform vo[llendete er]. [………………. . El]lil, der Held der großen Götter, [lullu Mensch (? )] machte er zu seinem Namen; [die Fron]arbeit der Götter ihm aufzuerlegen befahl er.
Von der Erschaffung des Lullu Menschen wird in einem zweiten ‚Arbeitsgang‘ die Er schaffung des „königlichen Menschen“ unterschieden(Z. 30– 41): Ea hub an zu sprechen, indem (sic!) an Bēlet-Ilī das Wort richtete: «Bēlet-Ilī, die Herrin der großen Götter, bist du. Du hast den lullû Menschen geschaffen: bilde nun den König, den überlegend entscheidenden Menschen! Mit Gutem umhülle seine ganze Gestalt, gestalte seine Züge harmonisch, mach schön seinen Leib!» Da bildete Bēlet-Ilī den König, den überlegend entscheidenden Menschen. Es gaben dem König den Kampf die [großen] Götter. Anu gab ihm die Krone, Ellil ga[b ihm den Thron], Nergal ab (sic!) ihm die Waffen, Ninurta g[ab ihm gleißenden Glanz], Bēlet-Ilī gab [ihm ein schönes Aus]sehen. Anweisung gab Nusku, erteilte Rat und sta[nd ihm zu Diensten].
Das Gilgameschepos
Das Gilgameschepos I. Der ‚ungeformte‘ Gottmensch: Gilgamesch, seit dem Tage, an dem er geboren wurde, ist sein Name herrlich. Zwei Drittel an ihm sind Gott, ein Drittel nur Mensch. Das Bild seines Leibes hat ihm die Mach. . . Sie bereitete seine Gestalt. . . ist prächtig In den Hürden von Uruk geht er einher, Wilde Kraft setzt er ein gleich dem Wildstier, erhabenen Schrittes! Keinen Nebenbuhler hat seiner Waffen Aufbruch! Durch seine Trommel sind dauernd im Gang seine Gesellen. Immer neu regten sich auf die Mannen von Uruk über willkürliches Tun. » Nicht läßt Gilgamesch den Sohn zum Vater. Am lichten Tag und bei Nacht bäumt er sich wild auf. Gilgamesch ist der Hirte von Uruk Gart, Übermächtig, stattlich, kundig und weise! Nicht läßt Gilgamesch die Jungfrau zum Geliebten, ¶ Die Tochter des Helden, die Gemahlin des Mannen. « Ihre Klage hörten so oft die großen Götter, Die Götter des Himmels riefen Uruks Herrscher Anu: » Schufest nicht du den trotzigen Wildstier? Keinen Nebenbuhler hat seiner Waffen Aufbruch. Durch die Trommel sind aufgestört seine Gesellen;
II. Die Erschaffung des Enkidu als Gegenpart zu Gilgamesch: Kaum daß Aruru dieses hörte, Schuf sie sich im Herzen, was Anu befahl; Aruru wusch sich die Hände, Kniff sich Lehm ab, warf ihn draußen hin. Enkidu, den gewaltigen, schuf sie, einen Helden, Einen Sprößling der Nachtstille, mit Kraft beschenkt von Ninurta Mit Haaren bepelzt am ganzen Leibe; Mit Haupthaar versehen wie ein Weib: Das wallende Haupthaar, ihm wächst‘s wie der Nisaba! Auch kennt er nicht Land noch Leute: Bekleidet ist er wie Sumukan! So verzehrt er auch mit den Gazellen das Gras, Drängt er hin mit dem Wilde zur Tränke, Ward wohl seinem Herzen am Wasser mit dem Getier.
III. Enkidus Mannwerdung: Sexualität als Weg zur Weisheit Sechs Tage und sieben Nächte war Enkidu auf, Daß er die Schamkat beschlief. Als er von ihrem Genusse satt war, Richtet‘ er sein Antlitz hin auf sein Wild: Da sie ihn, Enkidu, sahen, Sprangen auf und davon die Gazellen, Wich von seinem Leibe das Wild der Steppe. Anspringen ließ Enkidu seinen gereinigten Leib, Doch ihm versagten die Knie, da hinwegging sein Wild. Gehemmt wurde Enkidu, seines Laufens ist nicht wie zuvor. . Die Schamkat sprach zu ihm, zu Enkidu: » Weise bist du, Enkidu, bist wie ein Gott! Warum läufst du in die Steppe mit dem Getier? Komm, ich führ dich hinein nach Uruk Gart, Zum strahlenden Tempel, dem Wohnsitz von Anu und Ischtar! Wo Gilgamesch ist, vollkommen an Stärke, Und wie ein Wildstier seine überragende Kraft erprobt an den Mannen! «
IV. Die Freundschaft zwischen Gilgamesch und Enkidu » Bitterlich klagt er. . . Nicht hat Enkidu Vater und Mutter; Sein loses Haupthaar wurde niemals geschnitten, In der Steppe ist er geboren, so erzog ihn niemand. « Es stand Enkidu da, er vernahm seine Rede, Seine Augen füllten mit Tränen sich, Weh ward ihm zumute, . . . mühte er sich ab; Enkidus Augen füllten mit Tränen sich, Weh ward ihm zumute, . . . mühte er sich ab. Sie faßten einander, zusammen sich setzend, Die Hände verschrankend wie Liebende — . . .
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