Seminar Technische Informatik wissenschaftliches Schreiben Donnerstag 16 04
Seminar Technische Informatik wissenschaftliches Schreiben Donnerstag, 16. 04. 2009 Stephan Schröder Computer Systems and Telematics (CST) FU Berlin http: //cst. mi. fu-berlin. de
Lernziele im Seminar Einarbeiten in ein unbekanntes Thema - Weitere (gute) Quellen finden - Inhalt hinterfragen - Stimmt das, was da geschrieben steht? - Aussagen mit weiteren Quellen vergleichen Exzerpieren - Was ist für das Verständnis wesentlich? - Was ist zusätzliches/vertiefendes Detail? Selbständiges wissenschaftliches Arbeiten - Selbständiges Formulieren (kein Abschreiben) - Wissenschaftliches Schreiben - Klar formuliert, logisch & schlüssig, Fachbegriffe, Quellen Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 2
Literatur Dieser Vortrag basiert hauptsächlich auf dem Buch „writing For Computer Science“ von Justin Zobel • Gutes Buch • 250 Seiten lang Empfohlener Artikel: „Writing Technical Articles“ von Henning Schulzrinne • Übersichtlich • Auf der Seminarseite verlinkt unter „Technical Writing and Presentation“ • Lesen!!! Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 3
Mit dem Schreiben eines Papers beginnen Wichtige Fragen zum Umfang eines Papers • Was sind meine Ziele beim Schreiben des Papers? • Welches Problem wird behandelt • Was sind überraschende Ergebnisse? • Welche Annahmen und Definitionen müssen genannt werden? • Wer ist die Zielgruppe des Papers? Diese Fragen beantworten, die Struktur folgt später. Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 4
Erzähl eine Geschichte Das Ziel eines Papers ist, den Leser zu weiter zu bilden. • Von bekanntem Wissen zu neuem Wissen • Von Ideen zu Ergebnissen • Das Paper muß logisch in sich geschlossen sein, d. h. Kernfragen müssen beantwortet worden sein. • Standardstruktur: Problembeschreibung, Betrachtung der bisherigen Lösungen mit ihren Schwachstellen, Vorstellen der neuen Lösung und wie diese das Problem besser löst als seine Vorgänger Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 5
Organisation des Papers • Wissenschaftliche Texte unterliegen einer gewissen Form, die es dem Leser ermöglicht, schnell zu entscheiden, ob ein Paper für ihn interessant ist. • Ein Paper wird meistens nur überflogen, die Ergebnisse müssen also deutlich sein. Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 6
Aufbau Titel des Papers und Autor • Nur der Name des Autors (der Autoren), nicht die Position, bzw. der Titel des Autors • Erstellungsdatum, damit die Aktualität des Papers bewertet werden kann. Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 7
Aufbau Abstrakt • Besteht aus einem Absatz mit 50 bis 200 Wörtern. • Sollte die Relevanz für den Leser klären. • Ist eine Zusammenfassung der Ziele, des Problembereichs und der Schlussfolgerungen des Papers. • Sollte möglichst kurz gehalten werden. Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 8
Aufbau Einführung • Die Einführung ist eine ausführlichere Version des Abstraktes. • Welches Thema wird behandelt? • Welches sind wichtige Referenzpaper? • Herangehensweise und Gültigkeitsbereich der Ergebnisse • Motivation: Warum ist das Thema interessant? Typischer Aufbau der Einführung 1. 2. 3. 4. 5. Eine generelle Aussage über das Forschungsgebiet. Eine Erklärung des zu lösenden Problems (Schwierigkeit, Hürden). Kurze Vorstellung der Standardlösungen und deren Gültigkeitsbereich. Ein Entwurf der neuen Lösung. Eine Zusammenfassung wie die neue Lösung bewertet wurde und was dabei herausgekommen ist. Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 9
Aufbau Hauptteil • In Sektionen unterteilt • Definitionen und Hypothesen der Hauptkonzepte • Unabhängig vom Rest des Papers lesbar • Häufige Komponenten: -Hintergrund -Standardlösungen -Vorschläge -Design der Experimente -Ergebnisse -Diskussion Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 10
Aufbau Zusammenfassung • Sollte kurz die wichtigsten Aussagen des Papers zusammenfassen. • Welchen Grenzen unterliegen diese Aussagen? • Ausblick über den gegebenen Kontext hinaus, Spekulation ist erlaubt • Welche Fragen wurden nicht beantwortet? • Welche Schlussfolgerungen ergeben sich aus der Sammlung von Daten, die der Rest des Papers darstellt? Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 11
Aufbau Literatur • Eine komplette Liste aller wissenschaftlichen Arbeiten (Artikel, Bücher, etc. ), die innerhalb des Papers verwendet wurden. Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 12
Gedanken • Zuerst sollte der Hauptteil, dann die Zusammenfassung geschrieben werden. Wenn diese stimmen ist es Zeit für die Einführung und den Abstrakt. • Inhaltliche Wiederholungen in Abstrakt, Einführung, Hauptteil und Zusammenfassung sind unvermeidbar. Sie ermöglichen es dem Leser, schnell zu entscheiden, ob des Paper für ihn interessant ist oder nicht. Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 13
Geistiges Eigentum Wissenschaft ist auf Vertrauen aufgebaut, weshalb Verstöße extrem ernst behandelt werden. In der Regel wird die betreffende Person aus dem wissenschaftlichen Betrieb entfernt. Es geht um das Erbringen eigener kreativer Leistung Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 14
Geistiges Eigentum Folgen von Plagiaten innerhalb des Seminars - Ausschluss aus dem Seminar - Ggf. weitere Konsequenzen Um kein Plagiat zu begehen sind folgende Richtlinien einzuhalten: - Kennzeichnungspflicht fremder Arbeiten: Quelle, Verfasser - Wörtliche Zitate vermeiden • Nur wenn unbedingt notwendig • Mit Anführungszeichen („“) und Quellenangabe kennzeichnen - Abbildungen • sollten selbst angefertigt werden • aus anderen Quellen sind klar zu kennzeichnen Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 15
Wikipedia ist nicht referenzierbar, da die Aussagen dort - nicht final sind - nicht auf wissenschaftlichen Konsens beruhen Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 16
Allgemeine Hinweise und Regeln “Technical Writing and Presentation” auf der Webseite - Weitere Informationen zur Erstellung einer Ausarbeitung - Empfohlener Artikel: „Writing Technical Articles“ von Henning Schulzrinne Rechtzeitig Feedback einholen! - Frühzeitig Betreuer kontaktieren - Probleme nicht erst kurz vor dem Abgabetermin besprechen Das Seminar ist kein Deutsch/Englischkurs - Keine offensichtlichen Rechtschreibfehler - Ablehnung der Arbeit bei zu schlechter Qualität Ausarbeitung von Kommilitonen gegenlesen lassen - Was ist unklar? Was ist redundant? - Sprache? Fehler? Präsentation? Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 17
Termine und Deadlines des Seminars Datum To. Do 11. 05. Abgabe der Ausarbeitung (per Email) 12. 05. Verteilung der Gutachten (per Email) 1. 06. Abgabe der Gutachten (per Email) 2. 06. Rückgabe der Gutachten (per Email) 20. 06. Abgabe der Ausarbeitung und Folien (per Email) Juli Vorträge als Blocktermine Stephan Schröder ▪ cst. mi. fu-berlin. de 18
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