Lrm und Raumordnung Impulsvortrag Dipl HTLIng Christoph Lechner

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Lärm und Raumordnung Impulsvortrag Dipl. -HTL-Ing. Christoph Lechner 2013 -10 -15 Lärm und Raumordnung

Lärm und Raumordnung Impulsvortrag Dipl. -HTL-Ing. Christoph Lechner 2013 -10 -15 Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner

Inhalt • Bedeutung der Flächenwidmung in der Schalltechnik und im Lärmrecht • Der Spagat

Inhalt • Bedeutung der Flächenwidmung in der Schalltechnik und im Lärmrecht • Der Spagat zwischen Emission und Immission • Das Tool der strategischen Lärmkarten • Ziele und Visionen • Diskussion Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner

Wenn eine Flächenwidmung auf einem Grundstück ausgewiesen ist, bedeutet dies • Grundanforderung an die

Wenn eine Flächenwidmung auf einem Grundstück ausgewiesen ist, bedeutet dies • Grundanforderung an die Dimensionierung der Außenbauteile von Bauwerken • Festlegung für die schalltechnische Dimensionierung von haustechnischen Anlagen • Merkmal für zulässige Baulärmimmissionen • Basis für zulässige Anlagengeräusche aus der Umgebung • Festlegung von zulässigen Erschütterungseinwirkungen • Abwehranspruch für untypische Lärmeinwirkungen • Anwendungsfall für Aktionsplanung nach Umgebungslärm RL • usw. Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner

Bsp. : Dimensionierung baulicher Schallschutz; maßgeblicher Außenlärmpegel durch Zuordnung zu einer Baulandkategorie Planungsrichtwerte für

Bsp. : Dimensionierung baulicher Schallschutz; maßgeblicher Außenlärmpegel durch Zuordnung zu einer Baulandkategorie Planungsrichtwerte für gebietsbezogene Schallimmissionen Bauland- Kategorie A-bewerteter äquivalenter Dauerschallpegel, LA, eq Gebiet d. B bei Tag bei Nacht 1 Ruhegebiet, Kurgebiet 45 35 2 Wohngebiet in Vororten, Wochenendhaus-Gebiet, ländliches Wohngebiet 50 40 3 städtisches Wohngebiet, Gebiet für Bauten land- und forstwirtschaftlicher Betriebe mit Wohnungen 55 45 4 Kerngebiet (Büros, Geschäfte, Handel und Verwaltung ohne Schallemission sowie Wohnungen), Gebiet für Betriebe ohne Schallemission 60 50 5 Gebiet für Betriebe mit geringer Schallemission (Verteilung, Erzeugung, Dienstleistung, Verwaltung) 65 55 Tabelle 1 nach ÖNORM B 8115 -2 Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner

Bauteile von zu schützenden Räumen (Aufenthaltsräumen) Mindestschallschutz (R’res, w, R’w, Rw bzw. Rw +

Bauteile von zu schützenden Räumen (Aufenthaltsräumen) Mindestschallschutz (R’res, w, R’w, Rw bzw. Rw + Ctr in d. B) für maßgebliche Außenlärmpegel-Stufen in d. B Spalte 1 2 3 4 5 6 7 Zeile Stufe A, B, C D E F G H I 1 Tag ≤ 50 51 bis 55 56 bis 60 61 bis 65 66 bis 70 71 bis 75 76 bis 80 2 Nacht ≤ 40 41 bis 45 46 bis 50 51 bis 55 56 bis 60 61 bis 65 66 bis 70 3 1, 2 3 4 5 – – Entspricht den Richtwerten der Tabelle 1, Zeile(n) 4 Wohngebäude, -heime, Hotels, Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Kurgebäude etc. – Außenbauteile gesamt 5 R’res, w 33 38 38 43 43 48 53 6 Rw 43 43 43 48 48 53 58 7 Rw Rw + Ctr 28 23 33 28 38 33 43 38 48 43 8 – Gebäudetrennwände 3) je Wand R’w 52 52 9 – Decken und Wände gegen Dachböden R’w 42 42 42 47 47 10 – Decken und Wände gegen Durchfahrten und Garagen R’w 60 60 11 Opake Außenbauteile 1) Fenster und Außentüren 1) 2) Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner

Der Spagat zwischen Emission und Immission Die Standplatz- bzw. Flächenwidmung aufgrund der örtlichen und

Der Spagat zwischen Emission und Immission Die Standplatz- bzw. Flächenwidmung aufgrund der örtlichen und überörtlichen Raumplanung muss grundsätzlich so erfolgen, dass Störungen durch Schallimmissionen (Einwirkungen des von einem oder mehreren Emittenten verursachten Schalls auf ein Gebiet und/oder auf einen Standplatz) vermieden werden. Jedem Standplatz kann einerseits eine bestimmte Schallemission zugeordnet werden, andererseits besteht ein gewisser Ruheanspruch (d. h. eine gewisse Immissionsgrenze). Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner 6

Der Spagat zwischen Emission und Immission Da verschiedene Einrichtungen sowohl unterschiedliche Schallemissionen als auch

Der Spagat zwischen Emission und Immission Da verschiedene Einrichtungen sowohl unterschiedliche Schallemissionen als auch unterschiedliche Ruheansprüche haben, ist es zweckmäßig, Einrichtungen gleicher Schallemission bzw. gleichen Ruheanspruches auf entsprechenden Flächen zu vereinen, sodass z. B Wohngebiete oder Industriegebiete entstehen. Ist die einheitliche Widmung größerer zusammenhängender Flächen nicht möglich, dann ist die Schallemission bzw. der Ruheanspruch der einzelnen Standplätze zu berücksichtigen. „Gemischte Gebiete“ bergen erfahrungsgemäß die Gefahr gegenseitiger Störung. Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner 7

Der Spagat zwischen Emission und Immission Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph

Der Spagat zwischen Emission und Immission Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner 8

Der Spagat zwischen Emission und Immission Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph

Der Spagat zwischen Emission und Immission Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner 9

Umgebungslärmrichtlinie Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner 10

Umgebungslärmrichtlinie Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner 10

Ziele • Gewährleistung eines hohen Gesundheits- und Umweltschutzniveaus • Ermittlung der Belastung durch Umgebungslärm;

Ziele • Gewährleistung eines hohen Gesundheits- und Umweltschutzniveaus • Ermittlung der Belastung durch Umgebungslärm; strategische Lärmkarten • Sicherstellung der Information der Öffentlichkeit • Erstellung von Aktionsplänen • Grundlage für die Einführung von Gemeinschaftsmaßnahmen zur Lärmminderung Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner 11

Kompetenzverteilung Bund Straßen A und S (A 12, A 13, S 16) Bahnlinien (Inntal,

Kompetenzverteilung Bund Straßen A und S (A 12, A 13, S 16) Bahnlinien (Inntal, Wipptal, Wörgl – Saalfelden) Flughäfen (Innsbruck) IPPC Anlagen in Ballungsräumen (Deponie Ahrental) Landesstraßen (500 km!) Ballungsräume (ausgenommen Bundeskompetenzen) IPPC Anlagen in Ballungsräumen in Landeskompetenz (Delegierungsmöglichkeit auch von Bundes IPPC Anlagen) Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner 12

Beispiel http: //tiris. tirol. gv. at Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph

Beispiel http: //tiris. tirol. gv. at Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner

Beispiel http: //tiris. tirol. gv. at Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph

Beispiel http: //tiris. tirol. gv. at Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner

Beispiel http: //www. laerminfo. at Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner

Beispiel http: //www. laerminfo. at Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner

Beispiel http: //www. laerminfo. at Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner

Beispiel http: //www. laerminfo. at Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner

Ziele und Visionen • gegenseitige Störung vermeiden ist nur ein Thema! • widmungsgerechte Nutzung

Ziele und Visionen • gegenseitige Störung vermeiden ist nur ein Thema! • widmungsgerechte Nutzung für alle Grundstücke im Planungsraum • keine Lärmstörungsfälle planen keine Aktionsplanung auf neuen Flächen! => potenzielle Konflikte vermeiden Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner 17

potenzielle Konfliktfälle liegen jedenfalls dann vor, wenn a) aneinandergrenzende Widmungen Kategorien aufweisen, welche sich

potenzielle Konfliktfälle liegen jedenfalls dann vor, wenn a) aneinandergrenzende Widmungen Kategorien aufweisen, welche sich um mehr als eine Kategorie unterscheiden; b) zwischen schallemittierenden und schützenswerten Widmungen, die sich um mehr als eine Kategorie unterscheiden, kein ausreichender Abstand gewahrt ist; c) durch die Nutzung einer Kategorie induzierte Verkehr auf öffentlichen Straßen um mehr als 30% steigt, dies getrennt betrachtet für PKW und LKW; d) die vorhandene Schallimmission aus Hauptverkehrsträgern im Sinne der Umgebungslärmrichtlinie den Planungswert für die beabsichtigte schützenswerte Widmung übersteigt (hier gilt der Lden für den Planungswert am Tag und der Lnight für den Planungswert in der Nacht) und e) eine Mischgebietswidmung erfolgen soll. Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner 18

Fragen – Anregungen - Kontakt gerne an Dipl. -HTL-Ing. Christoph Lechner Amt der Tiroler

Fragen – Anregungen - Kontakt gerne an Dipl. -HTL-Ing. Christoph Lechner Amt der Tiroler Landesregierung Abt. Emissionen Sicherheitstechnik Anlagen Herrengasse 1 -3 6020 Innsbruck Tel. 0512 508 4162 christoph. lechner@tirol. gv. at Danke für die Aufmerksamkeit! Lärm und Raumordnung | 15. Oktober 2013 Christoph Lechner