Loriot brgerlich BernhardViktor Christoph Carl von Blo Er
Loriot, bürgerlich Bernhard-Viktor Christoph Carl von Bülo. Er war einer der vielseitigsten deutschen Humoristen.
Das Ei, auch das Frühstücksei genannt, ist ein Sketch von Loriot. Der Dialog nimmt die Problematik des „Aneinandervorbei-Redens“ zwischen Mann und Frau, anhand eines banalen und alltäglichen Vorfalls zwischen Eheleuten aufs Korn.
Berta das Ei ist hart! Berta schweigt!
Das Ei ist hart!!! Ich habe es gehört.
Wie lange hat das Ei gekocht? Zu viele Eier sind nicht gesund!
Ich meine wie lange hat dieses Ei gekocht? Du willst es doch immer viereinhalb Minuten haben!
Wieso sind dann die Eier mal zu hart und mal zu weich? Ich weiß es nicht, ich bin kein Huhn!
Kochst Du nach der Uhr? Nein, ich habe es im Gefühl!
Ich hätte gern ein weiches Ei und nicht ein gefühltes weiches Ei! Aha, es ist Dir egal, ob ich viereinhalb Minuten in der Küche schufte!
Nein es ist mir nicht egal, aber wenn Du nur nach Gefühl kochst kann es weich oder hart werden. Eben hast Du gesagt, es ist Dir egal und jetzt ist es Dir nicht egal!
Ich bringe sie um, morgen bring` ich sie um! Gott, seid ihr Männer primitiv!
Das Frühstücksei isst darum jeder Mann, weil er es auch gebrauchen kann. Es stärkt ihm seine Manneskraft was ihm besonders viel Freude am Leben schafft.
Jeden Morgen die Meckerei um das geliebte Frühstücksei. Es ist zu läbbrich, es ist zu hart. Zwischendrin wär es richtig, doch das steht auf einem anderen Blatt. Das Ei ist wieder nicht recht, jetzt wird geflucht und das nicht schlecht. Er steht auf und will gehen und will kein Frühstücksei mehr sehen.
Der Morgen fing ruhig und harmlos an, der Frühstückstisch war schon gedeckt. Ich machte mich gleich an die leckeren Sachen, Marmelade und Ei hatten meinen Appetit geweckt. Doch plötzlich begannen wir zu streiten, der Grund war fast immer gleich. Es ging wie üblich um unwichtige Kleinigkeiten. Heute war es das Ei, es war einfach viel zu weich.
Es flogen die Fetzen wie lange nicht mehr. Die Lautstärke nahm ständig zu. Worte prallten wie Tennisbälle über den Frühstückstisch hin und her. Keiner gab nach, keiner gab Ruh. Dazwischen bellte noch der Hund, das Chaos schien perfekt. Was hat der bloß für einen Grund, dass er sich einfach dazwischen steckt.
Schnell fielen mir noch Dinge ein, um meinen Ärger zu begründen. Denn das Ei allein, das konnte nicht sein, einen solchen Streit zu entzünden. Einige Minuten ging es so weiter, Zorn und Wut mussten mal raus. Niemand von uns wurde gescheiter, wir waren zu hören im ganzen Haus.
Erst langsam begannen wir uns zu fangen, es kehrte allmählich Ruhe ein. Wir waren beide zu weit gegangen und steigerten uns zu tief hinein. Auf einmal war uns klar, der Teufel hatte uns geritten. Wie dumm dieser Streit doch war. Wieso hatten wir uns eigentlich gestritten?
Selbst der Hund schien zu verstehen, er hörte auf mit seiner Bellerei. Endlich hatten wir es eingesehen und der hässliche Streit war vorbei. Wir sahen uns an und mussten lachen und konnten uns wieder vertragen. Solchen Streit werden wir nicht wieder machen. In Zukunft werden wir uns alles in Ruhe sagen.
Als Versöhnung gingen wir mit dem Hund spazieren, vergessen war unser morgendlicher Streit. Er läuft ganz stolz auf allen Vieren neben meiner Frau in ihrem neuen Sommerkleid.
Herr Meier hat ein paar Legehennen, die gern durch meinen Garten rennen. Spät abends wenn die Nacht einbricht, mache ich in meinem Garten Licht. Dann finde ich so manches Ei, habe immer einen Korb dabei. Das darf Herr Meier gar nicht wissen, er würde mich sonst nicht mehr grüßen. Ich höre oft, dass er sich aufregt, weil keines seiner Hühner Eier legt. Wenn er wüsste, wo die ihre Eier legen, würde er sich noch mehr aufregen. Bei mir gibt’s immer frische Eier, doch leider keine beim Herrn Meier.
Liebe Funpot-Freunde, ich verrate jetzt Euch ein Geheimnis. Viele meiner Ideen hole ich mir aus dem Funpot! Bitte hier klicken …tschüss Lucky Weitere Präsentationen von mir findest Du hier!
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