KREON CREON Pankreasenzymarzneimittel zur Behandlung der exokrinen Pankreasinsuffizienz
KREON® / CREON® Pankreasenzymarzneimittel zur Behandlung der exokrinen Pankreasinsuffizienz
Inhaltsverzeichnis 1. Zusammensetzung 2. Kreon® /Creon® Galenik 3. Kreon® /Creon® Indikationen 4. Kreon® /Creon® Darreichungsformen und Dosierung 5. Kreon® /Creon® Fibrosierende Kolonopathie bei 6. Zusammenfassung 1. a. Pankreatin 1. b. Geschichte 1. c. Herstellungsprozess Pharmakodynamische und Pharmakokinetische Eigenschaften: 2. a. Minimikropellets 2. b. Säureschutz 2. c. Adäquate Enzymfreisetzung 2. d. Colipase-Gehalt Mukoviszidose im Kindesalter 2006 2
Zusammensetzung • Wirkstoff: Pankreatin • Hilfsstoffe: Macrogol 4000, dünnflüssiges Paraffin, Hypromellosephthalat, Dimeticon, Dibutylphthalat, Gelatine, Farbstoffe Titandioxid E 171, Eisenoxid E 172. • Magensaftresistente Minimikropellets in Hartkapseln zur oralen Anwendung 2006 3
Pankreatin ein bekannter Wirkstoff! „Pankreatin, der wirksame Bestandteil des Pankreas, wird durch Ausziehen der Bauchspeicheldrüse des Rindes mit Wasser und Fällung der Lösung mit Alkohol als ein trockenes Pulver, oder auch nach Auflösung in Glycerin in flüssiger Form (Pankreatinum liquidum) in den Handel gebracht. Ein neueres, Pankreon genanntes Präparat ist eine Verbindung mit Gerbsäure. Das P. findet gegen Störungen der Darmtätigkeit medizinische Anwendung. “ aus: Mercks Warenlexikon 1919, 6. A. , S. 314 2006 4
Pankreatin • Pankreatin, gewonnen aus Schweinepankreas, ist eine standardisierte und hochaktive Enzymkombination, die dem natürlichen, physiologischen Enzymmuster des menschlichen Pankreas sehr ähnlich ist. • Das Ausgangsmaterial für die Herstellung, die Pankreasdrüsen, wird bei der Schlachtung unter tierärztlicher Kontrolle von gesunden Schweinen entnommen. 2006 5
100 Jahre Erfahrung 2000 Kreon / Creon® 40 000 1996 Kreon / Creon® für Kinder (D) 1995 Kreon / Creon® 10 000 magensaftres. Minimikropellets® 1992 Kreon/ Creon® 25 000 magensaftres. Minimikropellets® 1991 Kreon / Creon® 25 000 magensaftresistente Mikropellets 1982 Kreon / Creon® 8 000 magensaftresistente Mikropellets 1972 Pankreon® Film-Coated Tablette 1964 Pankreon® Granulat 1959 Pankreon® Sugar-Coated Tablette 1900 Pankreon® Tablette + Pankreon® Pulver 2006 6
Herstellungsprozess von Kreon® /Creon® Bauchspeicheldrüsen Zerkleinerung Hydrolyse Hinzufügen von Isopropylalkohol Fraktionierte Ausfällung Fasern Lösliche Bestandteile, Fett Ausgefällte Enzyme Reinigung Wiedergewinnung des Isopropylalkohols Trocknung Verarbeitung der Nebenprodukte Pankreatin 2006 7
Schritt für Schritt 2006 8
Entwicklung pankreatinhaltiger Arzneimittel 2006 9
Mikropelets/Minimikropellets 2006 10
Anforderungen an ein modernes Enzympräparat 1. Vollständige Durchmischung mit dem Speisebrei Minimikropellets 2. Säurestabile Enzympräparation säureresistente Minimikropellets 3. Speisesynchrone Pyloruspassage polydisperse. Die Formen mit maximaler Partikelgröße < 1, 7 mm Galenik ist für die Wirkung entscheidend! 4. Rasche Enzymfreisetzung bei duodenalem p. H-Optimum (5, 5) p. H-sensitive Minimikropellets 5. Große spezifische Oberfläche Minimikropellets 2006 11
Minimikropellets Durchmesser der meisten Mikropellets liegt im Bereich 1, 0 bis 1, 2 mm KREON® 10. 000 KREON® 25. 000 KREON® 40. 000 2006 12
Polydisperse versus monolithische Präparate • Verfügbarkeit des Wirkstoffs (Minimikropellets) • Homogene Vermischung mit dem Chymus (Dispersion) • Zeitgleiche Magenentleerung der Nahrung und der Enzyme • Chymussynchrone Pyloruspassage (Partikelgröße) • Bessere Löslichkeit/Wirkung (↑ spezifische Oberfläche) 2006 13
Pyloruspassage Minimikropellets Dragee/Filmtablette Lippold, B. C. What is the ideal size for entric-coated pancreatin preparations? Drugs made in Germany 41: 52 -56 (1998) 2006 14
Warum sind polydisperse Minimikropellets heutzutage Therapie der Wahl? • optimale (bessere) Vermischung mit der Nahrung • optimale Größe und gute Passage durch Sphinkter Entscheidend für die Wirkung • raschere Enzymfreisetzung • größere spezifische Oberfläche 2006 15
Gibt es Unterschiede zwischen den polydispersen Präparaten? MINIMIKROPELLETS Verfügbarkeit des Wirkstoffs Bessere Vermischung mit dem Chymussynchrone Pyloruspassage (Partikelgröße) Kleinere Partikelgröße = größere Oberfläche 2006 16
Partikelgrößen 2006 Löhr J. -M. et al. in press 17
Einfluß der Partikelgröße auf die Lipidverdauung Measured by the cholesteryl octanoate breath test Adler et al. , Digestion 54 (supp. 2), 1993 2006 18
Vergleich spezifische Oberfläche 19, 3 cm 2/g ↑ spezifische Oberfläche cm 2/g bessere Wirkung 8, 67 cm 2/g 9, 48 cm 2/g 2006 Löhr J. -M. et al. in press 19
Unterschiedliche Partikelgröße! 2006 20
Säureschutz • Durch die Magensaftresistenz (enteric coating) der Minimikropellets bleiben alle Pankreasenzyme, besonders die Lipase, voll erhalten. • Ungeschützte (säuereempfindlichen) Präparate werden zu über 95% durch die Magensäure inaktiviert! Di. Magno et al. 1977 2006 21
Lipasefreisetzung im Duodenum 2006 22
Kreon®/Creon® Lipasefreisetzung 2006 Löhr J. -M. et al. in press 23
Lipasefreisetzung 2006 Löhr J. -M. et al. in press 24
Enzym – Puzzle Colipase Phospholipase A 2 Lipase Protease Amylase Carboxylesterlipase 2006 25
Colipase - Gehalt • Colipase/Lipase – Quotient > 1, 0 • Kreon: Colipase/Lipase – Quotient beträgt 1, 9 • CEL (Carboxylesterlipase) und Phospholipase A 2! • Kreon hat hohe CEL- und Phospholipase A 2 -Gehalte! Sternby 1997 2006 26
Kreon® / Creon® Indikationen A exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) l Mu mp s, Röt eln k o h o l a b u s N a c h G a i ch tom Na tek a re e k an P EPI ose s iszid Mukov t r e k t o m i 2006 e 27
Wer hat eine Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI)? Patienten mit: • Chronischer Pankreatitis, akuter Pankreatitis • Cystischer Fibrose, Zustand nach Pankreatektomie /Pankreaskarzinom • Zustand nach Gastrektomie oder ausgedehnter Dünndarmresektion • Diabetes Mellitus (10 – 35 % aller Diabetiker) • Gallensteinen (bis zu 30 % aller Gallensteinpatienten) • Ermüdung der Bauchspeicheldrüse im Alter • Erkrankungen wie Morbus Crohn und Zöliakie - gelegentlich 2006 28
Darreichungsformen Kreon® / Creon® 10. 000 / Mikropellets Kreon® / Creon® 25. 000 / Mikropellets Kreon® / Creon® 40. 000 / Mikropellets Kreon® / Creon® Granulat Kreon® für Kinder 2006 29
Kreon® / Creon® Dosierung • Richtdosis: ca. 2000 IE Lipase/g Nahrungsfett • 25. 000 -50. 000 Lipase-Einheiten für Hauptmahlzeit und 10. 000 – 25. 000 Lipase-Einheiten für Zwischenmahlzeit • Maximale Tagesdosis ist 10. 000 bis 12. 000 Lipase. Einheiten/kg Körpergewicht • Individuelle Dosierung – Ernährungsberatung, Substitution zu jeder Mahlzeit (auch Zwischenmahlzeiten) • Timing der Medikation (zur Mahlzeiten) • Feste Schemata, z. B. 3 x 1 Kapsel, sind immer falsch 2006 30
Fibrosierende Kolonopathie bei Mukoviszidose im Kindesalter • sind erstmals Anfang der 90 er Jahre unter hochdosierter Pankreatintherapie bei Mukoviszidose-Patienten in England aufgetreten. • Mit KREON®/CREON® wurden derartige Veränderungen nicht in Zusammenhang gebracht. Trotzdem sollten zur sicheren Anwendung die Dosierungsempfehlungen (maximale Tagesdosis von 10. 000 bis 12. 000 Lipase-Einheiten/kg Körpergewicht) beachtet werden. 2006 31
Conclusio • Eine adäquate Pankreasenzymsubstitution zur Therapie einer exokrinen Pankreasinsuffizienz erfordert Arzneimittel mit hoher Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit. • Alle für eine wirksame moderne Pankreasenzymsubstitution diskutierten Anforderungen werden durch Kreon® / Creon® erfüllt. 2006 32
DANKE FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT! 2006 33
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