Konzeption der katholischen Kindertagessttte St Cyriakus Salzbergen Kinder
Konzeption der katholischen Kindertagesstätte St. Cyriakus Salzbergen Kinder - selbstsicher und kooperativ
Adresse: Kindertagesstätte St. Cyriakus Kolpingstr. 6 48499 Salzbergen Leitung: Daniela Heinen Tel: 05976/1370 E-Mail: kiga-cyriakus@t-online. de Stand: Mai 2019 Bild
Vorwort des Pfarrers: Liebe Eltern – liebe Leserinnen und Leser – Die vorliegende Konzeption der Kindertagesstätte St. Cyriakus ist das Ergebnis eines gründlichen Prozesses der Planung und Reflektion der bisherigen Arbeit. Sie bezieht die konkreten Gegebenheiten, wie Raumangebote, Bedürfnisse der Kinder, soziales Umfeld, Elternaktivitäten und vieles mehr mit ein. Für das pädagogische Team und uns als katholischer Träger dieser Einrichtung ist sie ein wichtiges Instrument um, die eigene Arbeit ständig zu überprüfen und zu verbessern. Die Konzeption ist eine Hilfe, unsere Kindertagesstätte in ihrer ganzen Buntheit, Vielfalt und Lebendigkeit, aber auch in ihrer Individualität zu verstehen und schätzen zu lernen. Die Anerkennung als Haus für Kinder und Familien durch das Bistum Osnabrück ist für uns Anspruch und Auftrag, die damit verbundenen Qualitätsstandards umzusetzen und fortzuschreiben, insbesondere an der Schnittstelle zum Familienzentrum mit seinen Angeboten für Familien.
Für den Träger, die katholische Kirchengemeinde St. Cyriakus Salzbergen, Michael Langkamp, Pfarrer Nichts ist beständiger als der Wandel. Das wissen wir nur zu gut und so erheben wir für diese Konzeption weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Endgültigkeit. Genauso, wie wir unsere Arbeit immer wieder überprüfen, hinterfragen und weiterentwickeln. Wir hoffen, dass dies nicht zuletzt auch durch Ihre Anregungen und tatkräftige Unterstützung geschehen wird. Wir wünschen Ihnen beim Anschauen dieser Konzeption nützliche Erkenntnisse und das Gefühl, dass Sie Ihr Kind mit gutem Gewissen in unsere Einrichtung bringen können. Wir sagen an dieser Stelle herzlichen Dank für die Erarbeitung der Konzeption und die konstruktive Begleitung: dem Team der Kindertagesstätte, der Kita Leitung und Christine Richter- Brüggen, als fachkundige Begleiterin des Prozesses. Wir wünschen allen Beteiligten, dass die auf diese Konzeption verwandte Mühe reiche Früchte trägt.
Wir begrüßen alle herzlichst bei uns! Jeder Mensch ist uns willkommen – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Fähigkeiten oder Religion.
Der Geist des Hauses Unsere Haltung ist christlich katholisch. Wir haben Freude an der Arbeit. Jeder wird akzeptiert, wie er ist.
Die Lage der Kita St. Cyriakus Die Kindertagesstätte St. Cyriakus liegt in ländlicher Gegend in Salzbergen. Das Kolpingbildungshaus und das Altenheim St. Josef befinden sich in direkter Nachbarschaft. Die Grundschule liegt nur einige Minuten Fußweg entfernt. So liegt die Einrichtung ruhig und dennoch zentral. Die Zusammenarbeit mit der Kommune ist sehr gut.
Wir schauen auf unsere Geschichte 1985 Einweihung des Kindergartens im neuen Gebäude an der Kolpingstrasse als 3 gruppige Einrichtung eingeweiht, später die vierte Gruppe und die Einrichtung einer Einzelintegration 1995 -2004 Erweiterung um eine fünfte Gruppe, Einrichtung von zwei integrativen Gruppen und einer sechsten Gruppe im Nachmittagsbereich 2005 – 2014 Entstehung der ersten Ganztagsgruppe, Einweihung des Familienzentrums in der Kindertagesstätte und Eröffnung der ersten Krippengruppe Seit 2015 Ausgliederung des Familienzentrums, Anbau einer zweiten Krippengruppe und Einrichtung einer zweiten Ganztagsgruppe
Unser Personal Wir arbeiten mit derzeit 19 ständigen pädagogischen Mitarbeiter. Innen und mehreren Vertretungskräften in der Kindertagesstätte. Unterstützt werden wir von unseren „Helfenden Händen“, die im Bereich Reinigung, Hauswirtschaft und Instandhaltung tätig sind.
Die Kita bildet aus Unsere Kindertagesstätte ist auch Ausbildungsstätte. Daher nehmen wir ganzjährig auszubildende Praktikant/Innen von verschiedenen Fachschulen und Berufsbildenden Schulen auf und betreuen sie hinsichtlich ihrer praktischen Ausbildung zur Sozialassistentin/zum Sozialassistentin oder zur Erzieherin/zum Erzieher. Ferner arbeiten wir mit umliegenden Oberschulen, Gymnasien und Berufsfachschulen zusammen, so dass wir Schüler/Innen die Möglichkeit geben, mehrwöchige Praktika in unserer Einrichtung zu absolvieren, um so das Berufsfeld kennenzulernen.
Gruppennamen und Gruppenstruktur Wühlmäusegruppe Krippe ganztags, 15 Kinder von eins bis drei, vier Fachkräfte Krabbelkäfergruppe Krippe ganztags, 15 Kinder von eins bis drei, vier Fachkräfte Igelgruppe Integration ganztags, 18 Kinder von drei bis sechs Jahren, vier Fachkräfte Blumengruppe Integration ganztags, 18 Kinder von drei bis sechs Jahren, vier Fachkräfte Seepferdchengruppe Vormittagsgruppe 5 Stunden, 25 Kinder von drei bis sechs Jahren, zwei Fachkräfte
Unser Grundsatz: Wir sind wie die Äpfel aus dem heimischen Garten: alle verschieden
Themen der Konzeption ( Stand Mai 2019) • • • • 1. Grundlagen 2. Pädagogische Arbeit Bild vom Kind Leitbild Orientierung der Arbeit Bildungsansatz und Grundsätze Gesetze und Orientierungsplan Bildungsziele Partnerschaft mit Eltern Kommunikation mit Eltern Formen der Beteiligung von Eltern Werte und Erziehungsziele Haltung der Mitarbeiter. Innen Inklusionsverständnis Teamarbeit Qualitätsmanagement • Rolle der pädagogischen Fachkräfte • Aufgaben • Orientierung an 4 Schwerpunkten • Beobachten und Dokumentieren • Frühkindliches Lernen • Die Arbeit mit Kindern U 3 • Schlüsselsituationen in der Krippe • Die Arbeit mit den Kindern Ü 3 • Die Arbeit der integrativen Gruppen • Lern- und Erfahrungsfelder • Kinderrechte • Kinderschutz und Gewaltprävention • Partizipation • Sexualpädagogik • Vorbereitung auf die Schule 3. Vernetzung • Sozialraumorientierung • Kooperationspartner • Vermittlung von Hilfen • Übergang zur Grundschule und Kooperationsvertrag • Veranstaltungen mit anderen • Abschlussgedanke • Impressum und Datenschutz
1. Grundlagen „Lass mich nicht allein. “ aus Astrid Lindgren Ronja Räubertochter
Unser Bild vom Kind Jedes Kind ist ein wunderbares, einzigartiges Geschöpf Gottes und von ihm geliebt.
Das christliche Leitbild ist die Basis Ich gehe respektvoll mit anderen um. Ich bin für mich selbst und andere verantwortlich. Ich bin einzigartig. Ich begegne dir vertrauensvoll. Ich bringe meine vielfältigen Fähigkeiten ein. Ich bin wertschätzend.
Kinder sind von Natur aus wissbegierig aktiv konstruierend spontan sozial entdeckend kompetent stark einzigartig selbständig vertrauensvoll neugierig ehrlich
Wir orientieren uns in unserer Arbeit an Respekt Verantwortung Einzigartigkeit Vertrauen Vielfalt Werte
Kinder haben das Recht, so angenommen zu werden, wie sind.
Unser Bildungsansatz: Bei uns sind die Kleinen die Größten Wir wollen die Kinder in ihrer Individualität kennen lernen und ihre Fähigkeiten stärken. Gemeinsam mit Herz und Verstand begleiten wir sie Schritt für Schritt. Wir gestalten die kindliche Bildung zukunftsorientiert.
Der Bildungsansatz beinhaltet pädagogische Grundsätze Voneinander lernen altersgemischte Gruppen, verschiedene Kulturen, individuelle Fähigkeiten Miteinander spielen Gruppen- und altersübergreifend, Vorschulprogramm Zueinander finden Berliner Eingewöhnungsmodell, Gemeinschaft, Feste, Feiern, Cafeteria Voneinander lernen Miteinander spielen Zueinander finden
Auszug aus dem Gesetz über Tageseinrichtungen in Niedersachsen (§ 2 Auftrag der Tageseinrichtung) (1) Tageseinrichtungen dienen der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern. Sie haben einen eigenen Erziehungs- und Bildungsauftrag. Tageseinrichtungen sollen insbesondere - die Kinder in ihrer Persönlichkeit stärken und sie in sozial verantwortliches Handeln einführen, - ihnen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, die eine eigenständige Lebensbewältigung im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten des einzelnen Kindes fördern, - die Erlebnisfähigkeit, Kreativität und Phantasie fördern und den natürlichen Wissensdrang und die Freude am Lernen pflegen, - die Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen erzieherisch fördern und den Umgang von behinderten und nichtbehinderten Kindern sowie von Kindern unterschiedlicher Herkunft und Prägung untereinander fördern.
Bildungsziele aus dem Orientierungsplan Wir begleiten und unterstützen die Kinder in ihrer Entwicklung und Persönlichkeit und bereiten sie auf die Zukunft vor. Wir unterstützen die Eigenständigkeit und Selbstbildungskräfte der Kinder. Wir üben demokratisches Verhalten wie Meinungen bilden, äußern und diskutieren. Wir achten darauf, dass alle Kinder die gleichen Chancen haben. Wir haben den Auftrag, die Verschiedenheit der Kinder und der Gruppe in den Blick zu nehmen. Wir gestalten die Umgebung in der Gruppe passend zu den Bedürfnissen und Fähigkeiten.
Bildungsziele Kinder und Eltern bestimmen im Alltag mit. Kinder sind aktive Lerner und brauchen offene und unterstützende Bezugspersonen. Jedes Kind erschafft durch Erfahrung ein eigenes Bild von der Welt. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und braucht Zeit für seine Entwicklung. Kinder tauschen sich über ihre Erfahrungen aus, wachsen daran und verarbeiten sie weiter.
Das wichtigste Bildungsziel ist die Stärkung des Selbstwertes Das kindliche Selbstwertgefühl wächst über bedeutungsvollen Austausch und wertschätzende Rückmeldungen.
Erziehungspartnerschaft mit Eltern Wir verstehen uns als Familien ergänzende Einrichtung. Nur gemeinsam mit den Eltern kann es gelingen, die Kinder ganzheitlich auf ihrem Weg zu begleiten. Aus diesem Grund sind die Eltern mit allen Wünschen und Sorgen immer bei uns willkommen. Uns ist wichtig, daß auch die Eltern sich bei uns wohlfühlen, denn nur so können wir eine positive Beziehung zu den Kindern aufbauen und diese Beziehung ist die Basis für jede pädagogische Arbeit.
Die Kommunikation mit Eltern ist das Fundament der guten Beziehung Alltäglicher Kontakt durch Tür- und Angelgespräche Elternbeirat Elterngespräche zu verschiedenen Anlässen Begegnung und Austausch bei Festen und Feiern Meinungsbefragungen
Formen der Beteiligung von Eltern Eingewöhnungs- und Aufnahmegespräche Tür- und Angelgespräche Entwicklungsgespräche Hospitationen Aktivitäten mit und von den Eltern Beschwerdemanagement Elternbriefe, Informationen, Digitaler Bilderrahmen Elternbeirat Elternabende
Unsere Philosophie für die Partnerschaft mit Müttern und Vätern angelehnt an Virginia Satir (Psychologin) Eltern und Erzieherinnen als Schatzsucher Die größte Herausforderung besteht vielleicht darin, dass sie vertrauensvoll den Samen aussäen und dann abwarten müssen, was für eine Art Pflanze entsteht. Der Idealfall wäre, keine Erwartungen darüber zu haben, wie ein Kind sein sollte. Wir müssen die Tatsache akzeptieren, dass eine ganz und gar einzigartige Pflanze heranwachsen wird. Das Kind wird den Eltern wie auch jedem anderen menschlichen Wesen eben so sehr ähneln, wie es gleichzeitig auch verschieden von allen anderen Menschen sein wird. Dies macht uns zu Entdeckern, Forschern und Detektiven - im Gegensatz zu Richtern und Formern. Wir können unsere Zeit, Geduld und Beobachtungsgabe darauf verwenden, etwas über den Schatz herauszufinden, der durch die Eltern in diese Welt gekommen ist.
Gemeinsame Werte und Erziehungsziele Vertrauen Verantwortung für sich und andere und die Natur Nächstenliebe und Liebe Konflikt- und Teamfähigkeit Freundschaft Selbständigkeit Empathie Achtsamkeit
Haltung der Mitarbeiter. Innen Wir möchten die Kinder ein Stück auf ihrem Weg ins Leben begleiten. Durch Hilfen und Anregungen möchten wir sie unterstützen. Indem wir uns des natürlichen Nachahmungstriebs der Kinder bewusst sind, prägen wir die Kinder durch unser Vorbild. Begleitung Unterstützung Vorbild
Die wertschätzende Haltung der Erzieherin Positives Selbstbild Akzeptanz von Werten Empathie und Authentizität Begeisterungsfähigkeit, Lust und Freude Kreativität Offenheit Optimismus Achtsamkeit
Inklusionsverständnis: „Es ist normal, verschieden zu sein“ Richard von Weizsäcker Anders sein Wahrnehmen von Unterschieden Akzeptanz Angenommen sein Vielfalt Teilhabe
Der ganzheitliche Ansatz der pädagogischen Arbeit Wir berücksichtigen jeden Tag von Neuem die Ganzheitlichkeit in unseren Angeboten auf der Basis von Akzeptanz, Wohlwollen, Wertschätzung, Achtung und Respekt vor der Einzigartigkeit eines jeden Kindes. In Teambesprechungen, Mitarbeitergesprächen, Fortbildungen, Kinder- und Elternbefragungen reflektieren wir unsere Arbeit immer wieder aufs Neue. Im Rahmen der Partizipation regen wir die Kinder an, ihre Meinung zu vertreten und ihr demokratisches Verständnis zu entwickeln. Dies ist ein Schritt auf dem Weg zur Selbstbestimmung.
Qualitätssicherung (QM) durch den Kreislauf der Überprüfung Durch die aktive Arbeit mit dem Qualitäts. Rahmenhandbuch wird unsere Arbeit durch verschiedene Maßnahmen regelmäßig überprüft, reflektiert und verbessert.
2. Unsere pädagogische Arbeit Man darf niemandem seine Verantwortung abnehmen, aber man soll jedem helfen, seine Verantwortung zu tragen. Heinrich Wolfgang Seidel
Rolle und Aufgaben der pädagogischen Fachkräfte Ermutigend und motivierend Positives Vorbild sein Im ständigen Dialog sein Flexibel und präsent sein Reflektierend und fachlich Selbstbildung unterstützen Beobachten und Dokumentieren Bindung und Beziehung gestalten
Umsetzung im pädagogischen Alltag Ermutigen: Zuspruch geben, sich selbst zu verwirklichen Dialogpartner: Zuhören und miteinander sprechen Präsent: Auf Augenhöhe sein und im richtigen Moment da sein Fachlich: Sich immer wieder fortbilden und eigene Qualifikationen stärken Vorbild: Modell sein in Wort und Tat Unterstützen: Die Selbstbildung des Kindes fördern Beobachten: Dokumentieren der Bildungsprozesse Bindung: Beziehung als Voraussetzung für das Erkunden der Welt
Wir orientieren uns in unserer Arbeit an vier Schwerpunkten Lebenswelt Bedürfnisse Entwicklung Resilienz
Lebensweltorientierung bedeutet: den kindlichen Alltag kennen und respektieren Familiensituationen und -erlebnisse: Krankheit, Tod, Trennungen, Belastungen, Familienzuwachs, Umzug, Feste Umfeld: Leben im Dorf, Feste, Vereine, Medien, gesellschaftliches Umfeld, Medien Persönliche Situation des Kindes: Erkrankungen, Allergien, Entwicklungsverzögerungen
An kindlichen Bedürfnissen orientiert Sicherheit Kinder können nur lernen, wenn die Bedürfnisse befriedigt werden. Das Selbstwertgefühl wird gestärkt, wenn die Bedürfnisse wahrgenommen werden. Spielen Bindung Dabei muss Frustrationskontrolle aufgebaut und erlernt werden, am besten zwischen zwei und vier Jahren. Gefühle kennen-, benennen und damit umgehen lernen ist wichtig. Zugehörigkeit Erkunden
Entwicklung individuell begleiten Wir unterstützen die Kinder in ihren individuellen Bedürfnissen wie Sicherheit, Stabilität, Werte und Echtheit. Entwicklung zu begleiten heißt, jedes einzelne Kind in den Blick zu nehmen. Beobachtungen und deren Ergebnisse werden dokumentiert als Grundlage für Planungen und Umsetzungen von Lern- und Entwicklungsprozessen, sowie für Gespräche mit Eltern und Schulen. Das Portfolio dient als Sammlung der beobachteten Bildungs- und Entwicklungsprozesse des eigenen Kindes. Dort werden Lernwege, Interessen und Kompetenzen aufgezeigt. Wir verstehen uns als Familien orientiert und bieten Eltern Unterstützung an - zusammen mit den Kooperationspartnern wie Frühförderung und Therapeuten.
Resilienz bedeutet Widerstandsfähigkeit Resilienz ist die psychische Widerstandsfähigkeit, um mit persönlichen und sozialen Ressourcen Krisen zu bewältigen. Gruppenzugehörigkeit und eine gute Bindung zur Fachkraft geben den Kindern Halt und unterstützen ihre Entwicklung. Sie lernen durch das Miteinander ihre Gefühle zu verarbeiten und zu äußern. Ein gegenseitiges Vertrauen hilft dabei, selbständig zu werden. Das Kind probiert aus, kann nach Hilfe fragen und aus Fehlernen. Im Spiel entwickeln die Kinder ihre Phantasie und probieren ihre Kreativität aus. Alles stärkt die Resilienz.
Kinder sind Welteroberer und Akteure ihrer Selbst
Jedes Kind lernt von Anfang an Frühkindliche Bildung beinhaltet die Bildung von Kindern ab Geburt bis ins Vorschulalter. Im Gegensatz zur Frühförderung geht es bei der frühkindlichen Bildung um die Förderung der geistigen, moralischen, kulturellen und körperlichen Entwicklung nicht behinderter Kinder. Sie wird meist im engen Zusammenhang mit der Betreuung und Erziehung des Kindes betrachtet.
Beobachten und Dokumentieren Damit die Begleitung Früchte trägt und das Kind in seiner Entwicklung weiterbringt, dokumentieren wir diese Entwicklung in Entwicklungsbögen und im Portfolio des Kindes, so dass der Begleiter auch zeitnah korrigierend und lenkend eingreifen kann. Denn Begleitung heißt auch, den Weg vorausschauend denken und somit dafür sorgen, das Kind in seiner Entwicklung gut vorankommt. Angebot Beobachtung Planung Dokumentation Auswertung
Die Arbeit mit den Kindern U 3 nach Emmi Pikler „Wesentlich ist, dass ein Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt. Wenn wir ihm bei der Lösung aller Aufgaben behilflich sind, berauben wir es gerade dessen, was für seine geistige Entwicklung das Wichtigste ist. Ein Kind, das durch selbstständiges Experimentieren etwas erreicht, erwirbt ein ganz anderes Wissen als eines, dem die Lösung angeboten wird. “
Schlüsselsituationen in der Krippe Bring- und Abholsituation Situation schlafen Die Kinder werden zwischen 7: 30 Wir legen die Kinder nach dem Mittagessen schlafen und 9: 30 Uhr in die Krippe unterstützen sie beim Umziehen gebracht. im Waschraum. Die Abholzeit ist je nach Bedarf der Eltern individuell. Die Kinder Im Schlafraum decken wir die Kinder zu und setzten uns dazu, werden von uns persönlich begrüßt und auch verabschiedet. bis alle Kinder schlafen.
Weitere Schlüsselsituationen Wickeln Essen Wickeln ist für uns eine wichtige Situation im Tagesablauf. Hier wendet sich die Fachkraft dem Kind exklusiv zu. Wir achten auf Signale des Kindes, ob etwas angenehm oder unangenehm ist. Gemeinsame Mahlzeiten sollen für unsere Kinder ein Gemeinschaftserlebnis sein. Wir begleiten und unterstützen die Kinder, wenn sie Hilfe brauchen. Die Wickelsituation begleiten wir Selbständiges Tun hat Priorität. immer sprachlich und teilen dem Kind mit, was wir tun.
„Und am Ende des Tages sollen deine Füße dreckig, dein Haar zerzaust und deine Augen leuchtend sein. “ Verfasser unbekannt
Schlüsselsituationen in der Arbeit mit den Kindern Ü 3 Wir sind verlässlich und einfühlsam für jedes Kind da. Wir nehmen das Kind in seinen Gefühlen ernst. Wir sind da, wenn das Kind Trost braucht. Uns ist bewusst, dass unser Verhalten in dem Moment entscheidet, ob das Herz des Kindes aufgeschlossen ist.
Integration Wir nehmen jeden Menschen mit all seinen Stärken und Schwächen und mit allen Besonderheiten an. In Kooperation mit vielen Verschiedenen Menschen und Institutionen versuchen wir jedes Kind best möglichst auf Seinem Weg zu begleiten und zu fördern Gerade durch die Verschiedenheit aller wird unser Alltag vielseitig und bunt.
Die integrative Gruppenarbeit für Kinder mit Unterstützungsbedarf Antrag auf Eingliederungshilfe muss vom Landkreis Emsland in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt genehmigt werden Begleitung der Kinder durch heilpädagogische Fachkraft bis zu 6 Stunden täglich, zusätzlich intensive Elternarbeit Die Gruppengrößen in Integrativen Gruppen liegt bei 18 Kindern. Bis zu 4 Kinder können Unterstützungsbedarf bekommen Kinder mit starken Entwicklungsverzögerung oder mit einer Behinderung benötigen integrative Unterstützung Die Einzel- und Gruppenförderung der Kinder wird durch die heilpädagogische Fachkraft im Alltag der Kinder integriert
Der niedersächsische Orientierungsplan beinhaltet die Lern- und Erfahrungsbereiche 1. Emotionale Entwicklung und 6. soziales Lernen Lebenspraktische Kompetenzen 2. Kognitive Erziehung 7. Mathematisches Grundverständnis 8. Natur u. Lebenswelt 9. Religiöse Erziehung 3. Ästhetische Bildung 4. Körper – Bewegung – Gesundheit 5. Sprache und Sprechen
Emotionale Entwicklung und soziales Lernen Wir geben Kindern Wertschätzung, Verlässlichkeit und Sicherheit. Wir erziehen zu Rücksichtnahme, Kontaktpflege und Konfliktfähigkeit Wir fördern das freie Spiel in der Gruppe, Selbst und Fremdwahrnehmung und Gefühlsregulation. Wir leben in unserer Einrichtung ein soziales miteinander und helfen den Kindern so, sich zu sozialen Menschen zu entwickeln.
Kognitive Fähigkeit und Freude am Lernen Der geistige oder kognitive Bereich umfasst verschiedene Kategorien, z. B. : - die Sprach- und Sprechfertigkeit - das Anweisungsverständnis - die Merkfähigkeit - die Konzentrationsfähigkeit - die Ausdauer. Die Voraussetzung allen Lernens sind hierbei die Sinne und die Wahrnehmung des Kindes, sowie die Verarbeitung der Eindrücke im Gehirn.
Körper – Bewegung - Gesundheit In unserer Kindertagesstätte bieten wir den Kindern vielfältigen Raum ihren Bewegungsbedürfnissen nachzugehen. Körperliche Aktivitäten wirken als Reize, die das Gehirn aktivieren und Botenstoffe freisetzen. Diese schaffen Verknüpfungen zwischen den Nervenzellen. Abschließend kann gesagt werden, dass Bewegungserfahrungen körperliches Wohlbefinden und Gesundheit, soziale Integration, Selbstsicherheit, Selbstvertrauen und geistige Erkenntnis Gewinnungen fördern. Toben macht schlau!
Sprache und Sprechen Der Zeitraum von 0 bis 6 Jahren ist zum Erlernen der Sprache die wichtigste Phase. Die Sprache entwickelt sich über die Sinne Hören, Sehen, Tasten und über die Bewegung (Muskel-Gelenk. Empfinden). Zusätzlich zum Bereich Wahrnehmung fördern wir die Sprachentwicklung durch gezielte Angebote zur Sprachförderung, wie z. B. Lieder, Fingerspiele, Reime und Verse, Bilderbücher und Geschichten, Spiele und Rollenspiele, Lautbüngen für die Mundmotorik u. v. m. Außerdem arbeiten wir mit verschiedenen Kooperationpartnern zusammen, damit die Kinder optimal gefördert werden können.
Lebenspraktische Kompetenzen Unter lebenspraktischer Kompetenz verstehen wir die Selbständigkeit im Alltag. Wir unterstützen die Kinder Kompetenzen zu erlernen und geben ihnen die Möglichkeit sie weiterzuentwickeln. Sie dürfen selbsttätig und selbständig sein und wir fördern ihren natürlichen Wunsch, Dinge alleine tun zu wollen. Im Alltag bedeutet das für uns: die Kinder übernehmen kleinere Aufgaben, wie Geschirr abwaschen, abtrocknen, Tisch decken, Tasche vom Haken holen, sowie selbstständiges An- und Ausziehen, Aufräumen. Wir schaffen eine lernanregende Umgebung, wo sie selbsttätig sein können, wie z. B. beim Kochen, Backen und durch das zur Verfügung stellen unterschiedlicher Materialien.
Mathematisches Grundverständnis „Das Buch der Natur ist in der Sprache der Mathematik geschrieben“ Gallileo Gallilei Mathematik hat eine zentrale Bedeutung. Wir fördern das mathematisches Grundverständnis im Alltag. Z. B. durch das Zählen und Vergleichen, beim Tisch decken
Ästhetische Bildung Ästhetik umfasst alles sinnliche Wahrnehmen und Empfinden. Von Beginn an nimmt ein Kind durch Fühlen, Riechen, Schmecken, Hören und Sehen Kontakt mit seiner Umwelt auf, und zwar mit der Gesamtheit seiner Sinne. Ästhetische Bildung bedient in unserer Kindertagesstätte Kommunikationsformen wie Musik, Tanz, bildnerisches Gestalten mit vielfältigem Materialangebot.
Natur und Lebenswelt Jeden Tag sind wir draußen. Die Kinder genießen die Bewegungsmöglichkeiten auf dem Außengelände oder in der Umgebung und nutzen die Materialien, die Natur ihnen bietet und erforschen sie. Dabei begleiten wir die Kinder nach dem Motto: Nur was man kennt, liebt man – - nur was man liebt, schützt man
Ethische und religiöse Bildung Die Kinder sollen Nächstenliebe im Die Kinder sollen die religiösen Kindergarten-Alltag erfahren, erleben und in Traditionen und Symbole kennen ihrem eigenen Leben umsetzen lernen. Sie sollen durch Gespräche mit, von und über Gott ihr Vertrauen in Gott, die Welt und sich selbst stärken und ihre Neugierde bewahren. Sie sollen die Natur als Gottes Schöpfung erleben - lieben - respektieren – schätzen. Die Kinder sollen sich in Gottes Liebe gut aufgehoben wissen. Diese Ziele werden nicht lehrplanmäßig vermittelt, sondern spiegeln sich im täglichen Umgang mit den Kindern wider.
Kinderschutz und Gewaltprävention gehen uns alle an § 8 a regelt den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung. Zudem unterstützt seit Januar 2012 das Bundeskinderschutzgesetzt die Gesetzesgrundlagen. Ziel und Aufgabe des Gesetzes ist: Die Rechte von Kindern auf körperliche Unversehrtheit, freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit, Förderung ihrer Entwicklung, auf Erziehung und Pflege zu verwirklichen. Der Auftrag der Kindertagesstätte ist es, den Blick auf jedes Kind zu haben und bei Gefährdung des Kindeswohls zu reagieren und den Familien Hilfen anzubieten oder zu vermitteln. Für gelingenden Kinderschutz arbeiten alle wichtigen Akteure wie beispielsweise Jugendämter, Schulen, Gesundheitsämter, Krankenhäuser, Ärztinnen und Ärzte, Schwangerschaftsberatungsstellen und Polizei - in einem Kooperationsnetzwerk zusammen.
Kinderrechte und Kinderschutz gehören zusammen Kinderrechte Schutz vor Kindeswohlgefährdung nach § 8 a Prävention Gewalt und sexueller Mißbrauch Kinder stark machen Partizipation und Mitbestimmung
Kinderrechte nach der UNKinderrechtskonventon Diese 10 Rechte gelten als die 10 Grundrechte. Der Originaltext beinhaltet 54 Artikel Recht auf Gleichbehandlung Recht auf einen Namen Recht auf Gesundheit Recht auf Bildung Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung Recht auf Schutz vor Vernachlässigung Recht auf gewaltfreie Erziehung Recht auf Information und Gehörtwerden Recht auf Sicherheit und Fürsorge Recht auf Betreuung bei Behinderung
Schutz vor Kindeswohlgefährdung (§ 8 a) Gefahren erkennen Blick auf Bei der Entwicklung Kindeswohl Im Verhalten Hilfen bei Bedarf
Prävention vor Gewalt und sexuellem Missbrauch Prävention anbieten • Kinder stark machen Gefahren erkennen • Informationen durch verschiedene Medien vermitteln • Miteinander sprechen
Sexualpädagogik: Mein Körper gehört mir Das Kind lernt seinen Körper und seine eigenen Wünsche kennen und wird in seiner Autonomie gestärkt. Kindliche Sexualität ist ausschließlich auf sich bezogen. Das sexualpädagogische Konzept unserer Kita beinhaltet: Offenheit für Fragen • Antworten mithilfe von Gesprächen und Literatur Mädchen und Jungen • Unterschiede wahrnehmen und benennen Achtung der Intimsphäre • Wickeln, umziehen und Toilettengang und Achtung der Intimsphäre Rollen- und Doktorspiele • Grenzen zum Schutz der Kinder absprechen Nein sagen können und dürfen • Regeln und Übungen zur Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens
Partizipation: Bei uns entscheiden die Kinder mit durch eigene Projekte bei Abstimmungen bei der Gestaltung ihres Alltags
Entscheidungen teilen heißt Demokratie lernen Definition von Partizipation: „Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. “ Richard Schröder Wir nehmen die Kinder mit ihren Fragen, Bedürfnissen, Wünschen und Ideen ernst. Für sich und die eigenen Meinung eintreten Gesprächsregeln einhalten Nach kreativen Lösungen suchen Kompromisse eingehen
Schulvorbereitung - Einen guten Start vorbereiten Die Vorbereitung auf die Schule beginnt schon mit der Geburt. Im Spiel erwerben die Kinder ihr ganzes Leben lang Fähigkeiten für die Schule wie Konzentration, Anpassung, Sprache, Kommunikation, Zusammenarbeit, Frustrationstoleranz und Ausdauer. Diese Fähigkeiten fördern wir noch intensiver durch besondere Angebote in dem letzten Jahr vor der Einschulung.
Die Schlauen Füchse sind unsere Vorschulkinder Die Kinder, die in unserer Einrichtung ein Jahr vor der Einschulung stehen, nennen sich „Schlaue Füchse“. Für diese Kinder finden während des Kindergartenjahres monatlich verschiedene Aktionen statt, wie z. B. Besichtigungen der Feuerwehr, Theaterfahrt u. s. w. Außerdem werden gezielte Projekte in den verschiedenen Bildungsbereichen angeboten um die Kinder speziell auf die Schule vorzubereiten. Zusätzlich zur Vermittlung von Fähigkeiten wollen wir in dieser Zeit das Selbstbewusstseins der Kinder besonders
3. Vernetzung „Zusammenkommen ist ein Anfang, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, und Zusammenarbeiten ist Erfolg. “ Henry Ford, Gründer von Ford
Sozialraumorientierung Die Kindertagesstätte ist eingebettet in die ländliche Struktur Salzbergens und ein Teil der Kirchengemeinde St. Cyriakus. Wir pflegen Kontakte beispielsweise zu dem Familienzentrum, den dörflichen Vereinen, dem Kolping-Bildungshaus, dem Haus St. Josef, zu den Grundschulen. Es gibt Exkursionen zu Einrichtungen der Gemeinde wie der Feuerwehr, der Polizei und dem Roten Kreuz. Beratungseinrichtungen und Facheinrichtungen sind in den größeren Städten vorhanden. Es existiert ein guter Kontakt unter allen Kindertagesstätten Salzbergens.
Kooperationspartner Ämter und Kommune Schulen Kirchen-gemeinde Ki. Ta Fachstellen Fach-beratung Andere Kitas Ärzte und Thera-peuten
Vermittlung von Hilfen für Familien Bedarf Gemeinsam eine Lösung finden Gespräch
Übergang zur Grundschule und Kooperationsvertrag KOOPERATIONSVERTRAG Wir erstellen jedes Jahr mit der Grundschule einen Kooperationsvertrag, in dem die gemeinsamen Aktivitäten und Schulbesuche für die Kinder im letzten Kitajahr festgehalten werden. Durch diesen Kontaktaufbau soll der Übergang zur Schule erleichtert werden.
Abschlussgedanke: Kinder mischen mit und entscheiden selbst „Kinder werden nicht erst zu Menschen – sie sind bereits welche. “ Janusz Korczak Wir freuen uns über Rückmeldungen und einen lebendigen Austausch über die Konzeption. DANKE!
Impressum und Datenschutz Verantwortlich: (Stand: Mai 2019) Daniela Heinen, Kindertagesstättenleitung Arthur Wenker, Koordinator der Pfarrgemeinde St. Cyriakus Der Datenschutz wird in der Konzeption nach den gesetzlichen Vorgaben beachtet. Die Fotos sind aus privatem Besitz.
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