Klausur S 353 Strafrecht SS 2013 Friedrich Toepel

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 Klausur S 353 Strafrecht SS 2013 Friedrich Toepel

Klausur S 353 Strafrecht SS 2013 Friedrich Toepel

0 -3 4 -6 7 -9 10 -12 13 -15 Teiln. Æ 68 35

0 -3 4 -6 7 -9 10 -12 13 -15 Teiln. Æ 68 35 11 5 3, 9 0 119

 • • • 1. Tatkomplex: Im Miethaus Strafbarkeit des A I. Strafbarkeit gem.

• • • 1. Tatkomplex: Im Miethaus Strafbarkeit des A I. Strafbarkeit gem. §§ 253 Abs. 1 und 3, 255, 22 St. GB durch Drohung mit Tötung, falls R das Geld nicht herausgibt 1. Nichtvollendung und Strafbarkeit des Versuchs (§§ 23 Abs. 1, 12 Abs. 1 i. V. m. §§ 255, 249 St. GB) + 2. Tatentschluss bezüglich a) Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für das Leben des R +

 • • • b) Herausgabe des Geldes + (Vermögensverfügung, nicht: Geld ohnehin verloren,

• • • b) Herausgabe des Geldes + (Vermögensverfügung, nicht: Geld ohnehin verloren, A wusste nicht, wo es sich befand, hätte es eventuell nicht gefunden). c) Absicht, sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen + „Stoffgleichheit“ zwischen Vorteil und Nachteil, die durch ein und dieselbe Vermögensverfügung vermittelt worden sind +. 3. Unmittelbares Ansetzen Unproblematisch mit Verwirklichung der Drohung. 4. Rechtswidrigkeit und Schuld +

 • • • 5. Qualifizierende Folge gem. § 251 St. GB da R

• • • 5. Qualifizierende Folge gem. § 251 St. GB da R verstorben ist a) Spezifischer Zusammenhang Grunddelikt i. S. d. § 251 St. GB verwirklicht? §§ 253 Abs. 1 und 3, 255, 22 St. GB begangen § 255 i. V. m. § 249 St. GB: § 251 St. GB auf die räuberische Erpressung grundsätzlich anwendbar fehlende Vollendung der Tat der Anwendbarkeit von § 251 St. GB entgegenstehend?

 • • Wortlaut § 251 St. GB scheinbar: vollendetes Delikt h. M. :

• • Wortlaut § 251 St. GB scheinbar: vollendetes Delikt h. M. : reicht Tathandlung der Erpressung, (Von der Tathandlung geht spezifische Gefahr aus) Gefahrverwirklichungszusammenhang: aa) ursächlicher Zusammenhang zwischen Einsatz der qualifizierten Nötigungsmittel und Tod bb) Zurechnungszusammenhang ebenfalls +, A kausal, Tod des R ihm objektiv zurechenbar

 • • bb) zeitliche Begrenzung: tödliche Handlung in der Ausführungsphase der räuberischen Erpressung:

• • bb) zeitliche Begrenzung: tödliche Handlung in der Ausführungsphase der räuberischen Erpressung: + b) Leichtfertigkeit abweichend von § 18 St. GB wenigstens Leichtfertigkeit erforderlich Leichtfertigkeit = Täter handelt grob achtlos, beachtet nicht, was sich unter den Voraussetzungen seiner Erkenntnisse und Fähigkeiten aufdrängen muss Hier + (A handelte ohne jegliche Rücksicht auf fortgeschrittenes Alter des Opfers, Geschehensablauf durchaus möglich)

 • • • erfolgsqualifizierter Versuch einer räuberischen Erpressung + 6. Rücktritt gem. §

• • • erfolgsqualifizierter Versuch einer räuberischen Erpressung + 6. Rücktritt gem. § 24 Abs. 1 St. GB Rücktritt vom Versuch des erfolgsqualifizierten Delikts auch dann möglich ist, wenn die schwere Folge beim Versuch des Grunddelikts bereits eingetreten? a) Literaturansicht Möglichkeit des Rücktritts von einem vollendeten erfolgsqualifizierten Delikt ausgeschlossen Wesentlich für § 251 St. GB allein die tatbestandsmäßige Handlung,

 • • Wegnahme für Qualifikation nicht erforderlich. b) h. M. Möglichkeit des Rücktritts

• • Wegnahme für Qualifikation nicht erforderlich. b) h. M. Möglichkeit des Rücktritts trotz Eintritt der Erfolgsqualifikation + Wortlaut des § 24 St. GB lasse Rücktritt zu Eintritt des qualifizierten Erfolgs ändere nichts c) Falls der h. M. gefolgt wird: Freiwilligkeit + (Abscheu) Strafbarkeit gem. §§ 253, 255, 22, 23 Abs. 1 St. GB

 • • • • II. Strafbarkeit gem. § 123 Abs. 1, 1. Alt.

• • • • II. Strafbarkeit gem. § 123 Abs. 1, 1. Alt. St. GB unproblematisch III. Strafbarkeit gem. § 222 St. GB 1. Drohung war kausal für den Tod des R 2. auch objektiv zurechenbar erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen. Erfolg vermeidbar und vorhersehbar. 3. rechtswidrig, schuldhaft und subjektiv sorgfaltswidrig, vorhersehbar und vermeidbar. Strafbarkeit gem. § 222 St. GB + IV. Strafbarkeit gem. § 241 Abs. 1 St. GB Drohung mit Tötung = Verbrechen i. S. d. § 12 Abs. 1 St. GB Unproblematisch + V. Strafbarkeit gem. § 242 Abs. 1 St. GB (Vase im Treppenhaus): unproblematisch +

 • • • VI. Konkurrenzen §§ 123, 222, 241: 52 I St. GB

• • • VI. Konkurrenzen §§ 123, 222, 241: 52 I St. GB strafbar Dazu §§ 242 St. GB (Vase): § 53 St. GB • • • 2. Tatkomplex: Die Verfolgung A. Strafbarkeit des B I. Strafbarkeit gem. §§ 242 Abs. 1, 25 Abs. 2 St. GB , dadurch dass B den N etwa fünf Minuten festhielt B : nicht selbst fremde bewegliche Sache weggenommen gem. § 25 Abs. 2 St. GB As Wegnahme als eigene zuzurechnen? • •

 • • • 1. ) Gemeinsame Tatausführung Problematisch: Mitwirkungshandlung des B in der

• • • 1. ) Gemeinsame Tatausführung Problematisch: Mitwirkungshandlung des B in der Phase zwischen Vollendung und Beendigung des Diebstahls Rspr. : sukzessive Mittäterschaft möglich, bei welcher der eine mit der Tat beginnt und sich der andere vor deren Beendigung in Kenntnis und Billigung des bisher Geschehenen durch Förderung der Tat anschließt. Aber auch vertretbar: sukzessive Mittäterschaft im Beendigungsstadium ablehnen

 • • • b) Sonstige Anforderungen an den Tatbeitrag aa) Nach der Tatherrschaftslehre:

• • • b) Sonstige Anforderungen an den Tatbeitrag aa) Nach der Tatherrschaftslehre: Tatbeitrag jedes Mittäters muss so bedeutsam sein, dass er zumindest gemeinsam mit dem anderen Mittäter Tatherrschaft Das ist nicht der Fall. A: Tatbestandsverwirklichung allein vollendet. Anm. : Gegenteil bei guter Begründung (noch) vertretbar, wenn stark normativierte Tatherrschaftslehre zugrundegelegt wird

 • • bb) Nach der subjektiven Theorie der Rspr. : reicht jeder Kausalbeitrag

• • bb) Nach der subjektiven Theorie der Rspr. : reicht jeder Kausalbeitrag zum Gesamtgeschehen 2. subjektiver Tatbestand a) Täterwillen (drei Indizien belegt wird: fehlende Willensunterordnung, eigenes Tatinteresse und hinreichendes Gewicht des Tatbeitrags oder auch Wille zur Tatherrschaft genannt).

 • • B fehlte jedoch ein Eigeninteresse, ordnete sich bewusst dem Willen des

• • B fehlte jedoch ein Eigeninteresse, ordnete sich bewusst dem Willen des A unter Tatbeitrag hatte auch vermindertes Gewicht dadurch, Täterwillen -. Keine Strafbarkeit gem. § 242 Abs. 1, 25 Abs. 2 St. GB II. Strafbarkeit gem. §§ 242 Abs. 1, 27 St. GB 1. Objektiver Tatbestand vorsätzlich begangene rechtswidrige Haupttat = von A begangener Diebstahl

 • • • Hilfe geleistet? Erleichtern, Unterstützen oder Fördern der Haupttat? oder Begünstigung

• • • Hilfe geleistet? Erleichtern, Unterstützen oder Fördern der Haupttat? oder Begünstigung gem. § 257 St. GB? Mitwirkungshandlungen, die sich auf die Phase vor der Vollendung der Tat beschränken, = Beihilfe; Tatbeiträge nach Beendigung der Tat = nur Begünstigung nach Vollendung, aber vor Beendigung der Tat (wie hier)? Umstritten:

 • • • a) engere Literaturansicht sukzessive Beihilfe im Stadium zwischen Vollendung und

• • • a) engere Literaturansicht sukzessive Beihilfe im Stadium zwischen Vollendung und Beendigung ausgeschlossen Hilfeleistung nach der Tat vom Gesetzgeber durch §§ 257, 258, 259, 261 St. GB nur partiell unter Strafe gestellt worden sei, würde durch eine extensive Anwendung der Beihilfe umgangen b) weitere Literaturansicht Beihilfe und Begünstigung können nebeneinander vorliegen. Dies zeige schon die Existenz des § 257 Abs. 3 St. GB.

 • • Strafandrohung des § 257 St. GB so gering, dass die subjektive

• • Strafandrohung des § 257 St. GB so gering, dass die subjektive Sicht des Täters nicht darüber entscheiden könne, ob er wegen Mitwirkung an der Vortat oder wegen § 257 St. GB bestraft wird. Es müsse vielmehr beides gegeben sein. c) h. M. sukzessive Beihilfe auch noch zwischen Vollendung und Beendigung der Haupttat möglich. Exklusivitätsverhältnis, je nach Willensrichtung des Mitwirkenden:

 • • • Will der Mitwirkende die Haupttat fördern = Beihilfe Will er

• • • Will der Mitwirkende die Haupttat fördern = Beihilfe Will er nur die Vorteile der Tat sichern = Begünstigung. Hier, falls b oder c gefolgt wird: B wollte, dass A mit der Vase flieht und diese auch behalten kann. = Hilfeleistung aufzufassen 2. Subjektiver Tatbestand Doppelter Teilnehmervoratz Unproblematisch + 3. Rechtswidrigkeit und Schuld + Strafbarkeit gem. §§ 242 Abs. 1, 27 St. GB +

 • • III. Strafbarkeit gem. § 257 Abs. 1 St. GB rechtswidrige Vortat

• • III. Strafbarkeit gem. § 257 Abs. 1 St. GB rechtswidrige Vortat des A = Diebstahl Hilfe geleistet? Hilfeleistung = Vornahme einer Handlung, die - objektiv geeignet ist und - subjektiv mit der Tendenz vorgenommen wird, die durch die Vortat erlangten oder entstandenen Vorteile gegen Entziehung zu sichern Hilfeleistung des B: zwischen der Vollendung und der Beendigung des Diebstahls des A

 • • • A hatte zu diesem Zeitpunkt Vorteil noch nicht erlangt, sondern

• • • A hatte zu diesem Zeitpunkt Vorteil noch nicht erlangt, sondern erstrebte noch dessen Erreichung. Begünstigungshandlung Keine Strafbarkeit gem. § 257 Abs. 1 St. GB IV. Strafbarkeit gem. § 252 St. GB durch Festhalten des N objektive Tatbestand: der bei einem Diebstahl auf frischer Tat betroffene Täter verübt nach Vollendurng der Wegnahme gegen eine Person

 • • • mit Gewalt B wurde jedoch nicht auf frischer Tat ertappt.

• • • mit Gewalt B wurde jedoch nicht auf frischer Tat ertappt. 1. h. M. nur derjenige Täter eines räuberischen Diebstahls, der an der Vortat gerade als Täter beteiligt war. - B hat lediglich Beihilfe zum Diebstahl des A geleistet hat - nach h. M. von vornherein kein tauglicher Täter des § 252 St. GB.

 • • • 2. Gegenauffassung auch der Teilnehmer an der Vortat als tauglichen

• • • 2. Gegenauffassung auch der Teilnehmer an der Vortat als tauglichen Täter, sofern sich die Beute in seinem Besitz befindet und er diese für sichern will. 3. Vereinzelte Literaturansicht Ganz vereinzelt: auch derjenige, der an der Vortat nicht beteiligt war, - Streit kann dahinstehen, da der subjektive Tatbestand des § 252 St. GB nicht erfüllt ist:

 • • • § 252 St. GB erfasst nicht denjenigen, der mit Drittzueignungsabsicht

• • • § 252 St. GB erfasst nicht denjenigen, der mit Drittzueignungsabsicht handelt! Somit keine Strafbarkeit gem. § 252 St. GB V. Strafbarkeit des B gem. § 239 Abs. 1, 2. Alt. St. GB durch Festhalten des N fünf Minuten = Entziehen der Fortbewegungsfreiheit für einen erheblichen Zeitraum +

 • • VI. Strafbarkeit gem. § 240 Abs. 1, 2 St. GB 1.

• • VI. Strafbarkeit gem. § 240 Abs. 1, 2 St. GB 1. Objektiver Tatbestand Gewalt i. S. d. § 240 Abs. 1 St. GB BVerf. G: erhebliche körperliche Kraftentfaltung hier + Strafbarkeit gem. § 240 Abs. 1, 2 St. GB daher + VII. Konkurrenzen §§ 242 I, 27; 240; 239; 52 St. GB

 • • B. Strafbarkeit des A I. Strafbarkeit gem. §§ 252, 25 Abs.

• • B. Strafbarkeit des A I. Strafbarkeit gem. §§ 252, 25 Abs. 1, 2. Alt. St. GB durch Zuruf an B, dieser möge N festhalten 1. Objektiver Tatbestand a) Vortat i. S. d. § 252 St. GB = vollendeter Diebstahl an der Vase gegeben. b) A auf frischer Tat betroffen c) Gewaltanwendung gegen N, um den Besitz an der Vase zu erhalten:

 • • A hat die Anwendung von Gewalt nicht selbst vorgenommen, jedoch könnte

• • A hat die Anwendung von Gewalt nicht selbst vorgenommen, jedoch könnte ihm das Verhalten des B zuzurechnen sein, gemäß § 25 Abs. 1, 2. Alt. St. GB B = absichtslos doloses Werkzeug? umstr. Fallgruppe: aa) Rspr. Täterwille des Hintermannes + wegen überwiegenden eigenen Interesses bb) Teil der Literatur keine mittelbare Täterschaft durch Benutzen eines absichtslos dolosen Werkzeugs

 • • • Keine Tatherrschaft: fehle das charakteristische Übergewicht des mittelbaren Täters gegenüber

• • • Keine Tatherrschaft: fehle das charakteristische Übergewicht des mittelbaren Täters gegenüber dem Tatmittler cc) h. M. Der Hintermann besitze das rechtliche Übergewicht. Erst wenn der Vordermann ohne jegliches Defizit handle, scheide mittelbare Täterschaft aus. Falls Rspr. oder h. M. gefolgt wird: Mittelbare Täterschaft + 2. Subjektiver Tatbestand: Vorsatz, Besitzerhaltungsabsicht +

 • • 3. Rechtswidrigkeit und Schuld + Strafbarkeit gem. §§ 252, 25 Abs.

• • 3. Rechtswidrigkeit und Schuld + Strafbarkeit gem. §§ 252, 25 Abs. 1, 2. Alt. St. GB + • II. Strafbarkeit gem. §§ 240 Abs. 1 und 2, 26 St. GB aufgrund des Zurufs 1. Objektiver Tatbestand a) vorsätzliche rechtswidrige Haupttat: +, von B begangene Nötigung b) Bestimmen i. S. d. § 26 St. GB = Hervorrufen des Tatentschlusses + 2. Subjektiver Tatbestand Doppelter Anstiftervorsatz: + • • •

 • • • 3. Rechtswidrigkeit und Schuld + Strafbarkeit gem. §§ 240 Abs.

• • • 3. Rechtswidrigkeit und Schuld + Strafbarkeit gem. §§ 240 Abs. 1 und 2, 26 St. GB + III. Strafbarkeit gem. §§ 239 Abs. 1, 26 St. GB Unproblematisch + IV. Konkurrenzen § 242 I St. GB im ersten Tatkomplex begangene Diebstahl tritt als mitbestrafte Vortat (Konsumtion) hinter §§ 252, 25 I 2. Alt. St. GB zurück,

 • • • §§ 239, 26; 240, 26 St. GB im Wege der

• • • §§ 239, 26; 240, 26 St. GB im Wege der Spezialität verdrängt. Es bleiben: §§ 252, 25 Abs. 1, 2. Alt. St. GB C. Strafbarkeit des B als Teilnehmer I. Strafbarkeit gem. §§ 252, 25 Abs. 1, 2. Alt. , 27 St. GB vorsätzliche rechtswidrige Haupttat = von A begangene §§ 252, 25 Abs. 1, 2. Alt. St. GB Dazu Hilfeleistung des B durch den von ihm bewirkten Gewalteinsatz gegen N in Kenntnis aller Umstände

 • • Strafbarkeit des B gem. §§ 252, 25 Abs. 1, 2. Alt.

• • Strafbarkeit des B gem. §§ 252, 25 Abs. 1, 2. Alt. , 27 St. GB + (B = zugleich Tatmittler (Werkzeug) und Teilnehmer) II. Konkurrenzen §§ 252, 25 Abs. 1, 2. Alt. , 27 St. GB verdrängt als lex specialis §§ 242 I, 27 St. GB §§ 252, 25 Abs. 1, 2. Alt. , 27 St. GB verdrängt auch §§ 239, 240 St. GB im Wege der Spezialität. Insgesamt: Strafbarkeit des B im zweiten Tatkomplex = §§ 252, 25 Abs. 1, 2. Alt. , 27 St. GB

 • • 3. Tatkomplex: Die Anzeige bei der Polizei A. Strafbarkeit des N

• • 3. Tatkomplex: Die Anzeige bei der Polizei A. Strafbarkeit des N I. Strafbarkeit gem. § 153 Abs. 1 St. GB durch Dramatisierung Polizei hat nicht die Zuständigkeit zur eidlichen Vernehmung. Keine Strafbarkeit gem. § 153 St. GB II. Strafbarkeit gem. § 164 Abs. 1 St. GB wegen Dramatisierung 1. Objektiver Tatbestand Tathandlung = falsches Verdächtigen der betreffenden Person bei einer Behörde.

 • • • Falsches Verdächtigen = das Behaupten von Tatsachen, die im konkreten

• • • Falsches Verdächtigen = das Behaupten von Tatsachen, die im konkreten Fall geeignet sind, einen Tatverdacht auf eine in Wahrheit unschuldige Person zu lenken, zu verstärken oder hervorzurufen. - Von N geschildertes Geschehen = gem. §§ 249, 250 Abs. 1 Nr. 1 b St. GB - nur die Behauptung zutreffend, dass dem N die Vase durch das Zusammenwirken des A und B entwendet wurde Dazu a) Rspr. kommt darauf an, dass die Tätigkeit der Behörden schließlich in die richtige Richtung gelenkt wird

 • • • Habe der Verdächtigte die Tat tatsächlich begangen und der Täter

• • • Habe der Verdächtigte die Tat tatsächlich begangen und der Täter dies gewusst oder nur gelogen, um einen überzeugenden Beweis zu erbringen: keine Bestrafung (dafür Rechtsgut: Schutz der Rechtspflege vor Irreführung) Danach keine Strafbarkeit des N gemäß § 164 St. GB b) Teil der Literatur lässt ausreichen, wenn das verdachtsbegründende Tatsachenmaterial falsch ist

 • • Nach dieser Ansicht Strafbarkeit des N gem. § 164 Abs. 1

• • Nach dieser Ansicht Strafbarkeit des N gem. § 164 Abs. 1 St. GB + (A und B haben keinen schweren gemeinschaftlichen Raub begangen. ) Je nachdem, welcher Auffassung gefolgt wird: Strafbarkeit + oder – III. Strafbarkeit gem. § 145 d Abs. 1 Nr. 1 St. GB aufgrund der Dramatisierung ähnlich wie bei § 164 St. GB ist ebenfalls weitgehend ungeklärt, wie Übertreibungen mit richtigem Wahrheitskern zu beurteilen sind:

 • • § 145 d St. GB = ebenfalls Delikt zum Schutz der

• • § 145 d St. GB = ebenfalls Delikt zum Schutz der Rechtspflege A und B hatten tatsächlich mit dem Entzug der Vase zu tun hatten, die Polizei von N wurde mithin nicht auf eine falsche Spur gelenkt, Keine Strafbarkeit gem. § 145 d Abs. 1 St. GB

 • • • B. Strafbarkeit von A und B I. Strafbarkeit gem. §

• • • B. Strafbarkeit von A und B I. Strafbarkeit gem. § 164 Abs. 1 St. GB durch Aussage, N müsse sich alles ausgedacht haben objektive Voraussetzungen einer falschen Verdächtigung gem. § 164 Abs. 1 St. GB + Jedoch Leugnung eigener Taten zum Zwecke der Selbstbegünstigung (Selbstbegünstigungsprivileg Keine Strafbarkeit gemäß § 164 St. GB

 • • II. Strafbarkeit gem. § 145 d Abs. 1 Nr. 1 St.

• • II. Strafbarkeit gem. § 145 d Abs. 1 Nr. 1 St. GB aufgrund desselben Verhaltens keine weitere unnütze polizeiliche Ermittlungsarbeit in die Wege geleitet Sachverhalt, der zur Mitnahme der Vase geführt hatte, war ohnehin aufzuklären Keine Strafbarkeit gem. § 145 d Abs. 1 St. GB