IVAN VASOV Ivan Mintschov Vasov ist ein klassischer






















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IVAN VASOV
Ivan Mintschov Vasov ist ein klassischer bulgarischer Schriftsteller, der oft als der „Patriarch der bulgarischen Literatur“ bezeichnet wird. Sein Werk ist eine Wiederspiegelung der historischen Epoche: die Zeit der Wiedergeburt und des Russisch. Osmanischen Befreiungskriegs. Ivan Vasov ist Akademiker bei der Bulgarischen Wissenschaftsakademie und von 7. September 1897 bis 30. Januar 1899 Bildungsminister in der Regierung der konservativen Volkspartei.
Kindheit und Jugend Vasovs Geburtshaus in Sopot Ivan Vasov wurde am 9. Juli 1850 in Sopot geboren. Er stamm aus der Fa-milie eines wohlhabenden Kaufmanns, in der die strenge Ordnung, das Patriar-chat, die Verehrung der religiösen und Volkstraditionen, die Aufgeschlossen-heit für die Wiedergeburt-, Bildungs-, und Vaterlandsideen geschätzt wurden. Er war Bruder Generäle Georgi Vasov und Vladimir Vasov, sowie auch des Politikers Boris Vasov.
Vasovs Schule Vasov absolvierte die einheimische weiterführende Schule und kam mit der originalen und übersetzten Literatur in Berührung. Mit Hilfe des Lehrers Parteniy Beltschev, ein russischer Zögling, machte er sich vertraut mit der russischen Poesie. Im Jahre 1865 lernte er Griechisch und Türkisch in der Schule von Kalofer bei dem Lehrer Botyo Petkov (Botevs Vater), wo er als Hilfslehrer tätig war. Dort fand Vasov eine reiche Bibliothek vor, voll mit französischen und russischen Werken, die für seine spätere literarische Entwicklung prägend wurden.
Im Jahr 1866 schrieb sich Vasov in der 4. Klasse des Gymnasiums in Plovdiv ein, das von Yoakim Gruev geleitet wurde. Dort sollte er sein Griechisch und Türkisch verbessern. Stattdessen lernte Vasov eifrig Französisch und begeisterte sich für die Poesie von Pierre de Beranger, Victor Hugo und Alphonce de Lamartine. Im Jahr 1868 wurde er von seinem Vater nach Sopot zurück berufen, um die Geschäfte zu übernehmen. Vasov zeigte aber kein Interesse daran und füllte die Geschäftshefte mit Reimen und Versen (ein Teil dieser Gedichte wurden 1880 in der Gedichtsammlung „Mayska Kitka“ herausgegeben). Sein erstes veröffentliche Gedicht „Die Kiefer“ erschien im Jahr 1870 in der „Periodischen Zeitschrift“ des Literaturvereins in Braila.
Emigration nach Rumänien Das dichterische Wirken des jungen Vasov wurde von seiner Mutter, eine gesellige und wissbegierige Frau, beschützt, doch das weckte die Unzufriedenheit seines Vaters, der aus seinem Sohn einen Kaufmann machen wollte. Aus diesem Grund wurde Vasov 1870 zu seinem Onkel in Rumänien geschickt, um den kaufmännischen Beruf zu erlernen. Doch auch dort blieb Vasov seiner Berufung treu – er lernte Rumänisch, studierte die rumänische Poesie und schrieb patriotische Gedichte, die in der „Periodi -schen Zeitschrift“, in der Zeitschrift „Kulturhaus“, in den Zeitungen „Heimat“ und „Freiheit“ veröffentlicht wurden.
Eines Tages zog Vasov nach Braila, wo er 3 Monate lang im Gasthof von Neno Todorov aus Strandscha wohnte. Das Leben in der bulgarischen Exilgemeinschaft, seine Bekannschaft mit Botev, beeinflussten den jungen Dichter und weckten in ihm den Patrioten. Nach Vasovs Heimkehr in Bulgarien arbeitete er von 1872 bis 1873 als Lehrer im heutigen Svilengrad. Später war er Übersetzer beim Bau der Eisenbahnlinie Sofia-Kyustendil. Er verbesserte sein Französisch, lernte Deutsch, bekam Einblicke in die Lebensweise des bulgarischen Bauern. 1875 kehrte er in seine Heimatstadt zurück und wurde Mitglied am Sopoter Revolutionären Komitee. Nach der Niederschlagung des Stara. Sagora-Aufstandes im Jahr 1875 emigrierte er in Rumänien. In Bukarest schloss er sich der Zentralen Bulgarischen Wohltätigkeitsgesellschaft an und wurde deren Sekretär. Unter sehr schweren Bedingungen veröffentlichte er seine ersten Gedichtsammlungen „Banner und Gusla“ und „Die Trauer Bulgariens“.
Leben und Wirken in Berkovitsa Vasovs Haus in Berkovitsa In Berkovitsa wurde Vasov zum Vorsitzenden des Landgerichts (März 1879 – September 1880) eingestellt. Ein Gerichtsfall aus seinem Praktikum in der Stadt inspirierte ihn beim Schreiben des Poems „Gramada. Aus dem Leben der Schopen“.
Leben und Wirken in Plovdiv Am 5. Oktober 1880 ließ sich Vasov in Plovdiv, der Hauptstadt Ostrumeliens nieder. Hier nahm er aktiv am gesellschaftlichen und kulturellen Leben des Gebiets teil, und zwar als Abgeordneter in das Provinzparlament seitens der Volkspartei, als Redakteur, Publizist und Kritiker, als Kulturträger und Schriftsteller. Anfang des Jahres 1881 wurde Vasov zum Vorsitzenden der Plovdiver Literatur- und Wissenschaftsgemeinschaft gewählt und wurde Redakteur der von ihr herausgegebenen Zeitschrift „Wissenschaft“, der ersten bulgarischen Wissenschaftszeitschrift nach der Unabhängigkeit Bulgariens.
1885 gründeten Vasov und der Schriftsteller Velitschkov die erste Literaturzeitschrift Bulgariens – die Zeitschrift „Morgenröte“. Beide waren auch Herausgeber der breit bekannten zweiteiligen Bulgarischen Christomathie, die mehr als 100 bulgarische und ausländische Autoren vorstellte. Vasovs Aufenthalt in Plovdiv war besonders fruchtbringend für seine schöpferische Entwicklung. Seine Werke aus dieser Zeit schufen die Grundlage der bulgarischen Literatur nach der Befreiung vom Türkischen Joch, und zeichneten eine Reihe von Höhepunkten aus – „Die Epopöe der Vergessenen“, die Gedichte „Die bulgarische Sprache“, „Auf zur Freiheit“, die Novellen „Unbeliebt und Heimatlos“, „Die Onkels“, die Erzählung „Kommt es? “ u. a.
Leben und Wirken in Russland Im Herbst 1886, nach dem Putsch am 9. August, setzten politische Verfolgungen ein und Vasov wurde gezwungen aus Bulgarien auszuscheiden. Nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in Zarigrad zog er nach Odessa, wo er, um seine Qual über die verlorene Heimat zu ersticken, den Roman „Unter dem Joch“ schrieb. Das Werk wurde nach seiner Heimkehr in Bulgarien veröffentlicht.
Leben und Wirken in Sofia Vasovs Museum in Sofia Seit 1889 lebte Vasov in Sofia. 1890 gründete er die Zeitschrift „Denniza“, die 2 Jahre lang erschien. In dieser Zeit schrieb Vasov seine bedeutendsten kritischrealistischen Erzählungen, die er in zwei Bänden unter den Titel „Kratzer und Striche“ zusammenfasste. Im Jahre 1895 wurde das 25 -jährige Jubiläum seiner literarischen Tätigkeit gefeiert. Der Roman „Neues Land“ wurde von der Kritik so negativ empfangen, dass der gekränkte Autor den Beschluss fasste, das Schreiben niederzulegen. In diesem Zusammenhang wurde auch seine erneute politische Aktivität erklärt. 1897 trat er als Bildungsminister in die Regierung der Volkspartei ein. Während der Balkankriege schrieb er drei Gedichtsammlungen, die eine Chronik dieser Ereignisse darstellen.
1920 wurde Vasovs 70 jähriges Jubiläum feierlich begangen. In dieser Zeit ist er schon seit langen zum Volkspoeten ernannt worden. Im Jahre 1921 starb er an einem Blutsturz.
Vasovs Werke Seine bekanntesten Erzählungen: • Die gefährlichen Abenteuer des Apostels • Opa Joco schaut • Eine Bulgarin • Kommt er? • Es rauscht die Mariza • Landschaft
Seine bekanntesten Romane und Novellen: • • • Unter dem Joch Neues Land Svetoslav Terter Unbeliebt und Heimatlos Die Onkel Nora
Seine bekanntesten Sammelbände und Poeme: • • • Erzählungen 1881 -1901 Striche und Farben Gesehenes und gehörtes Bunte Welt Morgens im Banken Gramada. Poem aus dem Leben der Schopen Zagorka Epopöe der Vergessenen Meine Nachbarin Gmitra Die Rose von Sinay
Seine bekanntesten Gedichtsammlungen und Reiseberichte: • • • Banner und Gusla Slivniza Erlösung Epopöe der Vergessenen Lieder über Mazedonien • • • Im Schoße der Rhodopen Vitoscha Rila Pirin Der Ochse Das Rosental und Tundja
Seine bekanntesten Dramen und Komödien: • Freiheitskämpfer • Zum Abgrund • • Sluschbogonzi Zeitungsverkäufer? Herr Mortagon Zweikampf
IVAN VASOV (1850 – 1921)
Quellennachweis: https: //de. wikipedia. org/wiki/Iwan_Wasow
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