Informationsveranstaltu ng zur Masterarbeit Dr Susanne Volkmar 10
Informationsveranstaltu ng zur Masterarbeit Dr. Susanne Volkmar, 10. 01. 2018
Gliederung 1 Themen- und Fragestellenentwicklung 2 Das Exposé 3 Frau Dr. Volkmar als Erstgutachterin 4 Formalia a. Voraussetzungen und Anmeldung b. Bearbeitung und Abgabe 5 weitere Fragen
1. Themen- und Fragestellungsentwicklung Welches Thema könnte mich interessieren? Informieren Sie sich bei den einzelnen Fachbereichen und Lehrstühlen auf den Webseiten oder persönlich, z. B. in Sprechstunden zu möglichen Themen. Greifen Sie auf interessante Themen aus Seminaren oder Veranstaltungen zurück. Achten Sie beim Lesen von Abschlussarbeiten, Forschungsberichten oder Studien auf unbeantwortet gebliebene Forschungsfragen. Sprechen Sie geeignete Ideen mit dem potentiellen 1. Betreuer/der potentiellen 1. Betreuerin ab.
1. Themen- und Fragestellungsentwicklung Ein Thema „erkunden“: - Fakten: genaue Details, die bedeutungsvoll sind Statistiken: Listen, Diagramm, Tabellen Beobachtungen Zitate: aussagen anderer über den Gegenstand Anekdoten: kleine Geschichten, die mehr zeigen als erzählen. . . Theorien: Gedanken von anderen, die den Gegenstand zu erklären versuchen. Strukturen: Welche Verbindungen ergeben sich zwischen den Elementen? Probleme: Die etwas über die Bedeutung des Gegenstands aussagen. Lösungen: Die sich aus dem Gegenstand ergeben. Ideen: Vermutungen, Ahnungen, schätzungen Geschichte: Alles was die Vergangenheit des Gegenstands betrifft. Implikationen: Wie sieht die Zukunft des Gegenstands aus?
1. Themen- und Fragestellungsentwicklung Quellen für wissenschaftliche Themen - Themen aus früheren Lehrveranstaltungen aktuelle Forschungsprojekte eigene Alltagserfahrungen Fachzeitschriften aktuelle Studien wichtige Fachzeitschriften: - Blätter der Wohlfahrtspflege Sozial Extra Soziale Arbeit Sozialmagazin Sozialwirtschaft aktuell Zeitschrift für Sozialpädagogik. . .
1. Themen- und Fragestellungsentwicklung Konkretisieren des Themas. . . - Einen Aspekt auswählen: Freuds Verhältnis zur Sprache Zeitliche Eingrenzungen: genaue Jahresangabe oder Zeitspanne Eingrenzung der Quellen: Beschränkung auf Handbücher, Monografien, Biografien, Zeitschriften Beobachtungsebene spezifizieren: individuelle, soziale, psychologische, historische, juristische, formale, kausale, moralische, kognitive Seite Beziehungen herstellen: zwei Objekte, Theorien oder Personen miteinander in Beziehungen setzen Schwerpunkte setzen: Gewichtungen vornehmen Überblick geben: geschichtlich, aktuell, personell Neues hervorheben: Bekanntes weglassen Personen auswählen: Personen, die typisch für Thema sind Systeme eingrenzen: Gruppe von zusammengehörigen Variablen bilden und alles andere ausgrenzen Anwendungsbereiche konkretisieren: Handlungszusammenhänge herstellen, Institutionen auswählen BEACHTEN! Ein Thema muss bestimmten Kriterien genügen: - nicht zu umfangreich Zugänglich nicht zu persönlich
1. Themen- und Fragestellungsentwicklung Entwickeln von Fragestellungen - Die Fragestellung formuliert die Leitfragen, die der Autor/die Autorin zu beantworten sucht. Soll eine Arbeit nur etwas dokumentieren, zusammen- und darstellen, was bereits bekannt ist, dann ist eine Fragestellung überflüssig. mögliche Zielsetzungen. . . - Wissen über. . . zusammentragen Neues bekannt machen in Diskurs eingreifen Phänomen erklären Behauptungen überprüfen Zusammenhang untersuchen Quellen vergleichen Theorien vergleichen Argumente für/gegen diskutieren Sachverhalt analysieren Sachverhalt interpretieren
1. Themen- und Fragestellungsentwicklung Fragenkatalog zur Themenfindung - Thematik Wie lautet das (vorläufige) Thema? Was will oder möchte ich über das Thema wissen? Was finde ich an dem Thema besonders interessant oder spannend? Warum finde ich es spannend? Was interessiert mich nicht an dem Thema? Was möchte ich nicht herausfinden? - Problematik Welche Fragen und Probleme sehe ich und möchte ich beantwortet haben? Was möchte ich herausfinden? - Forschungsstand Was weiß ich bis jetzt zum Thema? Was habe ich dazu bereits gelesen/gelernt? Was weiß ich noch nicht, was muss ich mir noch aneignen? Kann man das Thema aus jetziger Sicht bearbeiten oder ist der Aufwand zu hoch? Warum ist der aufwand zu hoch? Was könnte ich tun, um den Aufwand zu mindern? (vgl. Franck 1999, S. 59; Hunziker 2002, S. 39 f. )
2. Das Exposé Ein Exposé ist immer die Skizze einer Arbeit, die noch nicht durchgeführt ist, sondern sich in der Planung befindet. Ziel eines Exposés ist es, den Leser(inne)n einen Eindruck des Vorhabens zu vermitteln, auf dessen Grundlage sich ein Urteil einerseits über die Originalität und Relevanz der Fragestellung, andererseits über die Kohärenz und Machbarkeit der Arbeit bilden können. Mehr als andere Arbeitsformen richtet sich das Exposé an Dritte. Zugleich ist das Schreiben eines Exposés aber auch eine wichtige Selbstvergewisserung. Ein Vorhaben, dessen Fragestellung, Methode und Zeitplan gegenüber Dritten nicht in einer Skizze zu vermitteln sind, ist in der Regel noch nicht ausgereift. Unabhängig vom Kontext macht ein gutes Exposé deutlich, welchen Fragen die Arbeit nachgeht und wie sie versuchen wird, diese Fragen zu beantworten. Dabei sollte eine zentrale Fragestellung deutlich werden. Außerdem erläutert es den Leser(inne)n, warum die behandelten Fragen wichtig sind und inwiefern das Vorhaben erfolgversprechend und praktisch durchführbar ist.
2. Das Exposé – Was ist das überhaupt? Ein Exposé sollte Antworten auf fünf Fragen geben. - - (1) Mit welchem Gegenstandsbereich befassen Sie sich? Welcher Frage bezogen auf diesen Gegenstandsbereich möchten Sie nachgehen? Inwiefern erscheint diese Frage hinlänglich originell? (2) Aufgrund welcher wissenschaftlichen und/oder gesellschaft-lichen/politischen Probleme und Entwicklungen stellt sich diese Frage? (3) Gibt es zu dieser Frage Forschungsarbeiten, und was ist gege-benenfalls der Stand der Forschung? (4) Welche theoretischen Prämissen leiten die Beantwortung der Forschungsfrage an und ergeben diese eine kohärente, überzeu-gende Argumentation? (5) Lässt sich die von Ihnen formulierte Frage methodisch reflektiert beantworten? Wie wollen Sie dabei vorgehen?
2. Das Exposé – die Gliederung 1. Thema und Fragestellung: Ein Exposé muss den zentralen Gegenstand der geplanten Arbeit klarmachen. Die Formulierung einer klaren und problemorientierten Fragestellung macht den Leser(inne)n deutlich, welche Eigenschaften eines Gegenstandes unter welchem Gesichtspunkt untersucht werden. Die Fragestellung sollte zum einen relevant sein, d. h. die angestrebte Antwort sollte nicht nur für die Autorin/den Autor selbst interessant sein. 2. Forschungsstand: Ein Überblick über den Forschungsstand gibt wieder, was zu dem Thema, das im Mittelpunkt des Vorhabens steht, bereits publiziert wurde. Besonders wichtig ist dabei, welche Aspekte bereits behandelt und vor allem, welche Aspekte noch nicht behandelt wurden. Es gilt, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Kontroversen von zentraler Bedeutung sind und welche Methoden bislang im Vordergrund standen. 3. Methode(n): Das Exposé muss deutlich machen, welche Methoden in der wissenschaftlichen Arbeit angewendet werden und warum diese Methoden zur Bearbeitung der Fragestellung hilfreich, bzw. notwendig sind. Dies schließt unter Umständen auch eine kurze Erläuterung ein, warum bestimmte Methoden, die im konkreten Fall vielleicht nahe liegen, nicht verwendet werden. 4. Fall- und Materialauswahl: Sofern eine Arbeit nicht rein theoretisch konzipiert sein soll (was natürlich möglich ist), sollte ein Exposé erläutern, anhand welcher empirischen Materialien bzw. Fälle die Fragestellung beantwortet werden soll bzw. kann. Dabei ist es besonders wichtig, aus der Vielzahl möglicher Fälle eines Gegenstandsbereichs eine wohl begründete Auswahl vorzunehmen, die eine Beantwortung der zentralen Frage ermöglicht. Diese Fallauswahl ergibt sich erst auf Grundlage des zuvor erarbeiteten Überblicks über den Forschungsstand. Darüber hinaus sollte deutlich werden, anhand welcher empirischen Materialien der Forschungsfrage konkret nachgegangen wird. 5. Zeitplan: Gerade bei größeren Vorhaben ist es sinnvoll, einen Zeitplan aufzustellen. Der Zeitplan dient nicht nur dazu, die Leser(innen) und den Autor selbst von der Machbarkeit eines Vorhabens zu überzeugen, sondern auch der Strukturierung der eigenen Arbeit. 6. Literatur: Eine Bibliographie ist wichtig, weil sie signalisiert, welche Literatur bereits rezipiert worden ist bzw. als einschlägig betrachtet wird und welche Titel unter Umständen fehlen. Die Bibliographie unterscheidet sich vom Literaturverzeichnis einer abgeschlossenen wissenschaftlichen Arbeit, weil sie nicht nur die im
2. Das Exposé – der Umfang Wie ausführlich sollte ein Exposé sein? Die angemessene Länge für ein Exposé hängt nicht zuletzt vom Umfang und der Komplexität des Vorhabens ab. Es sollte sich auf die zentralen Informationen beschränken. Als Faustregel kann gelten, dass eine Länge von fünf bis zehn Seiten bei Master-arbeiten in der Regel angemessen ist. Je präziser und informativer ein Exposé ist, desto fundierter können die Anmerkungen der Leser(innen) sein. Da ein Exposé in erster Linie eine präzise Vorstellung des eigenen Forschungsvor-habens vermitteln soll, sind ausführliche Einleitungen, Ausschmückungen, lange Zitate und Anekdoten zumeist unnötig. Andererseits sollte ein Exposé jedoch nicht darauf verzichten, durch bewusst eingesetzte Stilmittel die Aufmerksamkeit der Leserin (des Lesers) für sich zu gewinnen
3. Frau Dr. Volkmar als Erstgutachterin Themengebiete. . . - Alt, älter, noch älter. . . – Herausforderungen und Konsequenzen für die Soziale Arbeit Erziehungs- und Bildungspartnerschaft in pädagogischen Settings Inklusion als sozialpädagogisches Statement und Herausforderung Partizipation in der Kinder- und Jugendhilfe Führungs- und Leitungskompetenzen sozial-pädagogischer Fachkräfte Sozialpädagogische Herausforderungen im Umgang mit Heterogenität und sozio-kultureller Vielfalt Professionalität pädagogischer Fachkräfte, z. B. Elternarbeit, Beziehungsaufbau. . . Anzahl: 10 in der Erstbegutachtung
4. Formalia Voraussetzungen: Im Studiengang eingeschrieben/aktuelle Studienbescheinigung Mindestens 60 ECTS Anmeldung erfolgt ausschließlich über das ASPA – Anmeldeformular NICHT bei den Gutachter_innen abgeben Anmeldung jeden Monat bis zum 10. möglich, Zulassung dann jeweils zum 15. des Monats Anmeldung bis spätestens zum 6. Semester, sonst erstmalig „nicht bestanden“ Einmaliger Themenwechsel innerhalb von 4 Wochen Bearbeitungszeit beginnt dann neu
4. Formalia Bearbeitung, Abgabe Bearbeitungszeit 6 Monate Umfang 80 Seiten (+/-) Abgabe von 3 gebunden Exemplaren inkl. digitaler Version der Arbeit beim ASPA Möglichkeit der Gruppenarbeit (max. 2 Studierende; klare Trennung der Anteile in Gliederung) KEIN Kolloquium Wertigkeit der Note entspricht Note x 3 (30 ECTS)
5. weitere Fragen Kann man sich einen Institutsfremden Betreuer als Erst-oder Zweitbetreuer_in wählen, was ist möglich und was nicht? - grundsätzlich: Professor_innen und wissenschaftliche Mitarbeiter_innen des Instituts für Erziehungswissenschaft, die als Dozenten im Masterstudiengang Erziehungswissenschaft – Sozialpädagogik/Sozialmanagement lehren. Konkret: Erstgutachter: Gruppe der Hochschullehrer bzw. mind. habilitiert, Zweitgutachter: min. promoviert Erstgutachter_in aus dem If. E, Zweitgutachter_in kann aus der Fakultät sein externer Gutachter/eine externe Gutachterin kann nur mit Zustimmung des Prüfungsausschusses zugelassen werden. Hat man als MA-Arbeitschreibende_r Vorteile z. B. Kabine in der Thulb mieten für den Zeitraum der Arbeit? - nein Was muss ich beachten wenn ich für bzw. in Kooperation mit einer Einrichtung/ Organisation. . . schreibe? Ist das überhaupt möglich bzw. erwünscht? - Kooperation ist möglich hilfreich ist das schriftliche Festlegen des Ziels, des Auftrags; Was will die Einrichtung, Organisation konkret haben? Weicht oftmals vom wissenschaftlichen Anspruch der Arbeit ab
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
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