Herzlich Willkommen zum 1 Modul der Weiterbildung Hygienebeauftragte
Herzlich Willkommen zum 1. Modul der Weiterbildung „Hygienebeauftragte in der Kinder - und Jugendhilfe“ Bitte beachten Sie vor dem Start der Bearbeitung die allgemeinen Anwendungshinweise zu diesem E-Learning-Modul Weiter
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Inhalte des 1. Moduls In diesem Modul beschäftigen wir uns zunächst mit folgenden Themen: 1. Gesetzliche Grundlagen und Rahmenbedingungen 2. Reinigung und Desinfektion 3. Die häufigsten Infektionskrankheiten Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 4
Gesetzliche Grundlagen (§) Maßgeblich für die Umsetzung der Hygiene und der Infektionsprävention in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe ist das Infektionsschutzgesetz (Link zum If. SG) Da dieses Gesetz jedoch auch alle medizinischen und pflegerischen Einrichtungen sowie Lebensmittelbetriebe betrifft, behandeln wir im Folgenden lediglich die relevanten Themen für die Kinder- und Jugendhilfe. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 5
Gesetzliche Grundlagen 2 Der 6. Abschnitt des If. SG beschäftigt sich mit Gemeinschaftseinrichtungen. (Was sind Gemeinschaftseinrichtungen? Hier finden Sie die Antwort) Jede Einrichtung muss Hygienepläne haben. In diesen Plänen müssen festgelegt werden: • Die erforderlichen Maßnahmen bei Infektionskrankheiten • sowie Maßnahmen, um diese Krankheiten und deren Verbreitung zu verhindern. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 6
Hygienepläne für die Kinder- und Jugendhilfe Zur Orientierung, wie ein solcher Hygieneplan aufgebaut sein kann, stehen im Internet vielfältige Informationen zur Verfügung. Zum Beispiel auf den Seiten Ihres zuständigen Gesundheitsamtes, dem Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) und dem Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit der Uniklinik Bonn uvm. Hier finden Sie einige hilfreiche Links weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 7
Gesetzliche Grundlagen 3 Durch das Zusammentreffen von vielen Personen in Gemeinschaftseinrichtungen erhöht sich natürlich auch das Risiko, dass infizierte oder erkrankte Menschen darunter sind. Durch den verhältnismäßig engen Kontakt der Personen untereinander besteht daher auch ein erhöhtes Risiko, dass sich Infektionen innerhalb der Einrichtung verbreiten und im nächsten Schritt natürlich auch in die jeweiligen Familien, die Arbeitsplätze der Eltern usw. weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 8
Gesetzliche Grundlagen 4 Aus diesem Grunde legt das If. SG bei bestimmten Erkrankungen Maßnahmen fest, die durch die Einrichtung zu treffen sind. Dies sind ein Besuchs-, Tätigkeits- und Beschäftigungsverbot sowie eine Meldepflicht weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 9
Gesetzliche Grundlagen 5 Besuchs-, Beschäftigungs- und Tätigkeitsverbot Bei den folgenden Erkrankungen (auch, wenn schon der Verdacht besteht) dürfen die Kinder, wie auch die Mitarbeitenden die Einrichtung nicht betreten (§ 34, Satz 1, If. SG): 1. Cholera 2. Diphtherie 3. Enteritis durch enterohämorrhagische E. coli (EHEC) 4. virusbedingtem hämorrhagischen Fieber (z. B. Ebola) 5. Haemophilus influenzae Typ b-Meningitis 6. Impetigo contagiosa (ansteckende Borkenflechte) 7. Keuchhusten 8. ansteckungsfähiger Lungentuberkulose 9. Masern 10. Meningokokken-Infektion 11. Mumps 12. Paratyphus 13. Pest 14. Poliomyelitis 14 a. Röteln 15. Scharlach oder sonstigen Streptococcus pyogenes-Infektionen 16. Shigellose 17. Skabies (Krätze) 18. Typhus abdominalis 19. Virushepatitis A oder E 20. Windpocken Einige dieser Erkrankungen kommen natürlich in Deutschland nur sehr selten vor und sind daher sehr unwahrscheinlich, wie z. B. Ebola oder Pest. Aber sie stehen so im Gesetz, weshalb ich Sie Ihnen nicht vorenthalten möchte. Die häufigsten sind hier fett markiert. oder die verlaust sind. weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 10
Gesetzliche Grundlagen 6 Besuchs-, Beschäftigungs- und Tätigkeitsverbot Dasselbe gilt auch, wenn Personen Erreger bestimmter Infektionskrankheiten z. B. über den Stuhl ausscheiden, auch wenn sie nicht daran erkrankt sind (§ 34, Satz 2, If. SG) Das sind: 1. Vibrio cholerae O 1 und O 139 (= Erreger der Cholera) 2. Corynebacterium spp. , Toxin bildend (= Erreger der Diphtherie) 3. Salmonella Typhi (= Erreger des Typhus) 4. Salmonella Paratyphi (= Erreger des Paratyphus) 5. Shigella sp. (Erreger der Shigellose / Ruhr) 6. enterohämorrhagischen E. coli (EHEC) (Toxinbildende Escherichia coli) Die Links sind aus Wikipedia. Für den jeweiligen Inhalt wird keine Gewähr übernommen. weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 11
Gesetzliche Grundlagen 7 Eine Besonderheit in Gemeinschaftseinrichtungen ist, dass dieses Besuchsverbot auch dann gilt, wenn Personen aus demselben Haushalt erkrankt sind oder Erkrankung verdächtig sind. Was bedeutet das jetzt konkret? weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 12
Gesetzliche Grundlagen 8 Geschwisterkind 1 darf wegen der Weiter mit Linksklick, dann bitte jeweils 2 -3 Sekunden warten. Verdachtsdiagnose „Masern“ nicht in die Schule Kita Geschwister -kind 1 (Schulkind) Kita. Kind Mutter und Kita-Kind dürfen beide nicht in die Kita, wegen Kontakt zu Geschwisterkind 1 Geschwister -kind 2 (Säugling) Mutter (Erzieherin in der Kita) Finanzamt Vater (Finanzbeamter) Der Vater darf weiterarbeiten weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 13
Gesetzliche Grundlagen 9 • Grund hierfür ist, dass auch die Kontaktpersonen den Erreger tragen und somit in der Kita verbreiten können. • Eine Impfung hilft in diesem Fall zwar, kann aber die Übertragung auch nicht ausschließen. • Für den Vater als Finanzbeamten gilt dieser Paragraph nicht, für ihn hat es keine Konsequenzen. Übrigens: Einen solchen Paragraphen gibt es auch nicht für Ärzte und Pflegepersonal. 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie weiter 14
Gesetzliche Grundlagen 10 Für welche Erkrankungen gilt das? 1. Cholera 2. Diphtherie 3. Enteritis durch enterohämorrhagische E. coli (EHEC) 4. virusbedingtem hämorrhagischem Fieber 5. Haemophilus influenzae Typ b-Meningitis 6. ansteckungsfähiger Lungentuberkulose 7. Masern 8. Meningokokken-Infektion 9. Mumps Auch hier sind die 10. Paratyphus wahrscheinlichsten Erkrankungen 11. Pest wieder fett markiert. 12. Poliomyelitis 12 a. Röteln 13. Shigellose 14. Typhus abdominalis 15. Virushepatitis A oder E 16. Windpocken weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 15
Gesetzliche Grundlagen 11 Zusammenfassung § 34 Bei bestimmten Infektionskrankheiten dürfen die Kinder nicht in die Gemeinschaftseinrichtung, bzw. müssen bei Auftreten eines Verdachts unverzüglich durch die Eltern abgeholt werden. Auch Mitarbeiter*innen in den Einrichtungen dürfen diese bei Vorliegen der Erkrankung (auch schon bei Verdacht) nicht betreten. Diese Bestimmung gilt bei bestimmten Infektionen auch, wenn z. B. Familienangehörige aus demselben Haushalt daran erkrankt sind, nicht aber das Kind oder der/die Mitarbeiter*in selbst. Gründe hierfür sind entweder die Schwere der Erkrankung (weshalb sie unterbunden werden soll) und/oder die hohe Wahrscheinlichkeit einer Übertragung und damit Verbreitung der Erreger / der Erkrankung weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 16
MELDE- UND MITTEILUNGSPFLICHTEN weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 17
Gesetzliche Grundlagen 12 § 34, Abs. 5 Damit die Eltern nicht plötzlich und überraschend davon erfahren, dass ihr Kind nicht in die Einrichtung darf, müssen diese durch die Leitung der Einrichtung über die Besuchsverbote im Vorfeld informieren. Im Gesetz heißt es wörtlich: „Die Leitung der Gemeinschaftseinrichtung hat jede Person, die in der Gemeinschaftseinrichtung neu betreut wird, oder deren Sorgeberechtigte über die Pflichten zu belehren. “ weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 18
Gesetzliche Grundlagen 13 Welche Pflichten haben die Eltern / Sorgeberechtigte? Sie haben die Pflicht, die Einrichtung bei Auftreten einer der genannten Infektionskrankheiten unverzüglich zu informieren Im Gesetz heißt es wörtlich: „[…] so haben diese Personen […] der Gemeinschaftseinrichtung hiervon unverzüglich Mitteilung zu machen. “ weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 19
Gesetzliche Grundlagen 14 Diese Belehrung der Eltern / Sorgeberechtigte erfolgt in der Regel bereits vor der Aufnahme eines Kindes in die Einrichtung, meist in Form eines Briefes, der gemeinsam mit den restlichen Aufnahmeformalitäten versandt wird. Ein Beispiel für ein solches Schreiben finden Sie Hier (Internetverbindung erforderlich) weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 20
Gesetzliche Grundlagen 14. 1 In stationären Gemeinschaftseinrichtungen, wie z. B. Heimen, ist die Situation jedoch etwas anders. Hier können erkrankte Kinder und Jugendliche natürlich nicht von den Eltern abgeholt und somit aus der Einrichtung „entfernt“ werden. Der Hygieneplan muss hier entsprechende Hygiene- und Präventionsmaßnahmen klar festlegen zum Schutz der anderen Betreuten und Mitarbeiter*innen. weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 21
Gesetzliche Grundlagen 15 Aber nicht nur die Eltern haben eine Pflicht, die jeweilige Erkrankung an die Einrichtung zu melden. Auch die Einrichtung selbst muss die Erkrankung (oder den Verdacht) melden, und zwar an das für die Einrichtung zuständige Gesundheitsamt (GA). Wörtlich heißt es im Gesetz: „Werden Tatsachen bekannt, die das Vorliegen einer der […] Tatbestände annehmen lassen, so hat die Leitung der Gemeinschaftseinrichtung das Gesundheitsamt, […] unverzüglich zu benachrichtigen und krankheits- und personenbezogene Angaben zu machen. “ weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 22
Gesetzliche Grundlagen 16 Warum? 1. 2. 3. 4. Das GA kann die Einrichtung beraten, welche Maßnahmen getroffen werden sollten / müssen Das GA kann das nähere Familienumfeld und mögliche andere Verbreitungswege in der Bevölkerung ermitteln und auch dort entsprechende Maßnahmen ergreifen, um diese Verbreitung einzudämmen. Da diese Meldepflicht auch für Ärzte und Labors besteht, kann das GA unter Umständen regionale Cluster erkennen. Dadurch können ggfs. weitere gezielte Maßnahmen eingeleitet werden, um eine Verbreitung in der Bevölkerung zu verhindern. Die Daten aller Gesundheitsämter werden an das Robert-Koch. Institut weitergeleitet. Dort kann aus diesen Daten erkannt werden, ob es lokale Häufungen bestimmter Krankheiten z. B. in einzelnen Bundesländern gibt. Daraus wiederrum können dann gezielte Präventionsprogramme resultieren. weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 23
Gesetzliche Grundlagen 17 Das GA hat außerdem die Möglichkeit, Ausnahmen zuzulassen, wenn bestimmte Hygienemaßnahmen durch die Betroffenen und/oder die Einrichtung umgesetzt werden. Sprich, das Besuchsverbot kann unter bestimmten Auflagen aufgehoben werden. Diese Auflagen orientieren sich dann speziell am jeweiligen Erreger. 07. 12. 2020 Eine Möglichkeit wäre z. B. das Vorhalten eines speziellen Händeund Flächendesinfektionsmittel und die Verpflichtung der betroffenen Person, nach jedem Toilettengang eine Händedesinfektion sowie eine Desinfektion der Toilette vorzunehmen (Denkbar z. B. bei Salmonellen). Es bleibt aber immer eine Einzelfallentscheidung des Gesundheitsamtes weiter Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 24
Gesetzliche Grundlagen 18 Die Einrichtung sollte sich im Vorfeld informieren, wie sie das GA im Falle eines Falles erreichen kann und ob es bestimmte Meldeformulare hierfür gibt. Laut If. SG ist grundsätzlich die Leitung einer Gemeinschaftseinrichtung zur Meldung verpflichtet. Dies kann aber durchaus eine Tätigkeit sein, die an die Hygienebeauftragten delegiert werden kann. So besteht dann z. B. auch die Möglichkeit, dass die erforderlichen Hygienemaßnahmen in der Einrichtung direkt mit dem Hygienebeauftragten kommuniziert werden. (In der GFO erfolgt die Meldung aber grundsätzlich durch die Hygienefachkraft des GFO-Zentralbereich Hygiene und Infektiologie) weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 25
Gesetzliche Grundlagen 19 Information (§ 34, Abs. 8 If. SG): Das Gesundheitsamt kann anordnen, dass die Einrichtung das Auftreten einer Erkrankung innerhalb der Einrichtung bekannt gibt. Das erfolgt in den meisten Einrichtungen jedoch häufig automatisch in Form eines Aushangs. Wichtig hierbei ist aber, dass diese Information auf welchem Wege auch immer- keine Rückschlüsse auf die betroffenen Personen zulässt. Sie bleibt anonym!!! weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 26
Gesetzliche Grundlagen 20 In der letzten Änderung des If. SG wurde ein Absatz hinzugefügt. Dieser besagt, dass die Eltern oder Sorgeberechtigten VOR der Erstaufnahme in eine Kindertageseinrichtung nachweisen müssen, dass sie an einer ärztlichen Impfberatung teilgenommen haben. Fehlt dieser Nachweis, muss die Einrichtungsleitung dies an das zuständige Gesundheitsamt melden. Hier finden Sie den genauen Wortlaut im If. SG weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 27
Gesetzliche Grundlagen 21 Belehrung Alle Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen tätig sind und Kontakt zu den Kindern / Jugendlichen haben müssen über die Inhalte des § 34 belehrt werden. 1. VOR der erstmaligen Aufnahme ihrer Tätigkeit 2. weiterhin mindestens in einem Abstand von 2 Jahren. Die Belehrung erfolgt durch den Arbeitgeber und muss dokumentiert werden (Teilnahmeliste, -bestätigung) Hier wieder genaue Wortlaut weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 28
Gesetzliche Grundlagen 22 So, das wären zunächst die wesentlichen Paragraphen aus dem If. SG, die Gemeinschaftseinrichtungen direkt betreffen. Sollten einzelne Inhalte nicht ausreichend beschrieben worden sein, oder sonst noch Fragen offen sein, notieren Sie sich diese bitte. Wir werden sie dann am Anwesenheitstag besprechen. Oder senden Sie mir gerne eine E-Mail. Weiter zum Kapitel „Reinigung und Desinfektion“ 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 29
Definition von Gemeinschaftseinrichtungen im Sinne des If. SG sind Einrichtungen, in denen überwiegend Säuglinge, Kinder oder Jugendliche betreut werden. Das sind insbesondere • Kinderkrippen, • Kindergärten und Kindertagesstätten, • Kinderhorte, • Schulen • sonstige Ausbildungseinrichtungen, Heime, Ferienlager und ähnliche Einrichtungen. Zurück 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 30
Links zu „Hygienepläne“ Rahmen-Hygieneplan für Kinder- und Jugendeinrichtungen, Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG NRW) Hygieneleitfaden für die Kindertagesbetreuung Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit, Universitätsklinikum Bonn (IHPH) Hygiene in der Kita Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e. V. Hygiene in der Kita Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZg. A) Diese Auflistung erhebt weder den Anspruch auf Vollständigkeit, noch übernehmen wir Gewähr zu den jeweiligen Inhalten der Websites. Zurück 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 31
Was ist ein Cluster ? Unter einem Cluster versteht man die zeitliche und räumliche Häufung von Erkrankungen, bei denen nachgewiesen oder vermutet werden kann, dass sie denselben Ursprung haben. In diesem Zusammenhang wird auch oft der Begriff „Epidemie“ verwendet. Eine scharfe Grenze zwischen den beiden Begriffen kann nicht gezogen werden. Zurück 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 32
§ 34, Absatz 10 a Infektionsschutzgesetz „Bei der Erstaufnahme in eine Kindertageseinrichtung haben die Personensorgeberechtigten gegenüber dieser einen schriftlichen Nachweis darüber zu erbringen, dass zeitnah vor der Aufnahme eine ärztliche Beratung in Bezug auf einen vollständigen, altersgemäßen, nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission ausreichenden Impfschutz des Kindes erfolgt ist. Wenn der Nachweis nicht erbracht wird, benachrichtigt die Leitung der Kindertageseinrichtung das Gesundheitsamt, in dessen Bezirk sich die Einrichtung befindet, und übermittelt dem Gesundheitsamt personenbezogene Angaben. Das Gesundheitsamt kann die Personensorgeberechtigten zu einer Beratung laden. Weitergehende landesrechtliche Regelungen bleiben unberührt. “ Zurück 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 33
§ 35 If. SG § 35 Belehrung für Personen in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen „Personen, die in den in § 33 genannten Gemeinschaftseinrichtungen Lehr-, Erziehungs-, Pflege-, Aufsichts- oder sonstige regelmäßige Tätigkeiten ausüben und Kontakt mit den dort Betreuten haben, sind vor erstmaliger Aufnahme ihrer Tätigkeit und im Weiteren mindestens im Abstand von zwei Jahren von ihrem Arbeitgeber über die gesundheitlichen Anforderungen und Mitwirkungsverpflichtungen nach § 34 zu belehren. Über die Belehrung ist ein Protokoll zu erstellen, das beim Arbeitgeber für die Dauer von drei Jahren aufzubewahren ist. Die Sätze 1 und 2 finden für Dienstherren entsprechende Anwendung. “ Zurück 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 34
Kapitel 2 REINIGUNG UND DESINFEKTION weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 35
Was versteht man unter Reinigung ? Das Robert Koch Institut definiert das so: „Unter Reinigung wird ein Prozess zur Entfernung von Verunreinigungen (z. B. Staub, chemische Substanzen, Mikroorganismen, organische Substanzen) unter Verwendung von Wasser mit reinigungsverstärkenden Zusätzen (z. B. Detergenzien oder enzymatische Produkte) verstanden, ohne dass bestimmungsgemäß eine Abtötung/Inaktivierung von Mikroorganismen stattfindet bzw. beabsichtigt ist. Die Reinigungswirkung ist bisher nicht quantifiziert oder in anderer Weise standardisiert. “ Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 36
Bedeutet? Bei der Reinigung wird Schmutz entfernt und damit natürlich auch die Mikroorganismen (z. B. Bakterien), die sich in dem Schmutz befinden. Durch eine korrekt ausgeführte Reinigung kann eine physikalische Reduktion von Mikroorganismen um 50 -80% erreicht werden. Da Mikroorganismen durch eine Reinigung aber nicht abgetötet werden, bleiben in der Regel immer noch lebensfähige Organismen auf der Fläche zurück. Wie viele das sind, kann man nicht sicher sagen. Allein das Auge bestimmt, ob es sauber geworden ist, oder nicht. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 37
Das Prinzip der Reinigung erfolgt immer nach demselben Prinzip. Das lässt sich durch den Sinner´schen Kreis verdeutlichen. Zeit Mechanik Temperatur Chemie Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 38
Der Sinner´sche Kreis Temperatur: z. B. die Temperatur des Putzwassers (warmes Wasser reinigt oft besser, als kaltes) Chemie: Das Reinigungsmittel, das dem Wasser zugemischt wird (Aber Achtung: „Viel hilft viel“ stimmt nicht immer) Mechanik: Reibung, die bei der Reinigung entsteht (Viel Druck = bessere Reinigung) Zeit: Wer länger putzt, macht besser sauber ? ? Zeit Mechanik Temperatur Chemie Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 39
Der Faktor Zeit Die letzte Aussage kann man so nicht generell stehen lassen. Grundsätzlich gilt: Reduziert man eine der 4 Komponenten, muss sie durch eine andere entsprechend kompensiert werden. So kann die Zeit z. B. reduziert werden, wenn gleichzeitig eine höhere Mechanik, also Reibung erzeugt wird. Das Ergebnis kann dabei aber gleich bleiben. Das Prinzip gilt für manuelle und maschinelle Verfahren gleichermaßen. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 40
Beispiele für Reinigungsverfahren Verfahren Temperatur Einfaches Wischen mit einem Tuch In der Regel kalt bis handwarm Spülen von Geschirr im Spülbecken In der Regel 30 - 45°C Geschirrspülmaschine Textilwaschmaschine 35 - 85°C je nach Gerät und Programm 20 – 95°C je nach Programm Chemie Mechanik Zeit Reinigungsmittel Druck, der beim Wischen auf die Oberfläche gebracht wird Zeitspanne des Wischvorganges. Mehrmaliges Wischen = höhere Leistung Handspülmittel Reibung, die durch ein Spültuch oder einen Schwamm auf das Spülgut gebracht wird Je länger man einweicht, desto weniger Mechanik / Reibung ist erforderlich Spülmaschinentab, -pulver, Salz, Klarspüler Reibung, die durch das Wasser entsteht (Wasser wird mit Druck auf das Spülgut gebracht) Dauer des Waschprogramms Waschmittel, Weichspüler, Entkalker Reibung, die durch die Drehbewegung der Waschtrommel entsteht, sowie die Wäscheteile untereinander Dauer des Waschprogramms Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 41
Ein typisches Beispiel für das Sinner´sche Prinzip „Die Waschmaschine“ Möchte man ein Programm aus ökonomischen und ökologischen Gründen optimieren, - reduziert man die Temperatur (denn das Aufheizen des Wasser benötigt die meiste Energie) - reduziert man die Chemie (weniger Kosten, höhere Umweltverträglichkeit) - Mechanik kann man nur geringfügig beeinflussen (zu langsame Drehzahl = keine Reibung, zu hohe Drehzahl = Schleudern) Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 42
Und was ist mit der Zeit? Die Reduktion von Temperatur und Chemie muss nach Sinner demnach durch die Zeit ersetzt/ kompensiert werden! Temperatur Chemie Zeit Mechanik Dem entsprechend haben „Eco-Programme“ eine deutlich längere Laufzeit. Man kann hiermit aber dasselbe Reinigungsergebnis erzielen. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 43
Der Sinner´sche Kreis 2 Falls Ihnen das Prinzip noch nicht ganz klar geworden ist, finden Sie hier noch ein kurzes Video, in dem der Sinner´sche Kreis und dessen Prinzip ebenfalls erläutert wird. Internetverbindung erforderlich. Schalten Sie den Ton an Ihrem Rechner ein und klicken Sie auf das Symbol. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 44
Was versteht man unter Desinfektion? Das Robert Koch Institut definiert das wie folgt: „Desinfektion ist ein Prozess, durch den die Anzahl vermehrungsfähiger Mikroorganismen infolge Abtötung / Inaktivierung unter Angabe eines standardisierten, quantifizierbaren Wirkungsnachweises reduziert wird mit dem Ziel, einen Gegenstand / Bereich in einen Zustand zu versetzen, dass von ihm keine Infektionsgefährdung mehr ausgehen kann. Ziel der Desinfektion ist definitionsgemäß nicht die Eliminierung nicht infektionsrelevanter Umweltkeime, sondern die definierte Verminderung der Anzahl pathogener oder fakultativ-pathogener Mikroorganismen. “ Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 45
Was heißt das nun schon wieder? Bei der Desinfektion steht die Abtötung bzw. Inaktivierung von Mikroorganismen im Vordergrund. Nach einer Desinfektion bleibt also im besten Fall nichts lebendiges mehr übrig, was weiteren Schaden anrichten könnte. Grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Desinfektion ist allerdings die vorherige Reinigung. Denn: Sterilen Dreck gibt es nicht. Durch eine sachgerechte Desinfektion können Mikroorganismen um 84 – 99, 9% reduziert werden. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 46
Desinfizierende Reinigung Seit langem hat sich daher die desinfizierende Reinigung durchgesetzt, da sie - das Prinzip „Reinigung vor Desinfektion“ einhält - beide Ziele in einem gemeinsamen Prozess erreicht (Einsparung von Zeit und Aufwand) Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 47
Manuell vs. maschinell Viele Flächendesinfektionsmittel enthalten heutzutage oft einen Reinigungszusatz. Damit kann eine bessere Reinigung erzielt werden. In einer Geschirrspülmaschine oder Waschmaschine kann neben der Reinigung auch desinfiziert werden, wenn ein Programm gewählt wird, dessen Temperatur mindestens 60°C erreicht. Für Wäsche gibt es darüber hinaus auch desinfizierende Vollwaschmittel mit nachgewiesener Desinfektionswirkung auf chemischer Basis. Hierbei sind aber auch gewisse Temperaturen erforderlich, die der Hersteller des Mittels vorgibt. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 48
Desinfektionsverfahren Eine Waschtemperatur <40°C erfordert eine rein chemische Desinfektion Temperatur >40°C und <70°C erfordert ein vorgegebenes Verhältnis zwischen Chemie und Temperatur = chemothermische Desinfektion Ab 70°C aufwärts ist in der Regel keine Zugabe einer Chemie zur Desinfektion erforderlich, man spricht von einer thermischen Desinfektion. (Um eine adäquates Reinigungsergebnis zu erzielen, ist aber dennoch ein Waschmittel / Reinigungsmittel erforderlich. Es hat nur keinen Einfluss auf das Desinfektionsergebnis. ) Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 49
Die Grenzen des „Sinner´schen Kreises“ Das Prinzip des „Sinner´schen Kreises“ ist hier also nicht uneingeschränkt anwendbar, da man nicht wahllos Komponenten reduzieren und durch andere kompensieren kann, wenn man desinfizieren möchte. Denn für die Desinfektion sind häufig Temperatur und Chemie fest vorgegebene Konstanten, die z. B. nicht durch „Zeit“ ersetzt werden können. Ergo: Das Eco-Programm eignet sich nicht zur Desinfektion!!! Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 50
Was? Wann? Wie? Womit? Wer? Diese Fragen sollten in einem Reinigungs- und Desinfektionsplan festgelegt werden, der für alle Mitarbeiter*innen -auch die Reinigungskräfte- zugänglich und einsehbar ist. Was, wie oft, womit und durch wen gereinigt oder desinfiziert wird, muss einrichtungsspezifisch definiert und festgelegt werden. Hier finden Sie einen Muster-Desinfektionsplan Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 51
Der Desinfektionsplan Ein solcher Desinfektionsplan definiert jedoch nur die Maßnahmen der laufenden Reinigung und Desinfektion. Bei Auftreten von Infektionskrankheiten sind die Maßnahmen einer gezielten Desinfektion in den Hygieneplänen festzulegen, da diese Maßnahmen je nach Art der Infektion und der Anzahl der Erkrankten in der Einrichtung variieren können. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 52
Händehygiene 1 Die Hände spielen bei der Übertragung von Infektionen eine ganz zentrale Rolle. Man berührt mit seinen Händen -oft auch unbewusst- viele Gegenstände und Personen. Hierdurch werden auch nicht-sichtbare Verunreinigungen und damit auch Bakterien oder Viren aufgenommen. Für gesunde Menschen reicht das richtige Händewaschen im normalen Alltag häufig aus, um sich vor Infektionen zu schützen. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 53
Händehygiene 2 Doch wie wäscht man sich die Hände richtig? Internetverbindung erforderlich. Schalten Sie den Ton an Ihrem Rechner ein und klicken Sie auf das Symbol. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 54
Händehygiene 3 Sie sehen also, das richtige Händewaschen kann man nicht „eben im Vorbeigehen“ erledigen. Eine wirkungsvolle und sogar effektivere Alternative bietet die hygienische Händedesinfektion. Diese dauert zwar ebenfalls etwa 30 Sekunden, man ist jedoch nicht an ein Waschbecken gebunden. Außerdem ist sie bei richtiger Anwendung sogar hautschonender als das Waschen der Hände mit Seife, besonders wenn man sich häufig die Hände wäscht. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 55
Händehygiene 4 Gründe hierfür sind: – Beim Händewaschen werden Fette und der Säureschutzmantel der Haut durch die Seife gelöst und anschließend unter dem fließenden Wasser abgespült. Bei der Händedesinfektion werden die gelösten Stoffe jedoch wieder in die Haut eingerieben. – Moderne Händedesinfektionsmittel beinhalten einen sog. Rückfetter, der die Haut zusätzlich pflegt und schützt. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 56
Händehygiene 5 Die Technik ist dabei vergleichbar mit dem Händewaschen. Es ist stets darauf zu achten, dass alle Bereiche beider Hände ausreichend benetzt werden. Insbesondere erfordern folgende Stellen eine besondere Aufmerksamkeit, da sie häufig vergessen werden - Handrücken - Daumen - Fingerzwischenräume Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 57
Händehygiene 6 Die Reihenfolge der Handbewegungen spielt dabei jedoch eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist nur, alle Bereiche zu erfassen. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 58
Händehygiene 7 Was, Wann? Man sollte seine Hände waschen, wenn sichtbare Verschmutzungen auf den Händen erkennbar sind. Mindestens jedoch getreu nach dem alten Leitspruch: „Nach dem Klo und vor dem Essen, Hände waschen nicht vergessen!“ Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 59
Händehygiene 8 Was, Wann? Typische Momente für eine Händedesinfektion in Gemeinschaftseinrichtungen sind dagegen: - Nach dem Wickeln von Kindern - Vor Kontakt zu Lebensmitteln in der Gemeinschaftsversorgung - Nach Kontakt zu einer erkrankten Person Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 60
Händehygiene 9 Aber auch den Kindern und Jugendlichen sollte man die Grundregeln der Händehygiene näherbringen. Dies kann durchaus auch spielerisch und anschaulich erfolgen. Ein Beispielprojekt wird in diesem Kurzfilm vorgestellt Internetverbindung erforderlich. Schalten Sie den Ton an Ihrem Rechner ein und klicken Sie auf das Symbol. Häufig können solche Koffer auch beim zuständigen Gesundheitsamt ausgeliehen werden. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 61
Händehygiene 10 Die Hände sollten jedoch NIE mit einem Flächendesinfektionsmittel desinfiziert werden. Diese enthalten keine Rückfetter und haben meist andere Wirkstoffe, die zu einer Schädigung der Haut oder zu allergischen Reaktionen führen können. Daher sollte man -besonders bei großflächigen. Desinfektionsmaßnahmen stets Handschuhe tragen!!! Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 62
Die Wahl des Desinfektionsmittels Für Flächen- und Händedesinfektion gilt jedoch immer: Nicht jedes Desinfektionsmittel tötet alle Mikroorganismen gleichermaßen ab. Besonders bei Viren haben viele Desinfektionsmittel Wirklücken. Da viele Erkrankungen jedoch, besonders in Gemeinschaftseinrichtungen, auf Viren zurückzuführen sind, sollte man bereits bei der Auswahl der Desinfektionsmittel auf eine ausreichende Wirksamkeit achten. Beispiele für viral bedingte Infektionen sind: - HFMK (Hand-Fuß-Mund-Krankheit) Windpocken Masern Rota- / Norovirusinfektionen Influenza / Grippe Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 63
Die Wahl des Desinfektionsmittels 2 Angaben über die Wirksamkeit stellen die Hersteller in den Produktinformationen zur Verfügung. Wie das aussieht, sehen Sie in der nebenstehenden Grafik. Neben den geprüften Erregern können Sie hier auch die jeweils erforderliche Einwirkzeit ersehen. In jedem Fall soll das Mittel VAHgelistet sein. Bitte meiden Sie den Einsatz von frei verkäuflichen Mitteln z. B. aus Drogeriemärkten. Für diese Mittel existiert keine unabhängig nachgewiesene Wirksamkeit. 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie Weiter 64
KRINKO-Empfehlung Dies war eine kurze Exkursion in das Themengebiet „Reinigung und Desinfektion“. Eine ausführliche, wissenschaftliche Literatur zu diesem Thema ist die Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) am Robert Koch Institut. Für Interessierte steht diese Empfehlung hier zur Verfügung Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 65
Pathogene Mikroorganismen Unter pathogenen Mikroorganismen versteht man Erreger, die einen Organismus krank machen. In diesen Fällen ist der Nachweis von pathogenen Erregern gleichzusetzen mit einer Erkrankung. Hierunter fallen z. B. Ø Salmonellen, Ø Campylobacter, Ø Tuberkulose, Ø Masern, Ø Herpes zoster (Windpocken / Gürtelrose) u. v. m. 07. 12. 2020 Zurück Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 66
Fakultativ pathogene Mikroorganismen Unter fakultativ pathogenen Erregern versteht man z. B. Bakterien, die nur unter bestimmten Voraussetzungen krank machen. Ein Beispiel sind Darmbakterien, die wir zum Teil für Verdauungsprozesse und eine gesunde Darmflora benötigen und dort nicht krank machen, im Gegenteil. Gelangen diese Darmbakterien jedoch in andere Körperregionen, verursachen sie dort oft schmerzhafte und auch gefährliche Infektionen. Beispiele sind: - Escherichia coli ist im Darm zu Hause. Gelangt es in die Harnblase, verursacht es eine Harnwegsinfektion - Staphylokokkus aureus ist im Nasen-Rachenraum zu Hause. Gelangt es in die Lunge, verursacht es eine Lungenentzündung - Klebsiella pneumoniae findet man üblicherweise im Darm. Gelangt es in eine Wunde, verursacht es eine Wundinfektion Zurück 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 67
Abtötung vs. Inaktivierung Bei einer Abtötung werden Mikroorganismen z. B. durch die Schädigung der Zellmembran regelrecht abgetötet. Sie sind nicht mehr lebensfähig. Bei der Inaktivierung werden in der Regel Stoffwechselvorgänge im Erreger blockiert oder so beeinflusst, dass der einzelne Organismus zwar lebensfähig bleibt, sich aber nicht weiter vermehren kann. Zurück 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 68
Desinfektionsarten Laufende Desinfektion Maßnahmen, die routinemäßig in regelmäßigen Abständen erfolgen ohne besondere Zeichen von Infektionskrankheiten in der Einrichtung Gezielte Desinfektion Maßnahmen, die infolge eines bestimmten Ereignisses erfolgen, z. B. die Reinigung und Desinfektion von Oberflächen, nachdem sich ein Kind übergeben hat. Hierunter fallen auch Maßnahmen, die ergriffen werden, wenn bestimmte Infektionskrankheiten in der Einrichtung bestehen. 07. 12. 2020 Schlussdesinfektion Maßnahmen, die z. B. nach Abschluss eines Ausbruchgeschehens in der Einrichtung erfolgen. Dies kann z. B. in Form einer Grundreinigung der Einrichtung mit Desinfektionsmitteln geschehen. Zentralbereich Hygiene und Infektiologie Zurück 69
VAH-Liste Der Verbund für angewandte Hygiene e. V. (https: //vah-online. de) prüft Desinfektionsmittel in einem unabhängigen Verfahren auf ihre Wirksamkeit und führt diese in der sog. VAH-Liste auf. Nur dort gelistete Mittel dürfen im deutschen Gesundheitswesen zum Einsatz gebracht werden. Diese Empfehlung geben wir grundsätzlich auch für den gewerblichen Einsatz in Gemeinschaftseinrichtungen. Zurück 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 70
Damit kommen wir zum 3. Kapitel dieses Moduls DIE HÄUFIGSTEN INFEKTIONSKRANKHEITEN IN GEMEINSCHAFTSEINRICHTUNGEN Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 71
Übersicht Infektionskrankheiten Für die folgenden Infektionskrankheiten haben wir Ihnen einen kurzen Steckbrief sowie Links zu ausführlichen Informationen zusammengestellt. Klicken Sie auf die gewünschte Erkrankung. Norovirus Rotavirus Hand-FußMund. Krankheit (HFMK) Krätze (Skabies) Windpocken Masern Läuse (Pedikulosis) Scharlach Alles bearbeitet? Dann geht´s hier weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 72
Norovirus 1 Hier finden Sie einen kurzen Beitrag der Landesschau Baden-Württemberg. Dieser ist zwar schon ein paar Jahre alt, fasst aber die wesentlichen Punkte zusammen Internetverbindung erforderlich. Schalten Sie den Ton an Ihrem Rechner ein und klicken Sie auf das Symbol. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 73
Norovirus 2 Zusammenfassende Übersicht Noroviren sind unbehüllte Viren (Desinfektionsmittel müssen daher explizit Norovirus-wirksam sein) Übertragung: Schmierinfektion oder Tröpfcheninfektion Infektionsdosis: Bereits 30 -100 Viruspartikel reichen aus, um einen gesunden Menschen zu infizieren. Man benötigt also sehr wenige Erreger, um zu erkranken. Noroviren sind somit hochinfektiös. 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie Weiter 74
Norovirus 3 Symptome: Meist plötzlich auftretender massiver Durchfall und/oder Erbrechen über einen Zeitraum von 12 -48 Stunden. Starkes Krankheitsgefühl, welches meist durch den starken Flüssigkeitsverlust verursacht wird. Fieber tritt in der Regel nicht auf, man kann aber eine leichte Temperaturerhöhung haben. Norovirus-Infektionen können sich sehr unterschiedlich zeigen. Bei den Symptomen können alle möglichen Kombinationen in Frage kommen, also alleiniger Durchfall, Durchfall und Erbrechen aber auch alleiniges Erbrechen sind nicht selten möglich. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 75
Norovirus 4 Behandlung: Es werden ausschließlich die Symptome bekämpft, also in erster Linie der Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes. Maßnahmen: - Betroffene Personen unverzüglich von den anderen Betreuten trennen und in Tageseinrichtungen durch die Sorgeberechtigten abholen lassen. Auch Mitarbeiter*innen verlassen sofort ihren Arbeitsplatz und gehen nach Hause. - Erbrochenes sofort entfernen (mit Handschuhen) und den Bereich desinfizieren. Gleiches gilt für die Toilette, falls diese benutzt wurde und alle Gegenstände, die sich im unmittelbaren Umfeld befinden. - Kontaminierte Textilien entfernen und waschen, möglichst bei mind. 60°C oder mit Norovirus-wirksamen Wäschedesinfektionsmittel - Und natürlich: Händedesinfektion, Händedesinfektion!! Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 76
Norovirus 5 Maßnahmen: Sollte es zu mehreren (Verdachts-)Fällen in der Einrichtung kommen ist das meldepflichtig und erfordert ein „Ausbruchmanagement“ (Aber das behandeln wir am Präsenztag) Wiederzulassung: Erkrankte dürfen die Einrichtung erst wieder betreten, bzw ihr Zimmer (in stationären Einrichtungen) wieder verlassen, wenn sie über einen zusammenhängenden Zeitraum von mind. 48 Stunden keine Symptome mehr haben. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 77
Norovirus 6 Wegen der hohen Infektionsgefahr und der sehr geringen Erregerdosis sollten umfangreiche Desinfektionsmaßnahmen zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt umgesetzt werden, am besten sofort. Nur so hat man eine Chance (Keine Garantie) den Kreis der Erkrankten möglichst klein zu halten. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 78
Norovirus 7 Weitere Informationen zum Erreger „Norovirus“ finden Sie zusammenfassend im Erregersteckbrief der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZg. A). Klicken Sie auf das Logo, um den Erregersteckbrief anzuzeigen und herunterzuladen. Auch das RKI hat ausführliche Informationen zu dem Erreger. Auch hier finden Sie den schnellen Weg mittels Mausklick auf das RKI-Logo. Zurück zur Übersicht 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 79
Quelle: Robert-Koch-Institut Rotavirus 1 Rotaviren sind -wie Noroviren- typische Erreger des sogenannten Brechdurchfalls. Besonders Kinder sind von dieser Infektion häufig betroffen. Bis zum 5. Lebensjahr hat nahezu jedes Kind eine solche Infektion durchgemacht. Woran liegt das? In erster Linie vermutlich daran, dass nach einer durchgemachten Infektion eine lange Immunität gegen das Virus besteht, weshalb zwar die Infektionsgefahr im weiteren Lebensverlauf nicht abnimmt, wohl aber die Erkrankungsgefahr durch die bestehende Immunität. Diese Immunität hält jedoch nicht lebenslang. Besonders ältere Menschen >60 Jahre erkranken (wieder) häufiger daran. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 80
Quelle: Robert-Koch-Institut Rotavirus 2 Krankheitszeichen und -verlauf ähneln dem der Norovirus-Infektion. Typisch sind plötzlich auftretende wässrige Durchfälle, Übelkeit und Erbrechen. Die größte Gefahr liegt dabei im hohen Flüssigkeitsverlust, den besonders Kleinkinder sehr schlecht kompensieren können. Nicht selten ist daher -besonders bei Kleinkindernein stationärer Krankenhausaufenthalt erforderlich, um die Dehydration aufzufangen. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 81
Quelle: Robert-Koch-Institut Rotavirus 3 Auch haben Rotaviren mit den Noroviren gemein, dass sie eine recht hohe Umweltstabilität besitzen und anspruchslos an ihre Umgebung sind. Das bedeutet, dass sie sich recht lange auf unbelebten Oberflächen, wie z. B. Spielzeugen halten können und erhöhte Anforderungen an Desinfektionsmittel gestellt werden müssen. Denn auch hier gilt: Nicht jedes Desinfektionsmittel ist wirksam gegen ALLE Erreger. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 82
Quelle: Robert-Koch-Institut Rotavirus 4 Neben der längeren Immunität gegen Rotaviren gibt es noch einen weiteren wesentlichen Unterschied zu Noroviren. Gegen Rotaviren gibt es eine Möglichkeit der Impfung. Diese wird als Schluckimpfung in 3 Impfdosen verabreicht -also ohne Spritze- und ist das Mittel der Wahl, um einer Infektion vorzubeugen. Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt diese Impfung daher bei Säuglingen ab der 6. Lebenswoche. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 83
Quelle: Robert-Koch-Institut Rotavirus 5 Weitere und ausführlichere Informationen zu Rotaviren In diesem Kurzfilm werden die wesentlichen Informationen nochmals zusammengefasst Internetverbindung erforderlich. Schalten Sie den Ton an Ihrem Rechner ein und klicken Sie auf das Symbol. Die Erregerinformationen der BZg. A und des RKI finden Sie, wenn Sie mit der Maus auf das jeweilige Logo klicken. 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie Zurück zur Übersicht 84
Quelle: Robert-Koch-Institut HFMK 1 Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMK) wird durch Viren aus der Familie der Enteroviren verursacht. Symptome: Zunächst Fieber, Appetitlosigkeit und Halsschmerzen. Ca. 1 -2 Tage später entwickelt sich ein Ausschlag an der Mundschleimhaut sowie den Handinnenflächen und Fußsohlen. Grundsätzlich kann dieser Ausschlag aber auch andere Körperregionen betreffen. Daraus entwickeln sich dann schmerzhafte Bläschen. Ein großer Teil der Erkrankungen (bis zu 80%) verläuft jedoch symptomlos, das heißt: Man bekommt die Krankheit oft gar nicht mit, ist aber dennoch Träger und somit auch möglicher Überträger der Viren. Übertragung: Das Virus ist hochansteckend, insbesondere die Flüssigkeit aus den Bläschen ist sehr stark virushaltig. Erst nach dem Abtrocknen der Bläschen lässt die Übertragungsgefahr nach. Dennoch werden die Viren oft noch wochenlang über den Stuhl ausgeschieden. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 85
Quelle: Robert-Koch-Institut HFMK 2 Neben dem direkten Hautkontakt zu den Erkrankten spielen auch hier die Hände eine wesentliche Rolle bei der Übertragung. Die meisten Krankheitsverläufe sind mild, wenn auch unangenehm und schmerzhaft. Die Zahl der Komplikationen (wie z. B. Hirn- oder Hirnhautentzündungen) sind beschrieben, aber zum Glück selten. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 86
HFMK 3 Besonders gefährlich können diese Infektionen bei geschwächtem oder gestörtem Immunsystem sein sowie bei Schwangeren. Auch wenn die Erkrankung nicht im § 34 des If. SG aufgeführt ist, wird empfohlen, Gemeinschaftseinrichtungen während der ansteckenden Krankheitsphase nicht zu besuchen. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 87
HFMK 4 Weitere und ausführlichere Informationen zur HFMK Auch zu dieser Erkrankung habe ich einen kurzen Film gefunden, der das Wesentliche nochmals zusammenfasst Internetverbindung erforderlich. Schalten Sie den Ton an Ihrem Rechner ein und klicken Sie auf das Symbol. Die Erregerinformationen der BZg. A und des RKI finden Sie, wenn Sie mit der Maus auf das jeweilige Logo klicken. 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie Zurück zur Übersicht 88
Läuse (Pedikulosis) 1 Quelle: Deutsche Pedikulosis Gesellschaft e. V. Läuse werden nicht durch Mikroorganismen übertragen, sondern durch Parasiten. Sie gehören wohl zu den häufigsten Phänomenen in Gemeinschaftseinrichtungen. Sie sind lästig und unangenehm, aber zum Glück ungefährlich. Dennoch besteht ein gesetzliches Besuchsverbot für verlauste Personen in Gemeinschaftseinrichtungen (§ 34, Abs. 1 If. SG) Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 89
Läuse (Pedikulosis) 2 Quelle: Deutsche Pedikulosis Gesellschaft e. V. Dieses Besuchsverbot besteht bis zum Abschluss einer Behandlung. Im optimalen Fall kann eine Person also bereits am Folgetag wieder in die Gemeinschaftseinrichtung kommen. Ein ärztliches Attest ist nicht grundsätzlich gefordert. Lediglich die Durchführung der Behandlung sollte der Einrichtung bescheinigt werden. Hierfür ist auch eine schriftliche Bestätigung der Eltern ausreichend. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 90
Läuse (Pedikulosis) 3 Quelle: Deutsche Pedikulosis Gesellschaft e. V. Die Hygienemaßnahmen in der Einrichtung halten sich auch in Grenzen, da man mit einer Desinfektion von Flächen und Händen Übertragungsweg nicht durchbrochen bekommt. Bei Auftreten mehrerer Befälle in der Einrichtung sollte man jedoch den Fokus auf Textilien richten und diese aufbereiten. Besonders Kleidungsstücke der Kinder wie Schals, Mützen, Kappen, Kuscheldecken, Bettzeug o. ä. sind hier zu berücksichtigen. Ein Waschmaschinengang bei >60°C ist dafür vollkommen ausreichend. Auch das Erfrieren der Tiere im Tiefkühler ist weit verbreitet, dabei oft gar nicht erforderlich. Ohne Blutmahlzeit verhungern Läuse auch ohne weiteres Zutun innerhalb von einigen Stunden. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 91
Läuse (Pedikulosis) 4 Quelle: Deutsche Pedikulosis Gesellschaft e. V. Auch hier möchten wir nicht allzu sehr ausschweifen, da es bereits gute zusammenfassende Literatur zu diesem Thema gibt. Eine weitere hilfreiche Seite stellt die Deutsche Pedikulosis Gesellschaft e. V. zur Verfügung Zurück zur Übersicht 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 92
Krätze (Skabies) 1 Nicht ganz so häufig wie Läuse, aber doch zunehmend ist die Skabies; eine Erkrankung, die ebenfalls durch Parasiten verursacht wird. Die Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei var. hominis) bohrt sich dabei einen kleinen Gang in die Haut des Menschen und legt darin ihre Eier ab. Die Ausscheidungen der Milbe führt zu einer Immunantwort des Wirtes, hierdurch kommt es dann zu den -für die Skabies typischen. Juckbeschwerden. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 93
Krätze (Skabies) 2 Ein ganz klassisches Anzeichen bei der Skabies ist ein starker Juckreiz, der in der Nacht zunimmt. Schlüpft der Nachwuchs aus den abgelegten Eiern, treten diese aus den Gängen aus und suchen sich selbst wiederrum ein „neues Nest“. Es kommt zur Ausbreitung der Erkrankung. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 94
Krätze (Skabies) 3 Bei einer Übertragung der Krankheit ist es meist dieser Nachwuchs, der auf andere Menschen übertragen wird, da das Muttertier den selbst gegrabenen Gang in der Haut nicht wieder verlässt. Weibliche Milben werden 0, 3 – 0, 5 mm groß und leben etwa 30 -60 Tage. In dieser Zeit legt das Weibchen täglich mehrere Eier. Männliche Milben sind mit 0, 21 – 0, 29 mm noch etwas kleiner. Nach der Begattung des Weibchen auf der Hautoberfläche sterben sie ab. Nur die Weibchen dringen in die Haut ein. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 95
Krätze (Skabies) 4 Eine häufig gestellte Frage und bestehende Angst bei Betroffenen: Können sich die Milben noch tiefer, gar unter die Haut graben? Die Antwort: Ein ganz klares „Nein“. Und das aus zwei Gründen: 1. Milben brauchen Sauerstoff, um zu leben. In tieferen Hautschichten funktioniert die Diffusion durch die Haut nicht mehr. Sie würden ersticken. 2. In tieferen Hautschichten ist es zu warm. Milben können bei Temperaturen über 34°C bereits weniger als 24 Stunden überleben. Die übliche Körperkerntemperatur des Menschen ist mit ca. 36°C schlicht mit dem Leben der Milbe nicht vereinbar. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 96
Krätze (Skabies) 5 Behandlung: Derzeit gibt es 2 Behandlungsmöglichkeiten, die in Deutschland zugelassen sind: 1. Die topische Behandlung 2. Die systemische Behandlung Der Abschluss der Behandlung bedeutet hier aber, dass eine Infektionsgefahr, also eine Weiterverbreitung unwahrscheinlich ist, da alle lebenden Tiere abgetötet wurden. Um sicherzugehen, sollte die Behandlung -welche auch immer- in einem Zeitabstand von 7 -10 Tagen noch einmal wiederholt werden, für den Fall, dass bei der Erstbehandlung noch lebensfähige Eier verblieben sind. Der Juckreiz wird sich zwar bessern und die Hautveränderungen gehen zurück; bis die Symptome aber wieder gänzlich verschwunden sind, kann es dagegen noch einige Wochen dauern. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 97
Krätze (Skabies) 6 Hygienemaßnahmen: Wie Läuse, verlassen auch Krätzmilben ihren Wirt nicht ganz freiwillig. Für eine Übertragung ist daher ein enger Körper- / Hautkontakt erforderlich. Ein einfaches Händeschütteln reicht hier nicht aus. Betroffene müssen daher auch nicht zwangsläufig isoliert werden. Ein Fokus ist jedoch auf die Umgebung zu richten: - Teppiche, Sessel, Sofas etc. gründlich absaugen - Textilien wie z. B. Bettwäsche, Kissen, Kleidung, Stofftiere bei mind. 50°C (besser 60°C) waschen. - Wenn nicht möglich: In Plastiksäcke stecken, verschließen und mind. 3 Tage bei >25°C lagern. (Einfrieren braucht man hier nichts) - Enge Kontaktpersonen identifizieren und parallel mitbehandeln lassen. Wir werden dieses Thema am Präsenztag nochmals aufgreifen im Zusammenhang mit dem Thema „Ausbruchmanagement“ Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 98
Krätze (Skabies) 7 Wie gewohnt finden Sie auch hier einige hilfreiche externe Informationsquellen. Internetverbindung erforderlich. Schalten Sie den Ton an Ihrem Rechner ein und klicken Sie auf das Symbol. Zurück zur Übersicht 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 99
Quelle: Robert-Koch-Institut Windpocken 1 Windpocken gehören zu den klassischen Kinderkrankheiten und werden durch den Erreger Varizella zoster (oder auch Herpes zoster Virus) verursacht. Sie verursachen einen typischen Hautausschlag und sind hoch ansteckend. (Übrigens nicht zu verwechseln mit dem allseits bekannten Bläschenbildnern an den Lippen, hierbei handelt es sich um das Herpes simplex Virus). Die Übertragung erfolgt als Tröpfcheninfektion, also über die Luft (den Wind). Daher auch der Name. Eine Übertragung über die Hände / Flächen ist aber auch möglich, wobei wir wieder bei den Themen „Händehygiene“ und „Desinfektion“ wären. Besonders wichtig an dieser Stelle: Windpocken sind bereits 1 -2 Tage VOR dem Auftreten des Hautausschlags ansteckend. Die Inkubationszeit kann bis zu mehreren Wochen betragen, meist sind es etwa 2 Wochen. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 100
Quelle: Robert-Koch-Institut Windpocken 2 Eine Besonderheit ist, dass das Virus auch nach dem Abklingen der Erkrankung im Körper des Betroffenen verbleibt und dort „schlummert“. Viele Jahre später kann das Virus erneut ausbrechen, dann in Form einer Gürtelrose. Etwa jeder 5. Erwachsene erkrankt im Laufe seines Lebens daran. Ausgelöst wird diese Sekundärinfektion meist bei älteren Menschen aufgrund einer Immunschwäche. Voraussetzung für eine Gürtelrose ist also immer ein vorheriger Kontakt mit dem Virus, z. B. in Form einer Windpocken-Erkrankung. Auch nach einer Windpockenimpfung im Kindesalter kann später eine Gürtelrose resultieren. Die Wahrscheinlichkeit ist hier aber geringer und der Krankheitsverlauf meist milder. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 101
Quelle: Robert-Koch-Institut Windpocken 3 Das Auftreten von Windpocken in Gemeinschaftseinrichtungen ist meldepflichtig nach § 34, Abs. 1 If. SG. Was hierbei zu beachten ist, haben Sie im Kapitel „Gesetzliche Grundlagen“ ja bereits gelernt. Hier können Sie sich das Kapitel bei Bedarf nochmals anschauen. Welche Maßnahmen darüber hinaus in der Einrichtung zu treffen sind, sollte im Hygieneplan aufgeführt sein. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 102
Quelle: Robert-Koch-Institut Windpocken 4 Hier wieder die Informationen sowie ein kleiner Film zum Thema „Windpocken“ im Internetverbindung erforderlich. Schalten Sie den Ton an Ihrem Rechner ein und klicken Sie auf das Symbol. Zurück zur Übersicht 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 103
Quelle: Robert-Koch-Institut Masern 1 Oft gehört und selten erlebt sind die Masern. Lange Zeit hat man lediglich einen Hautausschlag mit dieser Erkrankung in Verbindung gebracht und daher sogenannte „Masernparties“ veranstaltet, um möglichst viele Kinder aus dem persönlichen Umfeld damit zu konfrontieren. Da die Masern aber weitaus größeren Schaden anrichten können, ist die Masernschutzimpfung seit vielen Jahren im Impfkatalog der STIKO aufgeführt und dringend empfohlen. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 104
Quelle: Robert-Koch-Institut Masern 2 Durch die Schutzimpfung gingen die Erkrankungszahlen deutlich zurück. In jüngster Vergangenheit jedoch treten immer wieder Masernausbrüche in Deutschland auf, zuletzt in Berlin, Köln und im Ruhrgebiet. Grund hierfür ist eine gewisse Impfmüdigkeit oder gar Ablehnung von Impfungen bei den Eltern. Das ist übrigens der Grund dafür, dass es heute den Paragraphen 34, Abs. 10 a im If. SG gibt. Aktuell gibt es sogar politische Diskussionen darüber, eine Impfpflicht für Masern einzuführen. Das wäre die erste Impfpflicht in Deutschland nach der Abschaffung der Pockenimpfpflicht im Jahre 1975. Übrigens: Das Land Brandenburg hat eine Masernimpfpflicht seit dem 11. 04. 2019 bereits beschlossen; sie wurde jedoch bis dato nicht umgesetzt, da sie noch in der Prüfung ist. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 105
Quelle: Robert-Koch-Institut Masern 3 Aber was macht die Masern so gefährlich? 1. Durch das Masernvirus wird das Immunsystem über einen sehr langen Zeitraum stark geschwächt, so dass andere Infektionen nicht mehr ausreichend abgewehrt werden können. Dies können Mittelohrentzündungen, aber auch Lungenentzündungen sein, die häufig durch Bakterien verursacht werden. Man spricht von einer Superinfektion. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 106
Quelle: Robert-Koch-Institut Masern 4 2. Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die Hirnentzündung (Enzephalitis). Sie tritt zwar „nur“ bei 1/1000 der Masern-Erkrankten auf, jedoch sterben 1020% der Betroffenen daran. Bei 20 -30% bleiben schwere Folgeschäden, wie geistige Behinderung oder Lähmungen zurück. 3. Sehr selten ist die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE), die erst mehrere Jahre nach den Masern auftritt, aber zu 100% tödlich verläuft. Einer der jüngsten Masernausbrüche in Berlin mit über 1300 Erkrankten hat übrigens mindestens 1 Todesopfer zur Folge gehabt. Hierbei handelte es sich um ein 16 Monate altes Kind, dass ohne Masern-Infektion heute wohl noch am Leben wäre. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 107
Quelle: Robert-Koch-Institut Masern 5 Daher besteht auch eine gesetzliche Meldepflicht beim Auftreten eines Masernfalles oder -verdachtes in Gemeinschaftseinrichtungen, Sie erinnern sich? Einrichtungen haben keine gesetzliche Handhabe, den Impfstatus der Betreuten und Mitarbeiter*innen zu erfragen und zu erheben. Und selbstverständlich darf auch niemand abgelehnt werden, wegen einer nicht durchgeführten Impfung. Aber im Falle einer Masernerkrankung sollte man Kolleginnen und Kollegen sowie die Sorgeberechtigten eine Überprüfung des Impfstatus dringend anraten. Weitere Beratung gibt es in diesem Fall sicherlich auch durch das Gesundheitsamt Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 108
Quelle: Robert-Koch-Institut Masern 6 Wegen der sehr emotionalen Diskussion rund um das Thema Masern-Impfpflicht habe ich zu diesem Thema leider keinen Film gefunden, der für diesen Zweck objektiv genug gewesen wäre. Hier finden Sie aber die gewohnte Literatur zu diesem Thema: Zurück zur Übersicht 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 109
Quelle: Robert-Koch-Institut Scharlach 1 Scharlach ist eine durch Bakterien verursachte Infektion, die sich hauptsächlich durch Fieber und starke Halsschmerzen bemerkbar macht. Aber auch Schleimhautveränderungen und Hautausschläge sind typisch für diese Erkrankung. Häufig wird auch der Begriff „Angina“ verwendet, jedoch sind für die Scharlach. Erkrankung ganz bestimmte Erreger, sog. Streptokokken der Gruppe A verantwortlich. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 110
Quelle: Robert-Koch-Institut Scharlach 2 Scharlach ist zwar verhältnismäßig harmlos, ist aber hoch ansteckend, weshalb auch häufig Gemeinschaftseinrichtungen mit Ausbrüchen zu tun haben. Übertragung: Als Tröpfcheninfektion über erregerhaltigen Speichel beim Sprechen, Niesen/Husten oder als Schmierinfektion über Hände und Gegenstände beschrieben, aber sehr selten. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 111
Quelle: Robert-Koch-Institut Scharlach 3 Die Behandlung von Scharlach ist verhältnismäßig einfach und schnell. Mit dem richtigen Antibiotikum sind Erkrankte bereits nach 1 -2 Tagen nicht mehr ansteckend. Dennoch sollte man im Interesse der Erkrankten erst wieder in Kita oder Schule gehen, wenn man wieder vollkommen symptomfrei ist. Nach einer durchgemachten Erkrankung ist man nicht immun gegen eine erneute Infektion. Man kann also mehrfach daran erkranken, auch im Erwachsenenalter. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 112
Quelle: Robert-Koch-Institut Scharlach 4 Der Scharlacherreger kann bis zu 10 verschiedene Giftstoffe (Toxine) bilden, weshalb es auch keinen Impfstoff gegen die Krankheit gibt. Infektionsschutzgesetz: Das Auftreten von Scharlach in Gemeinschaftseinrichtungen ist meldepflichtig nach § 34 If. SG. Weiter 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 113
Quelle: Robert-Koch-Institut Scharlach 5 Hier wieder ein kurzer Filmbeitrag zum Thema und die gewohnte Literatur der BZg. A und des RKI. Internetverbindung erforderlich. Schalten Sie den Ton an Ihrem Rechner ein und klicken Sie auf das Symbol. Zurück zur Übersicht 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 114
Topische Behandlung Bei der topischen Behandlung wird ein Präparat als Emulsion oder Creme auf die gesamte Haut aufgetragen. Der Wirkstoff dringt dabei in die Haut ein und tötet Milben und Eier ab. Die Dauer der Behandlung ist dabei abhängig vom Produkt. Creme (Wirkstoff z. B. Permethrin, Handelsname: Infectoscab®): 1 -maliges Auftragen auf die gesamte Haut. Nach einer Einwirkzeit von etwa 8 -12 Stunden wird die Creme wieder abgeduscht und die Erstbehandlung ist abgeschlossen (wird daher gerne über Nacht durchgeführt) Emulsion (Wirkstoff z. B. Benzylbenzoat, Handelsname: Antiscabiosum®): 1 x täglich Auftragen der Emulsion auf die gesamte Haut an 3 aufeinanderfolgenden Tagen. Die Emulsion verbleibt dabei 24 Stunden auf der Haut. (Die Behandlung dauert zwar länger, die Emulsion ist aber deutlich einfacher zu verteilen. Außerdem wird berichtet, dass diese Emulsion auf der Haut brennen soll). Nach 3 Tagen ist die Behandlung abgeschlossen. Zurück 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 115
Systemische Behandlung Bei der systemischen Behandlung wird ein Medikament in Tablettenform eingenommen (Ivermectin®). Die erforderliche Menge ist abhängig vom Körpergewicht der betroffenen Person. Bei einem durchschnittlichen Erwachsenen sind etwa 4 -5 Tabletten zeitgleich erforderlich. Eine einmalige Einnahme ist dabei in der Regel ausreichend. Die Behandlung ist 1 -2 Tage nach der Einnahme als abgeschlossen anzusehen. Zurück 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 116
Schmierinfektion Eine Schmierinfektion bezeichnet eine Übertragung von Krankheitserregern durch Berührung eines Objektes oder Lebewesens. Dabei unterscheidet man die direkte Kontaktinfektion, etwa bei Berührung eines infizierten Menschen oder eines Tieres, und die indirekte Kontaktinfektion bei der Berührung von mit Krankheitserregern kontaminierten Gegenständen. Häufig werden dabei Krankheitserreger vom Infizierten mit den Händen auf Gegenstände oder Lebensmittel übertragen und von dort vom „Empfänger“ wieder mit den Händen aufgenommen. Zur Erkrankung kommt es dann in den meisten Fällen durch die Aufnahme in den Mund. Dies macht die Bedeutung der Händehygiene einmal mehr deutlich! Zurück 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 117
Tröpfcheninfektion Als Tröpfcheninfektion bezeichnet man die direkte Verbreitung von Krankheitserregern über die Luft. Dies geschieht durch Aerosol- (Tröpfchenkern) oder Tröpfchenbildung beim Sprechen über den Speichel, Niesen und Husten oder beim Erbrechen durch die Vernebelung keimhaltiger Sekrete der Atemwege. Beim „Brechdurchfall“, z. B. durch Noro- oder Rotaviren, werden die Viren beim Erbrechen in die Umgebungsluft abgegeben. Zur Infektion der Kontaktperson(en) kommt es in der Folge durch das Einatmen dieser Aerosole. Zurück 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 118
Inkubationszeit Die Inkubationszeit ist der Zeitraum zwischen der Aufnahme des jeweiligen Erregers in den Körper und dem Ausbruch der Erkrankung. Die Inkubationszeit ist von Erreger zu Erreger sehr unterschiedlich und kann zwischen einigen Stunden (z. B. bei Noroviren) bis zu mehreren Monaten (z. B. bei Hepatitis) betragen. Zurück 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 119
Gesetzliche Grundlagen 20 In der letzten Änderung des If. SG wurde ein Absatz hinzugefügt. Dieser besagt, dass die Eltern oder Sorgeberechtigten VOR der Erstaufnahme in eine Kindertageseinrichtung nachweisen müssen, dass sie an einer ärztlichen Impfberatung teilgenommen haben. Fehlt dieser Nachweis, muss die Einrichtungsleitung dies an das zuständige Gesundheitsamt melden. Zurück 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 120
So, das wäre geschafft Sie haben das Ende des 1. Moduls erreicht und hoffentlich viele neue und interessante Informationen erhalten. Außerdem hoffe ich, dass der komplexe Aufbau der Präsentation anwenderfreundlich genug war, um die wichtigsten Inhalte zu vermitteln. Wenn Fragen offen geblieben sind, bringen Sie diese bitte zum Präsenztag mit, ich werde versuchen, diese dann zu beantworten. Gerne können Sie mir ihre Fragen aber auch per E-Mail stellen, ich bin jedoch in der Zeit vom 03. 08. – 27. 08. 2019 urlaubsbedingt nicht erreichbar. Wir sehen uns dann am 29. 08. 2019 um 08: 30 Uhr in Bensberg. Bis dann Ende 07. 12. 2020 Zentralbereich Hygiene und Infektiologie 121
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