Heinrich von Kleist Leben und Werk Lebenslauf Geburtshaus
Heinrich von Kleist Leben und Werk
Lebenslauf
Geburtshaus/ Wappen
Lebenslauf
Wilhelmine von Zenge
Lebenslauf
Lebenslauf
Schaffensbereich • Kleists literarisches Werk umfasst alle Bereiche der Dichtung: Lyrik, Epik und Dramatik • wird oft als Kriegs- und Militärdichter der Deutschen bezeichnet • Werk beleuchtet die politischen und sozialen Zeiterscheinungen in ihrer Krisenhaftigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven • Vorliebe für unerhörte Ereignisse, absurde Situationen, absonderliche Menschen und Abnormalitäten
Schaffensbereich Themen: • Krieg, Gerechtigkeit, Familie, Staat, das Verhältnis von Mann und Frau • Problematik des eigenen Seins • Gegensatz zwischen Ideal und Leben, zwischen Wahrheit und Schein, zwischen Diesseits und Jenseits
Abschiedsbrief
Der zerbrochene Krug Inhalt: • Dorfrichter Adam muss über seine eigene Verfehlungen urteilen • Ort der Handlung ist der Gerichtsaal eines Dorfes bei Utrecht • Adam richtet über Ruprecht, der während eines nächtlichen Besuchs bei seiner Verlobten Eve in ein Handgemenge verwickelt wurde und dabei den Krug zerbrochen haben soll • Nur Eve und Adam wissen, dass es der Richter war, der die junge Frau bedrängte und mit dem Ruprecht sich prügelte
Der zerbrochene Krug • Eve schweigt, weil Adam damit droht, Ruprecht in den Krieg zu schicken • Gerichtsrat Walter nimmt an der Verhandlung teil • Nach und nach wird deutlich, dass Adam der Täter ist • Adam verurteilt er Ruprecht mit Billigung Walters • Am Ende fliegt der Schwindel doch auf, • Eve und Ruprecht versöhnen sich • Adam flieht
Themen • • Menschliche Schwächen Sexuelle Verführbarkeit Eifersucht Konkurrenzdenken Geschlechter- und Beziehungsproblematik Gewalt Misstrauen Ungerechtfertigte Besitzansprüch
Sprache • • Einsatz der Lüge Autoritäre Sprache Drohungen Ins-Wort-Fallen Blankvers Beiseitesprechen Sprache im Spiel zwischen Gesagtem und Gemeintem • Zwischenrufe
Besonderheiten Lustspiel: • Aufbereitung der menschlichen Schwächen in einer komischen Art • Nicht Betroffenheit, sondern distanziertes Betrachten ist Voraussetzung für das Entstehen von Komik Typenkomik: • Figuren die auf eine komische Art einen Bestimmten Menschentypus darstellen
Besonderheiten Sprachkomik: • Sprache ist der Situation oder dem Stand einer Person nicht angemessen Wortkomik: • Komische Wirkung entsteht aus dem Spiel zwischen dem eigentlichen und dem übertragenen Sinn
Resonanz Zeitgenossen: • Goethe kürzte das Stück, sodass einige Teile unverständlich waren • Besucher und Kritiker zerrissen das Stück Heutige Leser/Zuschauer: • Aktualität, Modernität • Realitätsnähe
Literaturgeschichte • Werk entstand in der Übergangszeit von der Klassik zur Romantik und ist nicht eindeutig einer literarischen Epoche zuzuordnen • Enthält auch aufklärerisches Gedankengut (Gesellschaftskritik) • Romantische Motive (z. B. Liebe, Eve als typisch positive Frauenfigur)
Vergleich zu Ödipus
Vergleich zu Ödipus
Vergleich zu Ödipus
Fazit • Kleist war seinen Zeitgenossen einen Schritt voraus und wurde daher nicht verstanden • Kleist war ein Vorläufer der Moderne • Kleist wird verglichen mit Melville, Poe, Kafka, Camus, Sartre und Hemingway • Er war ein Dichter und Dramatiker par exellence und verdient seinen Platz in der Weltliteratur
Quellen • Heinrich von Kleist: Der zerbrochene Krug. Hamburger Leseheft Verlag, Husum 2005 • Thomas Rahner: Der zerbrochene Krug. Lektüre Durchblick. Mentor Verlag, Stuttgart 2006 • Klaus Bahners: Heinrich von Kleists Erzählungen und Aufsätze, Bange Verlag, Hollfeld 1985 • http: //de. wikipedia. org/wiki/Heinrich_von_Klei st
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