Frderliche Leistungsbewertung Thomas Stern IUSIFF Wien IMST Neue
Förderliche Leistungsbewertung Thomas Stern, IUS-IFF Wien, IMST
Neue Herausforderungen bei der Leistungsbewertung Ruf nach Individualisierung Berücksichtigung von Unterschieden im Lernstil, Lerntempo, Interessen, Lerngelegenheiten; Lehrer/in als „Lerncoach“ Trend zur Methodenvielfalt Einbeziehung von Projektarbeiten, Portfolios, Gruppenpräsentationen, … Kompetenzorientierung Überprüfen von Können (nicht nur Wissen: auch überfachliche Fähigkeiten) Bildungsstandards Verantwortlichkeit der Schule für das Erreichen einheitlicher Lernziele (? ) Zentralmatura/-abitur Vergleichbarkeit der Abschlüsse IGS/NMS, Modulare Oberstufe Individuelle Förderung statt Aussonderung ((fast) kein Sitzenbleiben) Innere Differenzierung in heterogenen Klassen (ohne Leistungsgruppen)
Dilemma der Leistungsbewertung Wie überprüft man Lernleistungen, ohne das Lernen zu behindern? • Keine Rezepte oder Ratschläge (auch keine Tugendkataloge) • Keine legalistischen Ausführungen oder Tipps • „Nur“ Argumente & Ermutigungen, Anregungen & Ideen • Einige Forschungsergebnisse
Wofür Prüfungen? Prüfungen/Tests = Grundlage für Leistungsbewertungen Leistungsbewertung kann mehrere Funktionen haben (Kleber 1992) • Rückmeldungen für Schüler/innen Lernziele erreicht? • Rückmeldungen für die Lehrperson Unterrichtsqualität? Förderungsbedarf? • Lernsituation / Sozialisation Lernen aus Fehlern? Gelegenheit zur Bewährung? • Selektion Berechtigungen, Chancen für Karriere und sozialen Aufstieg • Disziplinierung „Leistungsdruck“ • Rechenschaftslegung / Accountability Evaluation von Schulen (z. B. USA: NCLB)
Drei Ebenen der Lernerfolgsmessung • Leistungsfeststellung (Test) liefert Informationen über den Wissens- und Kenntnisstand Aufgaben + Kriterien • Bewertung (Beurteilung) evaluiert das Testergebnis (z. B. „Verbesserungsbedarf“ oder Note) • Konsequenzen aus der Summe der Bewertungen (z. B. (Nicht-)Berechtigung bzw. (Dis-)Qualifikation)
Welche Leistungen zählen?
Drei Bezugsnormen der Leistungsbewertung • Sozial- oder Kollektivnorm (gruppenorientiert) Vergleich mit der Durchschnittsleistung einer Bezugsgruppe (Normalverteilung? Nachteil: wiederholter Misserfolg für schwache S/S) • Sachnorm (kriterienorientiert) Vergleich mit den Lernzielen (absoluter Maßstab) (Misserfolge für viele bei zu schwierigen Aufgaben; Erfolgserlebnisse für alle bei gestuften Aufgaben) • Individualnorm (personenbezogen) Vergleich mit einer früheren Leistung derselben Person (Dokumentation persönlicher Lernfortschritte)
Wie wirken sich Prüfungen auf die Leistungsbereitschaft aus? Forschungen zeigen: Leistungsbewertung kann kontraproduktiv sein und das Lernen behindern. ENDPRÜFUNGEN (SUMMATIVE BEWERTUNGEN) haben schwer wiegende Rückwirkungen auf das Lernen, u. a. - „learning and teaching to the test“, - geringere intrinsische Motivation, - minimalistische Lernstrategien, - Prüfungsangst und kleineres Selbstwertgefühl, v. a. bei lernschwachen S/S (Harlan/Deakin Crick 2002)
Wie wirken sich Prüfungen auf die Leistungsbereitschaft aus? Forschungen zeigen aber auch: Leistungsbewertung kann das Lernen wirkungsvoll unterstützen! LERNDIAGNOSE (FORMATIVE BEWERTUNG) und kontinuierliches Feedback führen zu höherer Motivation, mehr Freude und besseren Erfolgen beim Lernen - auch bei lernschwachen S/S, - insbesondere wenn auch Partner- und Selbsteinschätzung einbezogen wird (Black/Wiliam 1998) "Assessment for learning" (www. assessment-reform-group. org)
Dilemma der Leistungsbewertung (Ingenkamp 1997) Zwei konträre Aufgaben: Erteilung von Qualifikationen und/oder Verbesserung des Lernens. „. . . verhängnisvoll. . . , dass die Erteilung von Qualifikationen und Berechtigungen überwiegend der Schule übertragen wurde und dort alle anderen diagnostischen Aufgaben überlagert hat. “ Assessment Standards NCTM 1995: „Leistungsbewertung sollte das Lernen unterstützen und Lehrer/innen wie Schüler/innen brauchbare Informationen liefern“
Formative und summative Bewertungen Lern- und Leistungsdiagnosen „Was ist beim Prüfling hängen geblieben? “ SUMMATIVE BEWERTUNG LEISTUNGSDIAGNOSE Am Ende der Lernphase Ergebnisorientiert Endgültig Neutral Fehler unerwünscht Z. B. verbunden mit Berechtigung Fehldiagnose: Negative Beurteilung trotz guter Kenntnisse: Lebenschancen werden verbaut. „Was hat der Prüfling schon gelernt, wo hat er noch Schwierigkeiten? “ FORMATIVE BEWERTUNG LERNDIAGNOSE Während der Lernphase Prozessorientiert Möglichkeiten zum Nachbessern Anerkennend, anspornend Fehler ok Z. B. verbunden mit Förderangebot Fehldiagnose: Leistungsschwäche bleibt unerkannt: Lernförderung unterbleibt.
Lernerfolgsdiagnose: Alternative Methoden Weg vom Schema Lehrerfrage – Schülerantwort – Lehrerbewertung – Bewertung auch von Partner- und Gruppenarbeiten – ‘Kein Aufzeigen’ (außer um Fragen zu stellen) – Feedback in beiden Richtungen Einbeziehung von Elementen der Selbst- und Partnerbewertung – Validierung & Ergänzung der Lehrereinschätzung – Lernreflexion „Neue Aufgabenkultur“ für individuelle Lernförderung – Interessante relevante Problemlöseaufgaben – Lernanregungen für S/S (z. B Aufgaben bewerten) – Reflexionsanregungen für L/L (z. B Probetest und Diskussion)
„Förderliche Prüfungskultur“ Wie kann Leistungsbewertung das Lernen unterstützen? Varianten „klassischer“ Prüfungsmethoden „Alternative“ Diagnosemethoden Selbst- und Partnereinschätzung Thomas Stern, IUS-IFF Wien, IMST
Fünf Merkmale förderlicher Leistungsbewertung Formative Lerndiagnose ("mid-time") Feedback & Förderangebote → Af. L ("Assessment for Learning") Methodenvielfalt Jeder Test erfassen nur, wie gut best. Aufgaben bewältigt werden (Performanz); daher: Kontrollmessungen auch auf andere Weise Kompetenzorientierung Überprüfen des Könnens, nicht nur des Wissens Anerkennung & Ermutigung „Schatzsuche statt Fehlerfahndung“; „Two stars and a wish“ Selbsteinschätzung Evaluation → Urteilsfähigkeit; Autonomie; EVA; Selbstvertrauen
Individuelle Lernförderung Erfassen aller Talente und Lernpotenziale • „Multiple Intelligenzen“ (H. Gardner) diagnostizieren und darauf aufbauen • „Schatzsuche statt Fehlerfahndung“ (gerade auch bei leistungsschwachen Schüler/ -innen und Lernverweigerern) • Einbeziehung außerschulischer Lernfelder und fremder Kulturen • Außerordentliche Sprachkenntnisse: „Sprachenportfolio“
Varianten bei den „klassischen“ Instrumenten der Leistungsfeststellung SCHULARBEITEN UND TESTS (<50% der Gesamtbewertung) - Vielfältige Aufgabenformate (MC, freie Antworten, Zeichnungen, Begriffszuordnungen, Fehlersuche, „umgekehrte Fragen“, . . . ) - Eigene Meinungen formulieren und begründen - Nachbesserungsmöglichkeit („ 2 -Phasen-Arbeit“, Extra-Hausübung) MÜNDLICHE PRÜFUNG (keine „Entscheidungsprüfung“!) - Wahlmöglichkeiten zwischen Fragestellungen - Sondieren nach besonderen Kenntnissen - „Schlussfrage“
Varianten bei den „klassischen“ Instrumenten der Leistungsfeststellung MÜNDLICHE ODER PRAKTISCHE ÜBUNGEN (Referate; Werkstücke; …) - Freie Wahl von Thema und Präsentationsform - Klarstellen von Lernzielen und Qualitätskriterien - Chancen zum Nachbessern „MITARBEIT“ (> 30% der Gesamtbewertung; aktive Unterrichtsbeiträge!) - Stundenwiederholung - Protokoll oder Foto-/Videodokumentation eines Unterrichtsprojekts; - Redaktion eines Klassenmagazins - Moderation eines Rollen- oder Quizspiels - Stundenvorbereitung: Themenvorschlag & Teilausarbeitung - Interaktive Lernarrangements: „Verschnittgruppen“, „Chef für 1 Aufgabe“
Nachbearbeitung: „Fehleranalyse“ (Niedertscheider) Aus deinen Fehlern kannst du lernen! 1. Welchen Fehler hast du in deiner schriftlichen Arbeit gemacht? 2. Wie ist es zu diesem Fehler gekommen? Was steckt dahinter? Missverständnis? Wissenslücke? 3. Welche Antwort/Lösung/Formulierung wäre besser gewesen? Erkläre warum! 4. Zeige an einem ähnlichen Beispiel, dass du‘s jetzt kannst! Mit einer sorgfältigen Fehleranalyse kannst du dein Ergebnis nachträglich um eine Stufe verbessern.
Blitzfeedback mit ABCD-Kärtchen (Wiliam, 2006) MC-„Verständnisfrage“ (hinge question) Was können wir tun, um die OZONSCHICHT zu erhalten? A. Den Kohlendioxidausstoß von Verkehr und Industrie senken. B. Die Abholzung der Regenwälder einstellen. ©Wiliam C. Fahrverbot für Autos an Tagen mit hohen Ozonwerten D. Sorgfältige Entsorgung von Kühl schränken und Airconditionern
Ampel-Feedback Die Schüler/innen signalisieren mit den Ampelfarben grün – gelb – rot, ob sie alles / teilweise / nichts verstanden haben.
Blitzfeedback mit Minute paper / “Exit Pass“ (Angelo, T. A. & Cross, K. P. , 1993: CAT - Classroom Assessment Techniques) • Schüler/innen schreiben am Ende der Stunde auf Kärtchen: (a) „Was war das Wichtigste, was ich heute gelernt habe? “ (b) „Welche Fragen sind für mich offen geblieben? “ • Die Lehrperson wertet die Antworten bis zur nächsten Stunde aus, gibt Schüler/innen Feedback, greift Anregungen auf. • Vorteile: Feedback auch für die Lehrperson; Meinungsspektrum der ganzen Klasse; Informationen für die weitere Unterrichtsplanung.
Begriffsnetz 1 („concept map“) (Häußler u. a. 1996) Notiere die Begriffe: Atome, elektrischer Strom, Elektronen, Metall, Plastik, statische Elektrizität. Stelle möglichst viele Verbindungen zwischen ihnen her, markiere sie mit einem Pfeil und beschreibe in wenigen Worten, welchen Zusammenhang du erkennst. Aufgabenlösung durch einen Schüler der 8. Schulstufe.
Begriffsnetz 2 („concept map“) (Häußler u. a. 1996) Aufgabenlösung durch eine Schülerin derselben Klasse. Rückschlüsse aus den verwendeten Begriffen auf Präkonzepte und aus der Zahl der Verbindungslinien auf das Verständnis von Zusammenhängen.
Experimentieraufgabe („Performance Task“) (TIMSS II 1998 Natwiss) MAGNETEN Du hast: 6 Stahlkugeln, 10 Büroklammern oder Haarnadeln, 6 Beilagscheiben, 2 Eisenstifte, 2 Magneten A & B, ein 30 cm-Lineal. Deine Aufgabe: Benütze diese Dinge, um herauszufinden, welcher der beiden Magneten A oder B stärker ist! 1. Experimentiere, dann vervollständige diesen Satz: Ich habe heraus gefunden, dass der Magnet. . . stärker ist. 2. Beschreibe alle Schritte, wie du darauf gekommen bist, welcher Magnet stärker ist. Zeichne Skizzen und Diagramme als Teil deiner Antwort, wenn dir das beim Erklären hilft.
Portfolio „Leistungsmappe“ („BEST-OF-PORTFOLIO“) „Arbeitsmappe“ („PROZESSPORTFOLIO“) Sammlung der besten (v. a. selbstständigen) Arbeitsprodukte, (z. B. Dossier zu einem Spezialthema) Dokumentation von Lernfortschritten, Leistungssteigerungen, (anhand von Überarbeitungen) • Deckblatt, Inhaltsverzeichnis/Liste: individuelle Leistungen • Kreative grafische Gestaltung (persönliche Note) Inhaltsverzeichnis; • Qualitätsstandards (z. B. : Umfang, Originalität, Niveau, Quellen, …) • Reflexionsblätter (inkl. Selbsteinschätzung) • Ergänzungen/Nachbearbeitungen • L-Kommentar/Feedback • Vereinbarung zur Leistungsbewertung
Gruppenarbeit (inkl. Präsentation) • Bewertung von Produkt (z. B. Posterpräsentation, Projektdokumentation) oder Prozess (Teamwork mit Arbeits- und Rollenteilung)? • Bewertung der Gesamtleistung der Gruppe oder Einzelbeiträge? © Reflexionsblätter zur Erfassung von Leistungen (a) der eigenen Person, (b) eines Partners oder einer Partnerin, (c) der ganzen Gruppe - als Grundlage für Punktebewertung (als Teil der Gesamtnote) - oder als Lernanlass für nachhaltige Gruppenprozesse (!)
Einbeziehung von Elementen der Selbsteinschätzung: Kraftfeldanalyse (www. qis. at)
Lernfortschrittsreflexion „Vorher-Nachher“-Vergleich (Stern 2001, www. qis. at) VORHER: Markiere mit einem blauen Kreuz x, wie viel du schon weißt! Ich kenne mich aus Begriffe zum Thema SCHALL gut teilweise schlecht Luftwellen: Echo & Schallgeschwindigkeit Überschall-Knall Töne & Geräusche, Musik & Lärm Musikinstrumente: Saiten & Membrane Tonhöhe (Hertz) & Lautstärke (Dezibel) Lärmschutz Ultraschall (in Tierreich & Medizin) NACHHER: Markiere mit einem roten Kreis o, wie gut du dich jetzt auskennst. Wie viele Verbesserungssprünge hast du gemacht? Wo hast du nichts dazu gelernt ?
Lernjournal (Stern, 2001) Nach jeder Lerneinheit eine Seite für deine persönlichen Gedanken! Datum: Interessant Dazugeler Überflüssi Wofür wir uns war für nt habe g fand ich: mehr Zeit Thema: mich: nehmen sollten: Wie war‘s? ++/+/-/-Das Lernjournal gehört dir. - Deine Lehrerin darf es ohne deine Erlaubnis nicht einsehen. - Wenn du willst und danach gefragt wirst, kannst du am Ende der Stunde daraus vorlesen. - Am Semesterende wirst du es brauchen, um zusammenzufassen, welche Stunden für
Partnerbewertung (≠ gegenseitiges Benoten!) „Zwei Sterne und ein Wunsch“ Was war an der Arbeit deines Partners / deiner Partnerin besonders gelungen? Achtung Was könnte er / sie beim nächsten Mal besser machen? Was ist dir noch aufgefallen? Was könntest du empfehlen?
Alternativen zu Notenzeugnissen Welche Beispiele haben sich in der Praxis bewährt? Thomas Stern, IUS-IFF Wien, IMST
Verbale Bewertung Lernfortschrittsbericht Verbale Bewertung / „Zeugnis ohne Noten“ (z. B. Waldorfschulen) + Beschreibung von individuellen Leistungen und Lernstand in jedem Fach in Bezug auf die Bildungsziele („Sachnorm“) - Gefahren: zu hoher Aufwand; Verwendung von Stehsätzen; Demotivierung bei kränkenden Formulierungen. Lernfortschrittsbericht (in Kombination mit indiv. Entwicklungsplänen) + Beschreibung von individuellem Zuwachs an Wissen und Können, gemessen an den eigenen Potenzialen („Individualnorm“) + Auf jeden Fall ermutigend, auf jedem Lernniveau - Verzicht auf Vergleiche mit den Leistungen Anderer
L. O. B. - Lernzielorientierte Bewertung (http: //www. modellschule. at)
(Selbsteinschätzungs-)„Mandala“ (oder „Kompetenzen-Zielscheibe“) (HS)
Lernkontrakt / „Notenvertrag“ (im Dialog zwischen Lehrperson und. Schüler/innen zu adaptieren) Abmachungen für die Leistungsbewertung im Fach ……… (Gültig erst dann, wenn Schüler/in und Lehrer/in einverstanden sind unterschrieben haben. ) 1. Vier Mindestanforderungen sind ausreichend für die Note „Genügend“: (a) Heftführung (Mitschriften, Arbeitsblätter, Hausübungen vollständig); (b) Mitarbeit (produktive Beteiligung an Einzel-, Partner- und Gruppenarbeiten); (c) Tests positiv oder gründlich ausgebessert; (d) Lernfortschritte bei mindestens einem selbst gewählten Lernziel: ……………. 2. Leistungen, um eine bessere Note zu erreichen: „Befriedigend“: Arbeitsbucheintragungen; Fragenausarbeitung; Stundenwiederholung. „Gut“: zusätzlich Referat, Protokoll einer Schulexkursion. „Sehr gut“: zusätzlich: exzellente Qualität aller Leistungen, Mitgestaltung einer Stunde. 3. Der/die Lehrer/in verpflichtet sich, dem/die Schüler/in Chancen zu geben und ihn/sie nach Kräften dabei zu unterstützen, das selbst gewählte Leistungsziel (Note) zu erreichen, 4. In der Mappe werden Pflichtaufgaben und selbst gewählte Zusatzaufgaben
„Schülersprechtag“ • Terminvereinbarungen mit Lehrer/innen des Klassenteams. • Lehrerbefragungen: Anerkennendes & Kritik & Ratschläge. • Zuhören. Mitschreiben. • Zusammenfassung: „Bewertungen meiner Lehrer/innen“ (1) Wie werden meine bisherigen Leistungen eingeschätzt? (Meine Stärken und meine Schwächen) (2) Wie wird mein bisheriges Lernverhalten gesehen? (3) Welche Tipps bekomme ich? (4) Meine Meinung dazu. (5) Meine Vorsätze, wie ich mich verbessern will. • Abgabe an das Lehrerteam: Schriftliche Stellungnahme ( Portfolio)
Qualitätskriterien für die Leistungsbewertung Was kennzeichnet eine gute Leistungsbewertung? Thomas Stern, IUS-IFF Wien, IMST
Folgenreiche Fehldiagnosen • PISA-2000 -Deutschland: Anteil der 15 -Jährigen mit schwachen oder sehr schwachen Lesefähigkeiten 23% (!!) (Finnland: 7%) Zusatzstudie MPI-Berlin (Baumert 2001): Befragung der Lehrer/innen dieser Schüler/innen: 90% der Leseschwächen blieben unerkannt • KESS 4 -Studie Hamburg (Bos & Pietsch 2004): Untersuchung an Grundschulen der „Kompetenzen und Einstellungen von Schüler/innen – Jahrgangsstufe 4“ mit Leistungstests und Kontextfragebögen und Vergleich mit Lehrerurteilen. Ergebnis: Schullaufbahnempfehlung Gymnasium für ein Kind aus oberen Schichten 3 -mal so groß wie für ein Kind aus einer Arbeiterfamilie bei gleichen kognitiven Grundfähigkeiten.
Drei „klassische“ Gütekriterien für die Leistungsbewertung • Objektivität Unabhängigkeit von der bewertenden Person • Verlässlichkeit Präzision, Trennschärfe, minimaler Messfehler • Validität Gemessen wird das, was gemessen werden soll
Was ist eine „faire Leistungsbewertung“? (NCTM 1995, NSES 1996) Faire Leistungsbewertung • macht deutlich, was wichtig ist „Measure what you value rather than value what you can easily measure“ • fördert das Lernen • trägt zur Chancengerechtigkeit bei • ist schlüssig • ist ein offener Prozess • ist kohärent (auf langfristige Bildungsziele abgestimmt) „Leistungsbewertung sollte das Lernen unterstützen und Lehrer/innen wie Schüler/innen brauchbare Informationen liefern“ Einschätzung von Leistungen immer unter Berücksichtigung der Lernvoraussetzungen!
Standards: Nicht nur für Schülerleistungen? (NSES 1996: http: //www. nap. edu/openbook. php? record_id=4962) Standards für Schülerleistungen Standards für den Unterricht Standards für die Leistungsbewertung Standards für Lehrpläne/Programme Standards für die Lehrerbildung Standards für das Bildungssystem
Kompetenzorientierte Leistungsbewertung Wie kann man (fachliche u. a. ) Kompetenzen (a) unzweideutig festlegen und (b) valide überprüfen?
Überprüfen, was wichtig ist … nicht bloß das, was leicht zu überprüfen ist! Blooms Lernzieltaxonomie SYNTHESE Hö he re F äh ig ke ite n EVALUATION ANALYSE ANWENDUNG VERSTÄNDNIS MERKWISSEN
Kompetenzen …. . sind definiert als „die verfügbaren oder erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie damit verbundenen … Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können. “ (Weinert 2001) • Bündel von Kenntnissen, Fähigkeiten & Fertigkeiten, • aber auch praktische Erfahrungen und • die Motivation, Wissen nutzbringend anzuwenden WISSEN + KÖNNEN + WOLLEN Kompetenz
Kompetenzorientierter Unterricht Entscheidend: „Unterrichtsqualität“ (Mayer, Helmke, Krainer/Posch/Stern. . . ) • Anspruchsvolle Unterrichtsinhalte (Gelegenheit zur Erweiterung fachbezogener Kompetenzen, Vernetzung von Wissen unterschiedlicher Bereiche) • Kognitive Aktivierung der Schüler/innen (Forschendes Lernen, Selbstständigkeit, Reflexion) • Effektive und schülerorientierte Unterrichtsgestaltung (Methodenvielfalt, Flexibilität, Strukturierung, Zeitökonomie, Störungsprävention, Prüfungskultur, IKT, konstruktives Umgehen mit Fehlern, Förderung der Kommunikation unter Schüler/innen, …)
Voraussetzungen für kompetenzorientierte Leistungsbewertung 1 Kompetenzmodell Kompetenzen: Auf welche Fähigkeiten kommt es an? Inhaltsbereiche: Welches Grundwissen ist unverzichtbar? Niveaus: Welches Können ist als minimal, durchschnittlich oder groß zu werten? 2 Tests mit Aufgaben zur Überprüfung des Kompetenzniveaus; 3 Konzept für Konsequenzen aus den Testergebnisse 4 Validierung mit vielfältigen Methoden der Lerndiagnose, Berücksichtigung auch außerschulischer Leistungen (z. B. Sprachenportfolio) und besonderer individueller Begabungen
Bildungsstandards Mathematik Kompetenzen/Handlungen, Inhalte, Niveaus I Funktionale Abhängigkeiten Figuren & Körper Statisti k Zahlen & Maße Interpretier en II III Reflexion Rechnen, Operieren III Darstellen & Modellieren II Verbindungen Argumentieren & Begründen I Grundkenntnisse
Beispielaufgaben • PISA http: //www. bifie. at/freigegebene-aufgaben-aus-den-pisa-tests • TIMSS http: //www. bifie. at/freigegebene-items-aus-den-timss-tests • Bildungsstandards Geografie http: //www. geographie. de/docs/geographie_bildungsstandards_aufg. pdf • Kanguruh der Mathematik http: //www. mathe-kaenguru. de
Kompetenzorientierte Leistungsüberprüfung Vorteile & Chancen + Fokus auf Können, nicht nur auf Wissen + Fokus auf Outcome (Lernergebnisse) statt auf Input (Wissenskataloge) + Vergleichbarkeit durch standardisierte Testinstrumente: + Kompetenzmodelle (PISA, ESP, Standards …) als Anregung für den Unterricht Probleme & Gefahren - Uneindeutigkeit und Unvollständigkeit aller Kompetenzmodelle - Grundsätzliche Schwierigkeiten beim Messen komplexer Konstrukte - Unklarheiten, ob und wie man Einstellungen und Haltungen mitberücksichtigen soll oder kann - Beschränkungen der wahrgenommenen Lernergebnisse auf das, was durch die (standardisierten) Testinstrumente festgestellt wird
Kompetenzorientierte Leistungsüberprüfung: Schlüsse & Fazit Was tun in der Schulpraxis? ? !! Theoretische Auseinandersetzung mit den Kompetenzmodellen Was sollen S/S unbedingt können? Wie kann man‘s überprüfen? [ Fachdidaktische Lehrerfortbildung Kollegialer Ideenaustausch] !! Nutzen kompetenzorientierter Testaufgaben als Lernmaterialien Für Probe-Tests? Für Klassendiskussionen? Für Quiz-Spiele? !! Methodenvielfalt bei der Leistungsbewertung Auf welche alternative Weise können Lernfortschritte gezeigt werden? !! Einbeziehung von Selbsteinschätzung in die Leistungsbewertung Welchen Kompetenzzuwachs stellt der/die Lernende bei sich fest? Wie kann er/sie das nachweisen?
Bewertung fächerübergreifender Lernleistungen/Kompetenzzuwächse? CONTRA PRO + Nur was bewertet wird, gilt als wichtig! - (Fremd-)Bewertung von Kooperationsfähigkeit oder Persönlichkeitsentwicklung ist heikel, kann kränkend und kontraproduktiv sein!
Überprüfung von Kompetenzen mit Kompetenzrastern/Rubriks Matrix (mehrdimensionale Liste) von Kompetenzen: Jedes Feld entspricht einer fachbezogenen oder fächerübergreifenden Kompetenz auf einem bestimmten Kompetenzniveau. • Formulierung mit „Ich kann …“-Sätzen ( Selbsteinschätzung) Z. B. M: „Ich kann statistische Sachverhalte grafisch darstellen. “ D: „Ich kann zusammenhängende Berichte von Erfahrungen schreiben. “ NW: „Ich kann natürliche Phänomene deuten und erklären. “ Sport: „Ich kann einfache Kraftübungen mit meinem Körpergewicht ausführen. “ GW: „Ich kann Lebensräume beschreiben. “ GS: „Ich kann Vor- und Nachteile verschiedener Herrschaftssysteme erläutern. “
Lässt sich Sozialkompetenz seriös bewerten? Sozialkompetenz: „Soft Skills“; „Emotionale Intelligenz“ (Gegensatz zum IQ) Fähigkeit, soziale Prozesse positiv zu beeinflussen Balance zwischen widersprüchlichen Tugenden Durchsetzungs- & Kooperationsfähigkeit: „Leadership“ & „Teamspirit“ Selbstbewusstsein/Selbstkritik & Einfühlungsvermögen/Empathie Verlässlichkeit & Flexibilität Respekt & Toleranz Konfliktfähigkeit & Metakommunikation • Keine einheitliche Definition • Bewertung abhängig von kultureller Prägung & subjektiver Sichtweise • Schwierigkeit zu operationalisieren und zu messen/quantifizieren
ZEITEN, MENSCHEN, KULTUREN HERKUNFT, ENTWICKLUNG, VERÄNDERUNG A 1 A 2 B 1 B 2 C 1 C 2 Ich kann unsere Zeitrechnung erklären. Ich kann wesentliche prägende Merk-male unserer Zeit nennen. Ich kann diese mit den Zeiten meiner Eltern und Groß-eltern vergleichen. Ich kann einen einfachen Überblick über große Epochen geben. Ich kann unsere Vorzeitrechnung anwenden. Ich kann verschiedene Arten der Zeit-rechnung erklären und begründen. Ich kann Anfänge der Menschheitsgeschichte in einfachen Bildern darstellen. Ich kann urtümliche Kulturen beschreiben. Ich kann die großen Epochen der Menschheits-geschichte von- einander unterscheiden. Ich kann Lebensumstände zu verschiedenen Zeiten beschreiben. Ich kann Voraus-setzungen für das Entstehen einer Kultur beispielhaft erläutern Ich kann Zeiträume innerhalb einer Epoche nach Daten gliedern. Ich kann die Größe historischer Ereignisse er-kennen, indem ich deren Bedeutung für die Menschen damals und heute ermesse. Ich kann Phasen der Kulturgeschichte nennen. Ich kann Zeiträume von mehreren Jahrzehnten bis zu einem Jahrhundert heuristisch erforschen und beschreiben. Ich kann Lebensbedingungen und gesellschaftliche Voraussetzungen nennen, welche diese Zeiträume charakterisier(t)en. Ich kann Unter-schiede und Gemeinsamkeiten verschiedener Zeitabschnitte unterschiedlicher Länge beschreiben, auch wenn diese nicht aufeinander folgen. Ich kann aus-führliche historische Erkundungen durchführen und dokumentieren. Ich kann die Ab-folge von Genera-tionen erklären. Ich kann wichtige Entwicklungen der letzten paar Jahre beschreiben. Ich kann Wahr-nehmungen zu langsamen und schnelleren Veränderungen auf einfache Weise beschreiben oder erklären. Ich kann die wesentlichen Gründungsdaten eines Landes herausfinden. Ich kann erklären, woran wichtige Entwicklungsschritte zu erkennen sind. Ich kann wesentliche Unterschiede zwischen benach-barten Epochen erklären/darstellen. Ich kann Entstehen und Vergehen von historischen Gebilden anhand von einfachen Quellen nachvoll-ziehen. Ich kann die Entwicklung eines Gutes meiner Zeit zurück verfolgen und dokumentieren. Ich kann Entwick-lungen grob periodisieren. Ich kann von historischen Ereignissen, Zeitspannen, Kulturen und Personen erklären, weshalb sie in den Geschichtsbüchern stehen. Ich kann Unterschiede im Leben der Menschen vor und nach einem historischen Ereignis erläutern. Ich kann erklären, warum gewisse historische Ereignisse einer Periodizität unterliegen und andere nicht. Ich kann auch für kürzere Zeiträume Veränderungen in den Lebensbedingun-gen erkennen und beschreiben. Ich kann Gründe dafür nenne. Ich kann Entwicklungszusammenhänge über mehrere Epochen oder über kurze Sequenzen hinweg detailliert schildern. Ich kann aufgrund geschicht-licher Kenntnisse und Bebachtungen des Zeitgeschehens glaubwürdige Prognosen stellen. http: //www. institut-beatenberg. ch
Überprüfung von Kompetenzen mit Kompetenzrastern/Rubriks Niveau/ Skala Dimensionen Ausreichend Gut Exzellent (Minimalanforderungen) (erfüllt Erwartungen) (übertrifft Erwartungen) INHALTSDIMENSION Kompetenz 1 HANDLUNGSDIMENSI ON Kompetenz 2 Kompetenz 3 • • • LEISTUNGS INDIKATOR
Überprüfung von Kompetenzen mit Kompetenzrastern/Rubriks: Mathematik I 4 Niveau Dimensionen STATISTIK Kompetenz H 1 MODELLIEREN STATISTIK Kompetenz H 2 OPERIEREN STATISTIK Grundkenntni sse Verbindungen herstellen (K 1: Minimalanforderungen) (K 2: erfüllt Erwartungen) Ich kann Datensätze durch Häufigkeitstabellen darstellen. Ich kann Häufigkeitstabellen in Diagramme übertragen u. u. Ich kann Mittel- Ich kann komplexe Verteilungen werte berechnen. analysieren. Ich kann Balken- Kompetenz und H 3 INTERPRETIEREN Kreisdiagramme erläutern. Ich kann unterschiedliche grafische Darstellungen vergleichen und bewerten. Reflektieren (K 3: übertrifft Erwartungen) Ich erkenne, welche grafische Darstellung vorzuziehen ist. Ich weiß, wann, wie und wo-für ich statistische Daten erheben und auswerten kann. Ich kann erkennen, wann und wie mit statistischen Daten gelogen wird.
Überprüfen / Bewerten von Kompetenzen „Neue Aufgabenkultur“ A. GUTE AUFGABEN B. GUTER UMGANG MIT AUFGABEN + interessant, lebensnah, komplex, bedeutsam + Offenes Lernen (Stationenbetrieb u. a. ) + anspruchsvoll (inkl. höhere Lernziele) + unterschiedliche Niveaus (Erfolgserlebnis für alle) + offene Fragestellungen (Lösungsweg finden) + mehrere Zugangsweisen und Lösungswege + Lösungen diskutieren (z. B mit Plakaten) + Spiele mit wissenschaftlichen Fragen (Quiz, Triomino, Kreuzworträtsel. . . ) + Aufgabenqualität bewerten (Bewertungsblatt, Auswahl, Begründung, Präsentation) + Über Lernziele nachdenken (z. B. Lernjournal) + Eigene Fragen entwickeln
Beispielaufgabe zu Bildungsstandards D Kompetenzbereich: Sprachreflexion (14 j) (http: //www. iqb. hu-berlin. de/bista/aufbsp/deutsch) M 1 Robert Gernhardt Was es alles gibt (1999) Da gibt es die, die schlagen Da gibt es die, die rennen Da gibt es die, die zündeln Da gibt es die, die brennen Da gibt es die, die wegsehn Da gibt es die, die hinsehn Da gibt es die, die mahnen: Wer hinsieht, muss auch hingehn Da gibt es die, die wissen Da gibt es die, die fragen Da gibt es die, die warnen: Wer fragt, wird selbst geschlagen Da gibt es die, die reden Da gibt es die, die schweigen M 2 Da gibt es die, die handeln: Was wir sind, wird sich zeigen. Bei Gedichten kommt es auf jedes einzelne Wort an. Jede Zeile ist genau überlegt. Lies die einzelnen Verse des Gedichts genau und bearbeite dann die folgenden Aufgaben.
Beispielaufgabe zu Bildungsstandards D Kompetenzbereich: Sprachreflexion (14 j) (http: //www. iqb. hu-berlin. de/bista/aufbsp/deutsch) M 1 Bis auf einen stehen alle Sätze des Gedichts im Präsens. Schreibe den Satz auf, der in einer anderen Zeitform steht. In welcher Zeitform steht dieser Satz? Vers 12 lautet: „Wer fragt, wird selbst geschlagen. “ Wodurch unterscheidet sich dieser Vers von den anderen Versen? 3 Verben, eine infinite Verbform, ein Hilfsverb, eine Passivform In diesem Gedicht wird der Leser in der letzten Verszeile mit dem Pronomen „wir“ in das Gedicht einbezogen. Was wird damit beim Leser ausgelöst? Er fühlt sich angegriffen, herausgefordert, M 2 zum Widerspruch genötigt, nicht gemeint
Beispielaufgabe zu Bildungsstandards NW/Ph Kompetenzbereich: Erklären (14 j) (http: //bildungsstandards. bildung-rp. de) Situationsbeschreibung Weißstörche legen auf ihren Flügen von Europa bis nach Südafrika täglich zwischen 150 und 300 km zurück. Dabei zeigen sie das in M 1 dargestellte auffällige Flugverhalten. Unter M 2 sind die Flugrouten der Weißstörche dargestellt. M 1 Arbeitsauftrag/Fragen: 1. Beschreibe das Flugverhalten der Weißstörche (M 1). 2. Welche Gegebenheiten machen sich die Störche dabei zunutze? Welche Vorteile sind damit verbunden? Erkläre. M 2 3. Erkläre, warum die Störche die Westroute über Spanien und die Ostroute über die Türkei nach Afrika einem Flug über das Mittelmeer vorziehen (M 2).
TIMSS-Aufgaben Naturwissenschaften S 04_14, S 04_09 (http: //pisa. ipn. uni-kiel. de/, http: //www. bifie. at)
Standards-Aufgabe Mathematik (D) Modellbilden / Zahlen & Maße (14 -15 j) (http: //www. kmk. org/schul/Bildungsstandards/Hauptschule_Deutsch_BS_307 KMK. pdf) Quelle: © Bettmann/CORBIS Wie viel Flüssigkeit passt ungefähr in dieses Fass? Begründe deine Antwort!
PISA–Aufgabe Mathematik Kompetenzbereich 1: Darstellen & Modellieren (14 j) (http: //pisa. ipn. uni-kiel. de/fr_reload. html? beispielaufgaben. html) PIZZA Eine Pizzeria bietet zwei runde Pizzas mit derselben Dicke in verschiedenen Größen an. Die kleinere hat einen Durchmesser von 30 cm und kostet 30 Zeds. Die größere hat einen Durchmesser von 40 cm und kostet 40 Zeds. Bei welcher Pizza bekommt man mehr für sein Geld? Gib eine Begründung an.
Wie können einzelne Lehrer/innen bzw. Schulen Standards-Aufgaben nutzen? Lernanregungen für S/S (nicht nur Prüfungsaufgaben!) - Interessanteste“ und „ärgerlichste“ Aufgabe auswählen, und Auswahl (samt Lösung) schriftlich oder mündlich (Präsentation) begründen - Aufgabenqualität bewerten (Stationenbetrieb mit „Bewertungsblatt“) - Eigene bessere Aufgaben entwickeln (z. B. zu zweit) - Über Lernziele nachdenken und anhand der leicht beantwortbaren Aufgaben eigene Stärken und Verbesserungspotenziale ausloten Reflexionsanregungen für L/L - Probetest und Klassendiskussion über Bildungsstandards und Tests - Probetests und Fachteamdiskussion über Lernziele, Unterrichts- qualität, Fördermaßnahmen (anhand von Evidenzen!) - Austausch zwischen Fachteams als Impuls zur Schulentwicklung
Bewertungsblatt für Testaufgaben (Stern 2002) Nicht der Test bewertet euch, sondern ihr bewertet den Test! Wählt zu zweit 4 -6 Aufgabenstellungen aus. Einigt Euch auf gemeinsame Bewertungen und tragt sie in die Tabelle ein (in den mittleren Spalten mit einer Skala von 1=sehr bis 6=gar nicht): Aufgabenstellung Interessa nt / anregend ? Schwierig / anspruchsvoll ? klar / gut formulier t? Warum? (Begründu ng) Sonstige Bemerkungen ?
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