Bewegungslehre und Biomechanik Fortbildung fr das Abitur 2021
Bewegungslehre und Biomechanik Fortbildung für das Abitur 2021
Einführung in die Broschüre mit dem (neuen) Themenschwerpunkt Werfen
Zum Aufbau der Broschüre Teil 1: Sportliche Bewegungen kennzeichnen, eingrenzen und angemessen befragen Teil 2: Sportliche Bewegungen benennen, beschreiben und darstellen Teil 3: Sportliche Bewegungen funktional analysieren Teil 4: Biomechanische Größen und Gesetze sportspezifisch anwenden Teil 5: Anwendungsfeld Springen/ Abspringen Teil 6: Anwendungsfeld Werfen Teil 7: Anwendungsfeld Laufen
Zum Aufbau der Broschüre Teil 1: Sportliche Bewegungen kennzeichnen, eingrenzen und angemessen befragen Teil 2: Sportliche Bewegungen benennen, beschreiben und darstellen Teil 3: Sportliche Bewegungen funktional analysieren Teil 4: Biomechanische Größen und Gesetze sportspezifisch anwenden Teil 5: Anwendungsfeld Springen/ Abspringen Teil 6: Anwendungsfeld Werfen Teil 7: Anwendungsfeld Laufen
Facherlass für die schriftliche Abiturprüfung 2021 Themenfeld II: Bewegungslehre Bei den Bewegungslehreinhalten des Sportbereichs erfolgt die „Analyse sportlicher Bewegungen unter funktionaler Betrachtungsweise“ im Anwendungsfeld Werfen. Basis der Analyse sportlicher Bewegungen ist dabei die Kompetenz, Bewegungen benennen und beschreiben und biomechanische Größen, Gesetze und Prinzipien sportspezifisch anwenden zu können.
Zur Gewichtung der fünf Teile Teil 6: Anwendungsfeld Werfen (Teil 6 ist elementar wichtig für das Abi 2021 und 2022) Teil 3: Sportliche Bewegungen unter funktionaler Betrachtungsweise analysieren (Teil 3 ist bezüglich seiner Grundaussagen notwendig zum Verstehen von Teil 6) Teil 4: Biomechanische Größen, Gesetze und ihre sportspezifischen Anwendungen (Teil 4 ist abschnittsweise notwendig zum Verstehen von Teil 6) Teil 1, Sportliche Bewegungen kennzeichnen und angemessen betrachten, und Teil 2, Sportliche Bewegungen benennen, beschreiben und darstellen, sollten im Verlauf der zwei Jahre mehrfach an angemessener Stelle angesprochen werden.
Zu Teil 1: Sportliche Bewegungen kennzeichnen. . . Was ist eine sportliche Bewegung? Sie ist die (im Sport anerkannte) Lösung einer im Sport gestellten (Bewegungs-) Aufgabe (Beispiel Speerwerfen - Gegenbeispiel: der geschleuderte Speerwurf)
Zu Teil 1: Sportliche Bewegungen analyserelevant eingrenzen (neu) In der Bewegungslehre werden häufig nicht die gesamten Bewegungsabläufe untersucht, sondern nur die analyserelevanten. Z. B. nur die Abwurfbewegung, Startsprung, nur die Wende, nur das Angleiten, nur. . . Absicht der Eingrenzung ist es, einen wohldefinierten Anfang A und ein wohldefiniertes Ende E für die Analyse zu haben.
Sportliche Bewegungen angemessen befragen Funktionale - biomechanische - fähigkeitsori. - morphologische Betrachtungsweise
Teil 2: Sportliche Bewegungen benennen. . . • Problem: Was ich nicht benennen kann, über das kann ich auch nicht diskutieren • Aber: Wie sollen sportliche Bewegungen angemessen benannt werden? • 4 Lösungsvorschläge in der Broschüre (Fosbury, Kniebeuge) • Auch bei Würfen ist das Benennen nicht unproblematisch
Teil 2: Sportliche Bewegungen benennen. . .
Teil 2: Sportliche Bewegungen beschreiben. . . Das grundlegende Beschreibungsmuster Was wird gemacht? Aktionsskizze Hier wird mit der befehlsartigen Auflistung der Aktionen, die in jedem Falle zu realisieren sind, begonnen. (Basis: Literatur, Expertenwissen und Forschungsergebnisse)
Aktionsskizze - Handstütz-Überschlag rückwärts Ausgangsstellung einnehmen rückfallen Arme aufschwingen, Oberkörper zurückwerfen abspringen fliegen und Bogenspannung einhalten handstützen und abdrücken landen
Aktionsskizzen für Würfe Rumpf beugen und Ball durchstecken – Rumpf rückhoch schleudern – Ball rückhoch schleudern - abwerfen Schrittstellung einnehmen – Ball rückführen – Rumpf vorschleudern und Arm eindrehen - abwerfen
Teil 2: Sportliche Bewegungen beschreiben. . . Das grundlegende Beschreibungsmuster (Teil 2) • Wie wird sie ausgeführt? Verlaufsbeschreibung Hier müssen die Ausführungsmodalitäten (Aktionsmodalitäten) der diversen Aktionen hinzugefügt werden. (Basis: Literatur, Expertenwissen und Forschungsergebnisse)
Aktionsmodalitäten - Handstütz-Überschlag rückwärts - Ausgangsstellung einnehmen und zwar nicht beliebig, sondern möglichst im Schlussstand mit gestreckten Beinen und nach vorne gestreckten Armen bei eingezogener Brust und eingezogenem Bauch in leichter Vorlage Rückfallen durch nach hinten Schieben des Gesäßes, dabei Arme abschwingen und Oberkörper senken und zusätzlich die Beine gestreckt lassen
Zusammenfassung von Teil 1 und Teil 2 auf einem Arbeitsblatt
Teil 3: Die Bewegung liegt vor, sie ist benannt, beschrieben, dargestellt und muss jetzt analysiert werden, wie? Die funktionale Bewegungsanalyse Mit Funktion bezeichnet man den Zweck, den ein Teil innerhalb eines geordneten Ganzen zu erfüllen hat. Beispiel Speerwurf: Aufgabe des sukzessiven Vorpeitschen von Oberarm, Unterarm und Hand ist es, … dem Go-and-Stop-Prinzip entsprechend eine größere Wurfweite zu erreichen
Teil 3: Die Bewegung liegt vor, sie ist benannt, beschrieben, dargestellt und muss jetzt analysiert werden, wie? Die funktionale Bewegungsanalyse Mit Funktion bezeichnet man den Zweck, den ein Teil innerhalb eines geordneten Ganzen zu erfüllen hat. Beispiel Speerwurf: Aufgabe des sukzessiven Vorpeitschen von Oberarm, Unterarm und Hand ist es, … dem Go-and-Stop-Prinzip entsprechend eine größere Wurfweite zu erreichen
Teil 3: Die Bewegung liegt vor, sie ist benannt, beschrieben, dargestellt und muss jetzt analysiert werden, wie? Die funktionale Bewegungsanalyse Mit Funktion bezeichnet man den Zweck, den ein Teil innerhalb eines geordneten Ganzen zu erfüllen hat. Beispiel Speerwurf: Aufgabe des sukzessiven Vorpeitschen von Oberarm, Unterarm und Hand ist es, … dem Go-and-Stop-Prinzip entsprechend eine größere Wurfweite zu erreichen
Teil 3: Die Bewegung liegt vor, sie ist benannt, beschrieben, dargestellt und muss jetzt analysiert werden, wie? Die funktionale Bewegungsanalyse Mit Funktion bezeichnet man den Zweck, den ein Teil innerhalb eines geordneten Ganzen zu erfüllen hat. Beispiel Speerwurf: Aufgabe des sukzessiven Vorpeitschen von Oberarm, Unterarm und Hand ist es, … dem Go-and-Stop-Prinzip entsprechend eine größere Wurfweite zu erreichen
Teil 3: Die Bewegung liegt vor, sie ist benannt, beschrieben, dargestellt und muss jetzt analysiert werden, wie? Die funktionale Bewegungsanalyse Mit Funktion bezeichnet man den Zweck, den ein Teil innerhalb eines geordneten Ganzen zu erfüllen hat. Beispiel Speerwurf: Aufgabe des sukzessiven Vorpeitschen von Oberarm, Unterarm und Hand ist es, … (dem Go-and-Stop-Prinzip entsprechend) eine größere Wurfweite zu erreichen.
Teil 3: Die Bewegung liegt vor, sie ist benannt, beschrieben, dargestellt und muss jetzt analysiert werden, wie? Die funktionale Bewegungsanalyse Mit Funktion bezeichnet man den Zweck, den ein Teil innerhalb eines geordneten Ganzen zu erfüllen hat. Beispiel Speerwurf: Aufgabe des sukzessiven Vorpeitschen von Oberarm, Unterarm und Hand ist es, … dem Go-and-Stop-Prinzip entsprechend eine größere Wurfweite zu erreichen Aktionen bei sportlichen Bewegungen, die einen bestimmten Zweck erfüllen Eine Funktionsanalyse ist die systematische Suche nach jenen Bestandteilen, die im Blick auf die zu lösende Bewegungsaufgabe einen Zweck erfüllen, also eine Funktion haben.
Schwerpunktthema „Werfen“ Bei jedem Wurf ist zu klären, wozu die einzelnen Bewegungsbestandteile ausgeführt werden Aufwändig (bzw. schwierig): die Begründung einer funktionalen Belegung ist häufig auf biomechanische Kenntnisse angewiesen
Haupt- und Hilfsaktionen und ihre Funktionen – tabellarisch gelistet
Teil 4: Biomechanische Größen, Gesetze und ihre sportspezifischen Anwendungen Translation und Rotation Der Trägheitssatz (jeder Körper ist träge …) Das dynamische Grundgesetz (Kraft ist die Ursache für Geschwindigkeitsänderung …) Das Wechselwirkungsgesetz (actio = reactio …) Gleichgewicht und Drehmoment (Hebel, Körperschwerpunkt, …) Impuls und Drehimpuls (Kraftstoß und Impulssatz, Kraft-Zeit-Kurven …) Erhaltungssätze (Impulserhaltung, Impulsübertragung …) Prinzip der Anfangskraft Prinzip des optimalen Beschleunigungsweges Go-and-Stop-Prinzip
Teil 4: Biomechanische Größen, Gesetze und ihre sportspezifischen Anwendungen Translation und Rotation Der Trägheitssatz (jeder Körper ist träge …) Das dynamische Grundgesetz (Kraft ist die Ursache für Geschwindigkeitsänderung) Das Wechselwirkungsgesetz (actio = reactio …) Gleichgewicht und Drehmoment (Hebel, Körperschwerpunkt, …) Impuls und Drehimpuls (Kraftstoß und Impulssatz, Kraft-Zeit-Kurven …) Erhaltungssätze (Impulserhaltung, Impulsübertragung …) Prinzip der Anfangskraft Prinzip des optimalen Beschleunigungsweges Go-and-Stop-Prinzip
Teil 4: Biomechanische Größen, Gesetze und ihre sportspezifischen Anwendungen Translation und Rotation Der Trägheitssatz (jeder Körper ist träge …) Das dynamische Grundgesetz (Kraft ist die Ursache für Geschwindigkeitsänderung) Das Wechselwirkungsgesetz (actio = reactio …) Gleichgewicht und Drehmoment (Hebel, Körperschwerpunkt, …) Impuls und Drehimpuls (Kraftstoß und Impulssatz, Kraft-Zeit-Kurven …) Erhaltungssätze (Impulserhaltung, Impulsübertragung …) Prinzip der Anfangskraft Prinzip des optimalen Beschleunigungsweges Go-and-Stop-Prinzip
Werfen nach dem Go-and-Stop-Prinzip Beine, Rumpf und Arme werden nie gleichzeitig, sondern nacheinander bewegt. Das Prinzip: Die zur Beschleunigung eingesetzten Körperteile sind stets so zu bewegen, dass zum Objekt (Wurfgerät) hin ein sukzessives Beschleunigen und Abstoppen stattfindet. von objektfern (Knie) zu objektnah (Unterarm)
Werfen nach dem Go-and-Stop-Prinzip „Tübinger Radschleuder“: Erst das Basisrad andrehen und stoppen, dann den Wurfarm beschleunigen, nicht beide zugleich beschleunigen
Werfen nach dem Go-and-Stop-Prinzip - Praktische Folgerung -
Werfen nach dem Go-and-Stop-Prinzip - Praktische Folgerung -
Werfen nach dem Go-and-Stop-Prinzip - Praktische Folgerung -
Werfen nach dem Go-and-Stop-Prinzip - Praktische Folgerung -
Teil 6: Anwendungsfeld Werfen Drei Zugangsweisen Morphologisch – funktional - biomechanisch Ausgangspunkt ist die Wurfvielfalt im Sport. Um nicht jeden einzelnen Wurf zu behandeln, ist eine Gruppierung zu suchen morphologische Betrachtungsweise (an der Wurfgestalt ausgerichtet) funktionale Bewegungsanalysen dieser 3 Grundformen (nicht für die einzelnen Würfe) mechanische Betrachtungsweise Vorstellung von drei mechanischen Wurfprinzipien
Teil 6: Anwendungsfeld Werfen Drei Zugangsweisen Morphologisch – funktional - biomechanisch Einteilung in drei Grundformen Kennzeichen der drei Grundformen Unterformen
Wurfvielfalt gruppieren, aber wie. . . ?
Die Gestalt der Wurfbewegung liefert eine brauchbare Ordnung Die äußere Form – die Bewegungsgestalt – ergibt die Ordnung Schlagwürfe Drehwürfe Druckwürfe
Teil 6: Werfen im Sport morphologisch geordnet Die drei Grundformen Schlagwürfe, Drehwürfe, Druckwürfe Erfassen allerdings nicht alle Würfe; es bleiben immer auch nicht einordenbare Wurfformen übrig, z. B. der Rückhandwurf im Handball, Frisbee, etc. (Restmengen gibt es bei jeder Klassifizierung)
Teil 6: Werfen im Sport morphologisch geordnet Die Begründung der Benennung und die Bildung einer eigenen Grundform ist z. B. bei den Schlagwürfen… Die äußere Ähnlichkeit zu einer Hammerschlagbewegung
Teil 6: Werfen im Sport morphologisch geordnet Wie sieht die Realdefinition für die Schlagwürfe aus, welche Kennzeichen prägen die Schlagwürfe? • Das Wurfobjekt wird von hinten am Kopf vorbei nach vorne beschleunigt • Die Bewegungsebene liegt in der Sagittalebene • Es wird erst der Oberarm, dann der Unterarm und am Ende die Hand beschleunigt
Teil 6: Werfen im Sport morphologisch geordnet Kennzeichen der Drehwürfe • Das Wurfobjekt wird auf einem Kreis oder einer kreisähnlichen Bahn beschleunigt • Der Wurfarm bleibt im Ellenbogen gestreckt • Die Bewegungsebene ist meist eine (etwas angestellte) Transversalebene
Teil 6: Werfen im Sport morphologisch geordnet Kennzeichen der Druckwürfe • Das Wurfobjekt wird nur über Druck vom Wurfarm beschleunigt • Die Wurfbewegung führt nur vom Körper weg, weil. . . • . . . sie in Körpernähe beginnt, der Wurfarm daher anfangs gebeugt ist und zur Druckerzeugung vom Körper weg gestreckt wird
Teil 6: Werfen im Sport morphologisch gesehen Zu allen Grundformen gibt es auch noch Unterformen
Teil 6: Werfen im Sport morphologisch gesehen Unterformen Es gibt gerade Schlagwürfe und Schlagwürfe mit Schleife
Teil 6: Werfen im Sport morphologisch gesehen Unterformen Es gibt gerade Schlagwürfe und Schlagwürfe mit Schleife
Teil 6: Anwendungsfeld Werfen Drei Zugangsweisen Morphologisch – funktional - biomechanisch Die Grundformen können genauer erklärt werden, wenn wir zur funktionalen Betrachtungsweise übergehen d. h. die Wurfvielfalt funktional analysieren
Teil 6: Die Arbeitsschritte unter funktionaler Perspektive sind. . Bewegungsaufgabe bestimmen Bestandteile der Bewegung ermitteln, für uns sind das die (nützlichen) Aktionen (was? ) und ihre Modalitäten (wie? ) Bestandteile funktional belegen, also im Blick auf die Aufgabe mit einer Funktion verbinden (wozu? )
Teil 6: Die Arbeitsschritte unter funktionaler Perspektive sind. . Bewegungsaufgabe bestimmen Bestandteile der Bewegung ermitteln, für uns sind das die (nützlichen) Aktionen (was? ) und ihre Modalitäten (wie? ) Bestandteile funktional belegen, also im Blick auf die Aufgabe mit einer Funktion verbinden (wozu? )
Teil 6: Was sind die einzelnen Bewegungsaufgaben? Aufgabe bei Schlagwürfen ist es: Zum Abwurfzeitpunkt • maximale Geschwindigkeit (aber auch nur submaximale und gelegentlich auch situationsangemessene Geschwindigkeit) • optimalen Abwurfwinkel und • optimale Raumlage erreichen. Entsprechendes gilt für die anderen Wurf-Grundformen
Teil 6: Die Arbeitsschritte unter funktionaler Perspektive sind. . . Bewegungsaufgabe bestimmen Bestandteile der Bewegung ermitteln, für uns sind das die (nützlichen) Aktionen (was? ) und ihre Modalitäten (wie? ) Bestandteile funktional belegen, also im Blick auf die Aufgabe mit einer Funktion verbinden (wozu? )
Teil 6: Die Arbeitsschritte unter funktionaler Perspektive sind. . . Bestandteile der Bewegung ermitteln, für uns sind das die (nützlichen) Aktionen (was? ) und ihre Modalitäten (wie? ) Hauptaktionen Unterstützende Hilfsaktionen Vorbereitende Hilfsaktionen
Mit welchen Aktionen werden die Bewegungsaufgaben geleistet? Zunächst sind es die Hauptaktionen Die Hauptaktionen beim (geraden) Schlagwurf bestehen aus • Vorhochpeitschen des Oberarms gefolgt vom • Vorhochpeitschen des Unterarms und dem • Nachklappen der Hand
Mit welchen Aktionen werden die Bewegungsaufgaben geleistet? Hauptaktionen Die Hauptaktionen beim typisch(st)en geraden Schlagwurf, dem Speerwurf: Vorhochpeitschen des Ober-, dann des Unterarms, gefolgt vom Nachklappen der Hand
Teil 6: Zum Anwendungsfeld Werfen unter funktionaler Perspektive Hauptaktion bei Drehwürfen Die Hauptaktion beim Drehwurf besteht aus • dem Armkreisen bei • langem Ellenbogen
Teil 6: Zum Anwendungsfeld Werfen unter funktionaler Perspektive Hauptaktion bei Drehwürfen . . . auch ein Drehwurf mit der Hauptaktion • Armkreisen bei • langem Ellenbogen
Teil 6: Zum Anwendungsfeld Werfen unter funktionaler Perspektive Hauptaktionen beim Druckwurf Die Hauptaktionen beim Druckwurf sind • das Strecken des gebeugten (Wurf/Stoß-)Arms und • das Nachklappen der Hand
Teil 6: Zum Anwendungsfeld Werfen unter funktionaler Perspektive Hauptaktionen beim Druckwurf • Das Strecken des gebeugten (Wurf/Stoß-)Arms und • das Nachklappen der Hand sind auch bei anderen Druckwürfen die Hauptaktionen
Zur Lösung der Bewegungsaufgaben gibt es nicht nur Hauptaktionen, sondern auch Hilfsaktionen sind jene Aktionen, deren Funktion(en) nicht unmittelbar der Bewältigung der Bewegungsaufgabe dienen – sie helfen nur! Dabei lassen sich zwei Hilfsarten unterscheiden: Unterstützende Hilfsaktionen Vorbereitende Hilfsaktionen
Teil 6: Zum Anwendungsfeld Werfen unter funktionaler Perspektive Schlagwurf – unterstützende Hilfsaktionen Welche Aktionen unterstützen und welche Funktionen erfüllen die Aktionen?
Teil 6: Zum Anwendungsfeld Werfen unter funktionaler Perspektive Schlagwurf – unterstützende Hilfsaktionen Zur Funktion der Schrittstellung: Verlängerung des Beschleunigungsweges
Teil 6: Zum Anwendungsfeld Werfen unter funktionaler Perspektive Schlagwurf – unterstützende Hilfsaktionen Eine Alternative zur Verlängerung des Beschleunigungsweges: Der Handstützüberschlag Hier liegt allerdings schon eine vorbereitende Hilfsaktion vor
Teil 6: Zum Anwendungsfeld Werfen unter funktionaler Perspektive Schlagwurf – vorbereitende Hilfsaktionen Welche Aktionen können die Hauptaktionen des Schlagwurfs vorbereiten? Das Ausholen Das Anlaufen Der Impulsschritt bzw. ein Hopserschritt Die Wurfverzögerung
Teil 6: Zum Anwendungsfeld Werfen unter funktionaler Perspektive Schlagwurf – vorbereitende Hilfsaktionen Welche Aktionen können die Hauptaktionen des Schlagwurfs vorbereiten? Das Ausholen Das Anlaufen Der Impulsschritt bzw. ein Hopserschritt Die Wurfverzögerung
Teil 6: Zum Anwendungsfeld Werfen unter funktionaler Perspektive Schlagwurf – vorbereitende Hilfsaktionen Warum kann der Impulsschritt die Hauptaktionen eines Schlagwurfs (optimal) vorbereiten?
Teil 5: Zum Anwendungsfeld Werfen unter funktionaler Perspektive Schlagwurf – vorber. Hilfsaktionen Mit einem Impulsschritt wird eine größere Stemm(schritt)stellung mit anfänglicher Rücklage erreicht Mit I. -schritt kann der Stemmbeineinsatz (optimal) vorbereitet werden Mit I. -schritt gelingt ein größerer Spannungsaufbau im Hüft-, Rumpf-, Schulter- und Armbereich
Teil 6: Zum Anwendungsfeld Werfen unter funktionaler Perspektive Hilfsaktionen bei Drehwürfen Vorbereitende Hilfsaktionen Unterstützende Hilfsaktionen Ausholen und Andrehen Einnehmen und Einhalten einer Schrittstellung Die Körperdrehungen Ausnutzen des Stemmbeins Die explosive Drehstreckbewegung der Wurfseite (spiraliges Aufdrehen) Bodenkontakt des hinteren Beins
Teil 6: Zum Anwendungsfeld Werfen unter funktionaler Perspektive Hilfsaktionen bei Drehwürfen Vorbereitende Hilfsaktionen Unterstützende Hilfsaktionen
Teil 6: Die Arbeitsschritte unter funktionaler Perspektive sind. . . Bewegungsaufgabe bestimmen Bestandteile der Bewegung ermitteln, für uns sind das die (nützlichen) Aktionen (was? ) und ihre Modalitäten (wie? ) Bestandteile funktional belegen, also im Blick auf die Aufgabe mit einer Funktion verbinden (wozu? )
Teil 6: Zum Anwendungsfeld Werfen unter funktionaler Perspektive • Hauptaktionen • Unterstützende Hilfsaktionen • Vorbereitende Hilfsaktionen am Beispiel Kugelstoßen
Kugelstoßen - Gesamtbewegung
Kugelstoßen - Gesamtbewegung
Hauptaktion – Stoßen Strecken (Wegdrücken) des gebeugten Stoßarms mit Nachklappen der Hände Dabei den Ellbogen anheben (nicht hängen lassen) Dabei mit maximalem Krafteinsatz agieren
Hauptaktion – Stoßen Funktion Strecken des gebeugten Stoßarms mit Nachklappen der Hände, um … eine maximale Abwurfgeschwindigkeit zu erreichen. Dabei den Ellbogen anheben, um … höhere Kraftwerte zu erreichen (und die Vorschrift beim Kugelstoßen einzuhalten). Dabei mit maximalem Krafteinsatz agieren, um … kurzen Beschleunigungsweg (etwa eine Armlänge) voll zu nutzen.
Unterstützende Hilfsaktion – In Schrittstellung stoßen Während des Ausstoßens Schrittstellung einhalten, um … einen optimal langen Beschleunigungsweg zu erreichen.
Vorbereitende Hilfsaktion – Ausholen Mit dem ganzen Körper (nicht nur mit dem Stoßarm), um … für die eigentliche Stoßbewegung einen optimal langen Beschleunigungsweg zu erreichen.
Vorbereitende Hilfsaktion – Explodieren Das hintere, in der Schrittstellung gebeugte und belastete Bein wird schnellstmöglich vorhochgestreckt Zugleich wird eine Entwringung des zurück genommenen Rumpfes ausgeführt, um. . . die Kugel vor dem eigentlichen Stoßen auf ein erstes Geschwindigkeitsniveau zu bringen.
Vorbereitende Hilfsaktion – Angleiten Auf dem Druckbein vom hinteren Kreisrand weg, um … das biomechanische Prinzip eines optimal langen Beschleunigungsweges zu nutzen.
Haupt- und Hilfsaktionen und ihre Funktionen – tabellarisch gelistet b n e s s o l gesch Dam f e i d t it is a g n u t ach r t e B e l a n o i unkt
Werfen unter biomechanischer Betrachtungsweise Biomechanik in Verbindung mit den biomechanischen Grundgrößen und Gesetzen (Teil 6. 4) Andreas Wenz • Werfen bedeutet biomechanisch: die Wurfhand übt bis zum Abwurf eine Kraft (auf das Wurfobjekt) aus Wurfkraft (vgl. Springen – Sprungkraft) • Abgrenzung Werfen / Schlagen: Schlagen dauert längstens 30 ms Werfen dauert mindestens 100 ms
Das Schlusskapitel zum Werfen behandelt Besonderheiten der Flugbahnen
Die neue Broschüre mit Themenschwerpunkt Werfen hat eine Besonderheit: Das Aufgaben- und Lösungsheft (als pdf)
Das Aufgaben- und Lösungsheft Eine Beispielseite
Vielen Dank !
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